Stadtchronist Langenthal

Stadtchronist Langenthal Der Stadtchronist ist Hüter und Vermittler der Langenthaler Stadtgeschichte.

// Wir bleiben auch diese Woche noch beim Thema Sport und wechseln vom Leichtathletikstadion Hard ein paar hundert Meter...
21/08/2026

// Wir bleiben auch diese Woche noch beim Thema Sport und wechseln vom Leichtathletikstadion Hard ein paar hundert Meter hinüber ins Dreilinden, ins heutige Parkhotel. Dort wird momentan das weltbekannte Dach des Ingenieurs Heinz Isler (1926–2009) saniert (Bild 2). Bis vor 16 Jahren wurde hier noch Tennis gespielt. Zum Beispiel 1993, als eine gewisse Martina Hingis mit 12 Jahren ihr erstes ITF-Turnier gewann und damit ihre ersten sechs WTA-Punkte einheimste. Im Jahr darauf startete Hingis ihre Profikarriere, die der heute 45-Jährigen viele Titel und Franken einbrachte. Insgesamt war sie während 209 Wochen die Nummer eins der Weltrangliste im Frauentennis (zum Vergleich: Roger Federer 310 Wochen).

Foto, von links nach rechts: Rolf Ziegler, Melanie Molitor (Mutter von Martina Hingis), Martina Hingis, Pedro Festl.

// Während in Birmingham die Leichtathletik-EM 2026 noch bis zum 16. August dauert, werfen wir einen kurzen Blick auf di...
14/08/2026

// Während in Birmingham die Leichtathletik-EM 2026 noch bis zum 16. August dauert, werfen wir einen kurzen Blick auf die LV Langenthal. Wenn wir die jüngste Vergangenheit ein wenig beiseitelassen, bleibt vor allem die Sprinterin Regula Aebi in bester Erinnerung. Ihren Karrierehöhepunkt erreichte sie als Halbfinalistin bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul, wo sie Schweizer Rekordzeit lief. Zwischen 1984 und 1994 gewann sie zudem 14 Schweizermeistertitel und holte an der Hallen-EM in Den Haag die Silbermedaille.
Regula Aebi war auch Teil der erfolgreichen LV-Frauenstaffel, die in unterschiedlichen Besetzungen die nationale Sprintszene dominierte (Bild von links nach rechts: Regula Aebi, Corinne Kaufmann, Esther Lüdi, Andrea Hammel).

// Nächste Woche beginnen die Feierlichkeiten zum 125-Jahr-Jubiläum des Haslibrunnens. Für diesen Anlass durfte ich eine...
07/08/2026

// Nächste Woche beginnen die Feierlichkeiten zum 125-Jahr-Jubiläum des Haslibrunnens. Für diesen Anlass durfte ich eine kleine Ausstellung im Aussenraum konzipieren: 30 passende Freitagsposts sind dort bis Oktober 2026 analog zu sehen.
Fräulein Emma Gugelmann kaufte am 1. April 1901 ein kleines Häuschen (Bild) an der St. Urbanstrasse und liess es zweckmässig umbauen. Am 26. August 1901 übernahm Anna Hirsig (Bild) das Amt der ersten Hausmutter des Greisenasyls – so hiess der Haslibrunnen damals. Sie war äusserst beliebt und kompetent und leitete das Asyl während 20 Jahren.
In den ersten 25 Jahren wurden 60 Frauen und 17 Männer aufgenommen. 27 von ihnen waren Selbstzahler, die übrigen wurden von der Armenbehörde Langenthal eingewiesen. Mit den Einnahmen der Kostgelder und Spenden von knapp CHF 50’000 konnten die Ausgaben gedeckt werden.
Fräulein Gugelmann persönlich bezahlte für die Liegenschaft CHF 23’200. Hinzu kamen folgende Investitionen: Umbau CHF 8500, Mobiliar CHF 4000, Vorratskammer CHF 295, Holzhaus mit Tröckneraum CHF 2300, Garten CHF 680, zweiter Umbau CHF 12’000, Hühnerhaus CHF 374, Keller CHF 3000 sowie ein Holzhaus mit Waschküche und Badezimmer für CHF 2000.
Gut gemacht, Emma Gugelmann!

