Stadtchronist Langenthal

Stadtchronist Langenthal Der Stadtchronist ist Hüter und Vermittler der Langenthaler Stadtgeschichte.

// Aktuell macht der FC Langenthal von sich reden, er spielt um den Aufstieg in die Promotion League. Die Frage sei daru...
29/05/2026

// Aktuell macht der FC Langenthal von sich reden, er spielt um den Aufstieg in die Promotion League. Die Frage sei darum erlaubt: Wer erinnert sich an Robert Schober? National bekannt wurde er 1998 als erfolgreicher Interimstrainer bei YB. Im letzten Spiel gelang den Stadtbernern damals in Lugano ein 2:1-Sieg, der den Wiederaufstieg in die höchste Spielklasse sicherte. Schober schlug danach das Angebot aus, YB-Trainer zu bleiben.

37 Jahre lang arbeitete Robert Schobert als Gemeindeschreiber von Ochlenberg – und er spielte einst auch beim FC Langenthal, dessen Trainer er in den Saisons 1987/88 bis 1989/90 war. Eine nicht ganz ernst gemeinte Anekdote über ihn besagt, dass er, wenn er als Stürmer im gegnerischen Strafraum zu Fall kam, schon im Flug auf den Elfmeterpunkt gezeigt habe, um dem Schiedsrichter zu signalisieren, dass ein Penalty fällig sei.

Vor zwei Jahren starb Robert Schober im Alter von 74 Jahren.

Foto von 1989: Robert Schober (links) mit dem FC-Langenthal-Spieler Stefan Wolf, der später für verschiedene Klubs in der Nationalliga A und auch für die Nationalmannschaft spielte.

// Letztes Wochenende fand in Langenthal die Schweizermeisterschaft im Heissluftballonfahren statt – ich habe im Archiv ...
22/05/2026

// Letztes Wochenende fand in Langenthal die Schweizermeisterschaft im Heissluftballonfahren statt – ich habe im Archiv auch noch einen Heissluftballon gefunden: 1983 stieg er zur Eröffnung des neuen Coop-Gebäudes in den Langenthaler Himmel. Nachdem die Wirtschaft «Tell» 1981 gesprengt worden war, konnte der damalige Coop-Direktor der Region Oberaargau-Thal/Gäu und Langenthaler Stadtrat, Edwin Bucheli, das neue Coop-Center bauen und zwei Jahre später das alte Coop von links (heute Vitality Apotheke) nach rechts in die neuen 3’500 Quadratmeter zügeln.
27 Jahre später wurde ein grosser Umbau und eine Totalsanierung im «Coop Tell» durchgeführt. Man brach einen beträchtlichen Teil der Decke heraus; seither führt dort die Rolltreppe in den ersten Stock. Die Gesamtverkaufsfläche blieb unverändert, da im Erdgeschoss hinten rechts beim Fleisch gleichzeitig entsprechend erweitert werden konnte.

// Mit 16 Jahren stöpplete Christine von Rohr zum ersten Mal von ihrem Wohnort Winznau nach Langenthal. Sie und ihre Fre...
15/05/2026

// Mit 16 Jahren stöpplete Christine von Rohr zum ersten Mal von ihrem Wohnort Winznau nach Langenthal. Sie und ihre Freundinnen liebten es, an Sonntagnachmittagen im «Kreuz» tanzen zu gehen. Langenthal gefiel ihr ohnehin, und bereits mit 19 Jahren eröffnete sie an der Mittelstrasse ihre Boutique «Lord Nelson». 1975 zügelte sie das Geschäft an die Bahnhofstrasse, direkt neben den Manor – beziehungsweise den damaligen Nordmann. 2003 verkaufte sie den «Lord Nelson» gegen ein Schlüsselgeld an die Ladenkette Nile. Heute befindet sich dort Bijoux les Boutiques.
Was viele nicht wissen: «D’Lädeli Chrige» – wie sie oft genannt wurde – gilt auch als Pionierin des Frauenfussballs. Sie war Spielerin beim FC Goitschel in Murgenthal und trainierte und spielte regelmässig auch in Langenthal (auf dem Foto in die Kamera blickend). Den Weg ins Training legte sie jeweils auf ihrem Velosolex zurück.
Im kommenden Jahrbuch Oberaargau 2026 ist dem Frauenfussball-Club unserer Region – einem der ersten der Schweiz – ein grösseres Kapitel gewidmet.

