01/04/2026
Joachim Adler, Chef Verteidigungspolitik im Staatssekretariat für Sicherheitspolitik SEPOS referierte am Apero Federale von Maja Riniker zum Thema «Das Delta in der Sicherheitspolitik». Was bedroht uns? Wie schützen wir uns? Was braucht es jetzt?
Eine Erosion der internationalen Ordnung sei Tatsache. Hybride Konfliktführung sei alltäglich. Vor allem Russland und China agieren sehr aktiv. Es gehe um Schwächung von staatlichen Strukturen, Cyberangriffe, Sabotage und Zermürbungstaktiken, gezielte Angriffe auf Strominfrastrukturen usw. Seit 2011 ist die Ukraine betroffen, seit 2022 auch die Schweiz. In Desinformationskampagnen (z.B. Strommangellage) wird versucht die Gesellschaft zu spalten und zu destabilisieren. Vorfälle bei Waffenplätzen wie Löcher in Zäunen passen in ein Muster. Da gebe es keine Unterschiede zu Vorfällen in Europa. Wir müssen daher resilienter werden, die Sicherheit stärken und genauer hinschauen, meinte Joachim Adler. Studenten aus China belegen z.B. gewisse Fächer auffällig häufig an unseren Unis. Polizeien in Kantonen sind unterbelegt, das Gleiche gilt für den Zivilschutz, die Ausrüstung der Armee reicht nur für den Ausrüstungsbetrieb, es fehlt an Geld.
In der Fragerunde kam auch die «Sicherheitspolitische Strategie der Schweiz 2026» zur Sprache. Diese folgt dem Ansatz der umfassenden Sicherheit. Umfassende Sicherheit entsteht, indem alle relevanten Kräfte im Rahmen einer gemeinsamen Strategie zusammenwirken. Zusätzlich dient sie als Orientierung für die Partner im Ausland. Der ebenfalls anwesende deutsche Verteidigungsattaché Per Fritz Weiler lobte den umfassenden Ansatz der Strategie. Deutschland sei einer der Partner und ein grosses Lob gehe an Sicherheitspolitikerin Maja Riniker, sie habe den Anfang gemacht beim Austausch.
Ob Russland Angriffe auf weitere Länder plane, wurde weiter gefragt. Dazu sagte Joachim Adler «Russland baut seit Jahren Lager auf und seit 2004 will Putin alte Grenzen wieder herstellen». Eine klare Antwort gabs auch zum Thema Handelskrieg und wann dieser Punkt erreicht sei. Es sei ein politischer Entscheid. Die Cyberüberwachung sage «eigentlich sind wir bereits im Krieg».
FDP.Die Liberalen Aargau