// Bern hat ihn seit 1977, Thun und Burgdorf seit 1979 und Langenthal seit 1980: den Ferienpass. In Langenthal geriet de...
03/07/2026

// Bern hat ihn seit 1977, Thun und Burgdorf seit 1979 und Langenthal seit 1980: den Ferienpass. In Langenthal geriet der Ferienpass in den Anfangsjahren allerdings arg ins Stocken, rappelte sich jedoch wieder auf und ist seit 1989 als fixes Angebot für die Sommerferien etabliert. Ins Leben gerufen wurde der Ferienpass von Barbara Streuli und einigen weiteren freiwilligen Helferinnen.
Das Bild zeigt «Ein Tag bei der Langenthaler Feuerwehr» (August 1990).

// Wer war Urs Hug? Vor allem eines: ein feiner Mensch. Manchmal zog er sich im Alltag eher in den Hintergrund zurück, w...
26/06/2026

// Wer war Urs Hug? Vor allem eines: ein feiner Mensch. Manchmal zog er sich im Alltag eher in den Hintergrund zurück, war introvertiert und sensibel. Gleichzeitig prägten Offenheit gegenüber dem Leben, Humor, Schalk und eine bemerkenswerte Entschlossenheit seine Persönlichkeit. Diese Eigenschaften spiegeln sich auch in seiner Objektkunst wider. Kreativität, Ästhetik und Witz gingen darin eine besondere Verbindung ein. Urs Hug kombinierte Alltagsgegenstände, setzte sie neu zusammen und schuf so überraschende Erfindungen, die den Betrachterinnen und Betrachtern oft ein leises Lächeln entlocken. Und malen konnte er! Und Gestalten erst!
1950 geboren, gründete er vor knapp 30 Jahren die Langenthaler Gestaltungsagentur P’INC. Im vergangenen Jahr ist Urs Hug verstorben. www.urshug.ch

Bild: Die «Tethio» liegt in der Langete neben dem «Haus Urs Hug» vor Anker (Kunstinstallation 2016).

// Im Juni 1961 feierte die Stadt Langenthal ihr 1100-jähriges Bestehen. Es war ein grosses Fest mit einer Helveterdeleg...
19/06/2026

// Im Juni 1961 feierte die Stadt Langenthal ihr 1100-jähriges Bestehen. Es war ein grosses Fest mit einer Helveterdelegation vor dem Stadttheater, Ansprachen von Regierungsratspräsident Brawand, Grossratspräsident Will und Gemeindepräsident Ischi im Theater, einem Bankett im Bären, einer Tanzbühne und einem mitternächtlichen Fackelumzug in der Marktgasse sowie einer zweitägigen Chilbi bei der Markthalle. Zudem wurde vor dem «Hopfenkranz» ein Ochse am Spiess gebraten. Wer die Freinacht einigermassen schadlos überstand, besuchte tags darauf den Festgottesdienst in der Kirche. Auch das Kinderprogramm war an den beiden Tagen grossartig: So erhielten beispielsweise alle Kinder ein Doppelweggli, einen Cervelat und ein Fläschlein «Madiswiler».

// Dieses Foto zeigt den Wuhrplatz 1991. Im Jahr zuvor wurde das Schlachthaus im Osten des Wuhrplatzes abgerissen, gepla...
12/06/2026

// Dieses Foto zeigt den Wuhrplatz 1991. Im Jahr zuvor wurde das Schlachthaus im Osten des Wuhrplatzes abgerissen, geplant war dort ein Gemeindesaal, welcher aber nie gebaut wurde.
2005 erhielt der Stadtpräsident ein Jugendpostulat, in dem verlangt wurde, den Wuhrplatz nicht nur während des jährlichen Wuhrplatzfests, sondern das ganze Jahr über als autofreie Begegnungszone umzugestalten. Auch die damaligen StadträtInnen Nadine Masshardt, Reto Müller und Daniel Steiner machten Ende 2005 einen Vorstoss in dieselbe Richtung.
2006 bewilligte der Gemeinderat den nötigen Planungskredit zur Projektierung des ganzen Wuhrplatzes. 2009 fanden die Vorbereitungs- und Gestaltungsarbeiten im Stadtparlament deutliche Zustimmung, und 2011 waren die 3,8 Mio. verbaut, und der neue und heutige Wuhrplatz konnte eingeweiht werden.
Die erste städtebauliche Planungsgrundlage von 1971 sah für das Wuhr- und Mühlequartier eine Durchmischung von Wohnen, Kleingewerbe, Kulturbetrieb und Erholung an der Langete vor. Immerhin: 40 Jahre später wurde diese planerische Absicht verwirklicht.