// Auch dieses Jahr eröffnen wir die Langenthaler Badi-Saison mit einer kleinen Hommage an die legendäre Lilly Geiser. W...
08/05/2026

// Auch dieses Jahr eröffnen wir die Langenthaler Badi-Saison mit einer kleinen Hommage an die legendäre Lilly Geiser. Während 40 Jahren arbeitete sie ununterbrochen an der Badikasse und prägte damit mindestens eine, wohl eher zwei Generationen von Badegästen.
Wobei – ganz stimmt das nicht: 1993 blieb die Badi nämlich geschlossen und wurde vollständig zum heutigen Freibad umgebaut (Bild 2). Anschliessend arbeitete Lilly noch drei weitere Sommer an der Kasse, bevor sie 1996 pensioniert wurde.
Bis zu ihrem Tod im Jahr 2020, im Alter von 87 Jahren, war Lilly der Badi dennoch treu verbunden: Den Sommer über traf man sie weiterhin täglich in der Baadeli.

(Foto: Ruedi Steiner)

// 1942 wandte sich der Langenthaler Gemeinderat mit einem offiziellen Schreiben an den Berner Regierungsrat und beantra...
01/05/2026

// 1942 wandte sich der Langenthaler Gemeinderat mit einem offiziellen Schreiben an den Berner Regierungsrat und beantragte, den Oberaargau endlich in «Berner Unterland» umzubenennen. Die ständige Verwechslung mit dem Kanton Aargau sei kaum mehr tragbar.
Bereits sechs (!) Tage später antwortete der Regierungsrat mit einem zweiseitigen Schreiben (Bilder 2 und 3). Mit einem «kleinen» geschichtlichen Exkurs in Richtung Langenthal versuchte er, die aufgeheizten Gemüter im Oberaargau zu beruhigen. Der Regierungsrat kam zum Schluss, dass keine Verwechslungsgefahr mit dem Kanton Aargau bestehe – nicht zuletzt deshalb, weil es im Aargau gar keinen Oberaargau gibt. Die gewünschte Namensänderung wurde folglich abgelehnt.
Dass wir Oberaargauerinnen und Oberaargauer es ganz und gar nicht schätzen, mit Aargauerinnen und Aargauern verwechselt zu werden, ist damit sogar historisch belegt. Vielleicht – wer weiss – zeichnet sich in dieser sensiblen Frage in den kommenden Jahren doch noch eine Lösung ab, jetzt, da wir einen Oberaargauer im Regierungsrat haben?

// Diese Fotografie um 1970 zeigt eindrücklich, wie stark sich das Stadtzentrum von Langenthal in den letzten fünfzig Ja...
24/04/2026

// Diese Fotografie um 1970 zeigt eindrücklich, wie stark sich das Stadtzentrum von Langenthal in den letzten fünfzig Jahren verändert hat:
Seit 1992 ist die Gemeindeverwaltung nicht mehr im Choufhüsi untergebracht, sondern im «Glaspalast» an der Aarwangenstrasse.
2001 wurden die Autos endgültig aus der Marktgasse verdrängt und die Fussgängerzone eingeweiht.
Damals standen noch Bäume vor dem Choufhüsi.
Und zu guter Letzt zum Standort des Fotografen Hans Zaugg: Er steht mit seiner Kamera im Durchgang zwischen der Bank Langenthal und dem Walser-Kuert-Haus, der zum Parkplatz im Hinterhof führte (1971 abgerissen).

// Derzeit wird das Gebäude der Mobiliar Versicherungen an der Aarwangenstrasse 5 saniert (Bild 3). Die Liegenschaft wur...
17/04/2026

// Derzeit wird das Gebäude der Mobiliar Versicherungen an der Aarwangenstrasse 5 saniert (Bild 3). Die Liegenschaft wurde zwischen 1875 und 1899 ursprünglich als Wohnhaus erbaut.
1964 übernahm der damalige Schweizerischer Bankverein das Gebäude. 30 Jahre später, 1994, fusionierte der Bankverein mit der Bank Langenthal und zog an die Marktgasse (heute UBS). In der Folge nutzte der Bankverein die Liegenschaft für seine Tochtergesellschaft «Prokredit».
Vier Jahre danach, 1998, zog die Generalagentur Langenthal der Mobiliar Versicherungen von der Bahnhofstrasse 13 an die Aarwangenstrasse 5 um. Heute befindet sich die Liegenschaft im Besitz der Mobiliar in Bern.
In den Jahren 1986/87 wurde das Gebäude durch einen Anbau erweitert. Der Langenthaler Architekt Daniel Ammann wurde dafür mit dem Architekturpreis der Gemeinde ausgezeichnet.
Nicht herausgefunden habe ich die Nutzung der Liegenschaft von 1900 bis 1964 – kann jemand weiterhelfen?

// 1880 trug die bescheidene Sommerwirtschaft noch den Namen «Tierpark». 1902 übernahm Friedrich Zwahlen-Jost den Gastho...
10/04/2026

// 1880 trug die bescheidene Sommerwirtschaft noch den Namen «Tierpark». 1902 übernahm Friedrich Zwahlen-Jost den Gasthof und liess sich dazu überreden, einen eindrucksvollen Bau im damals grassierenden Jugendstil zu errichten.
So grossartig das Gebäude und die Lage auch waren – wirklich rentabel war das Restaurant «Wildpark» nie. Ein ständiger Wirtewechsel war die Folge, und auch Zwahlen blieb nicht lange.
1913 versuchte noch Richard Diebold sein Glück mit einer Musikhalle. Nur wenig später wagte das Rote Kreuz einen weiteren Versuch und richtete ein Erholungsheim für Frauen ein. Beide Vorhaben scheiterten.
Von 1939 bis 1945 wurde das Gebäude dem Militär zur Verfügung gestellt; nach dem Krieg wurde es abgebrochen.

// Mit diesem Foto wünsche ich erholsame Frühlingsferien. Besonders natürlich allen Lehrpersonen, die – wie wir jetzt wi...
03/04/2026

// Mit diesem Foto wünsche ich erholsame Frühlingsferien. Besonders natürlich allen Lehrpersonen, die – wie wir jetzt wissen – während dieser Zeit eigentlich Schulhausverbot haben.

// Das Ausfüllen der Steuererklärung ist in diesen Tagen sehr präsent. Während die Steuerdaten im Kanton Bern seit 2016 ...
27/03/2026

// Das Ausfüllen der Steuererklärung ist in diesen Tagen sehr präsent. Während die Steuerdaten im Kanton Bern seit 2016 geheim sind, erschien früher jährlich ein öffentliches Steuerregister (Bild 1) – böse Zungen behaupten, dieses Heftchen habe zur meistgelesenen Lektüre gehört. Im vorliegenden Register von 1947 stechen beispielsweise auf Seite 45 (Bild 2) das Einkommen (82’100) und das Vermögen (704’000) eines gewissen Adam Kläsi ins Auge. Doch wer war dieser Adam Kläsi?
Er wurde 1879 geboren und starb 1958. Ab 1913 war er Direktor der Porzellanfabrik Langenthal, 1917 Mitbegründer der Muba in Basel sowie Verwaltungsrat der Bank in Langenthal und der Elektrizitätswerke Wynau. Zudem politisierte Kläsi während zehn Jahren für die FDP im Grossen Gemeinderat von Langenthal.

Adresse

Turnhallenstrasse 22
Langenthal
4900

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