// Jahrzehnte sind vergangen, seit das letzte Buch über die Porzellanfabrik Langenthal erschienen ist. Nun sind innerhal...
05/06/2026

// Jahrzehnte sind vergangen, seit das letzte Buch über die Porzellanfabrik Langenthal erschienen ist. Nun sind innerhalb von acht Tagen gleich zwei neue und beachtliche Publikationen über die Porzi herausgekommen. «Wandel als Chance» (Weber Verlag) unterscheidet sich zu «Glanz und Elend der Porzellanindustrie» (Chronos Verlag) gemäss Autor Simon Kuert vor allem durch drei Hauptmerkmale: Erstens arbeiteten die Mitautoren Peter Waser und Bernhard Staub noch selbst in Führungspositionen in der Porzi. Zweitens nimmt in ihrem Buch das Heute und die Zukunft des Porziareals einen wichtigen Stellenwert ein (Kapitel von Patrick Jordi). Und drittens, sagt Simon Kuert weiter, komme seine geschichtliche Abhandlung gegenüber Oliver Meiers Werk einer Fussnote gleich.

Kuert sieht die beiden Bücher nicht als Konkurrenzprodukte, sondern als passende Ergänzung.

// Aktuell macht der FC Langenthal von sich reden, er spielt um den Aufstieg in die Promotion League. Die Frage sei daru...
29/05/2026

// Aktuell macht der FC Langenthal von sich reden, er spielt um den Aufstieg in die Promotion League. Die Frage sei darum erlaubt: Wer erinnert sich an Robert Schober? National bekannt wurde er 1998 als erfolgreicher Interimstrainer bei YB. Im letzten Spiel gelang den Stadtbernern damals in Lugano ein 2:1-Sieg, der den Wiederaufstieg in die höchste Spielklasse sicherte. Schober schlug danach das Angebot aus, YB-Trainer zu bleiben.

37 Jahre lang arbeitete Robert Schobert als Gemeindeschreiber von Ochlenberg – und er spielte einst auch beim FC Langenthal, dessen Trainer er in den Saisons 1987/88 bis 1989/90 war. Eine nicht ganz ernst gemeinte Anekdote über ihn besagt, dass er, wenn er als Stürmer im gegnerischen Strafraum zu Fall kam, schon im Flug auf den Elfmeterpunkt gezeigt habe, um dem Schiedsrichter zu signalisieren, dass ein Penalty fällig sei.

Vor zwei Jahren starb Robert Schober im Alter von 74 Jahren.

Foto von 1989: Robert Schober (links) mit dem FC-Langenthal-Spieler Stefan Wolf, der später für verschiedene Klubs in der Nationalliga A und auch für die Nationalmannschaft spielte.

// Letztes Wochenende fand in Langenthal die Schweizermeisterschaft im Heissluftballonfahren statt – ich habe im Archiv ...
22/05/2026

// Letztes Wochenende fand in Langenthal die Schweizermeisterschaft im Heissluftballonfahren statt – ich habe im Archiv auch noch einen Heissluftballon gefunden: 1983 stieg er zur Eröffnung des neuen Coop-Gebäudes in den Langenthaler Himmel. Nachdem die Wirtschaft «Tell» 1981 gesprengt worden war, konnte der damalige Coop-Direktor der Region Oberaargau-Thal/Gäu und Langenthaler Stadtrat, Edwin Bucheli, das neue Coop-Center bauen und zwei Jahre später das alte Coop von links (heute Vitality Apotheke) nach rechts in die neuen 3’500 Quadratmeter zügeln.
27 Jahre später wurde ein grosser Umbau und eine Totalsanierung im «Coop Tell» durchgeführt. Man brach einen beträchtlichen Teil der Decke heraus; seither führt dort die Rolltreppe in den ersten Stock. Die Gesamtverkaufsfläche blieb unverändert, da im Erdgeschoss hinten rechts beim Fleisch gleichzeitig entsprechend erweitert werden konnte.

Adresse

Turnhallenstrasse 22
Langenthal
4900

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