09/06/2026
Bürgerversammlung genehmigt Jahresrechnung 2025 ohne Gegenstimme
Die Bürgerversammlung der Stadt Rapperswil-Jona hat am 9. Juni 2026 die Jahresrechnung 2025 ohne Gegenstimme genehmigt. Der Ertragsüberschuss von 8,33 Millionen Franken wird der Ausgleichsreserve zugewiesen. An der Versammlung nahmen rund 290 Stimmberechtigte teil. Das entspricht 1,52 Prozent aller Stimmberechtigten.
Auf der Traktandenliste stand ein Geschäft: die Genehmigung der Jahresrechnung 2025. Vor der Behandlung des Traktandums informierte der Stadtrat über aktuelle Themen. Dazu gehörten die laufende Aufgaben- und Leistungsüberprüfung sowie ein Zwischenstand zur Anfrage von GLP und SP zur Beteiligung der Profisportvereine an der städtischen Infrastruktur.
Anschliessend erläuterte der Stadtrat die Jahresrechnung 2025 und ordnete das positive Ergebnis in das aktuelle finanzpolitische Umfeld ein. Auch die Geschäftsprüfungskommission GPK nahm Stellung. GPK-Präsident Claudio Rathgeb führte die Einschätzung der Kommission aus. Die GPK empfahl der Bürgerversammlung, die Jahresrechnung 2025 zu genehmigen und den Ertragsüberschuss der Ausgleichsreserve zuzuweisen.
Die Bürgerversammlung folgte dieser Empfehlung und genehmigte die Jahresrechnung 2025 ohne Gegenstimme.
In der allgemeinen Umfrage wurden mehrere Anliegen eingebracht. Michael Rüegg forderte im Namen der GLP, der Stadtrat solle eine Finanzierungsvorlage und einen Zeitplan für die Massnahmen aus dem Gesamtverkehrskonzept vorlegen. Stadtrat Ueli Dobler zeigte auf, welche Massnahmen bereits laufen oder in Planung sind. Der Antrag der GLP fand in der Bürgerversammlung keine Mehrheit.
Die FDP äusserte sich zur laufenden Aufgaben- und Leistungsüberprüfung. Sie forderte weitere Informationen zum Stand der Arbeiten. FDP-Präsident Marco Steg stellte zudem Fragen zum neuen Pflegezentrum Schachen und zu den Kosten im Bildungsbereich. Stadtpräsidentin Barbara Dillier und Schulvorsteher Luca Eberle nahmen dazu Stellung.
Thomas Angehrn brachte ein Anliegen zur Förderung von Photovoltaikanlagen vor. Er appellierte an den Stadtrat, dem Elektrizitätswerk Jona-Rapperswil EWJR einen klaren Auftrag zum Ausbau von Solaranlagen in Rapperswil-Jona zu erteilen. Der zuständige Stadtrat Christian Leutenegger erläuterte die rechtlichen Grundlagen und die Zuständigkeiten. Er wies darauf hin, dass das EWJR als Aktiengesellschaft eigenständig handelt und die Interessen aller Aktionärinnen und Aktionäre berücksichtigen muss. Die Stadt ist nicht alleinige Aktionärin.
Zum Schluss wurde die vor kurzem kommunizierte Vereinheitlichung der Abstimmungspraxis thematisiert. Voten aus den Reihen der GLP, der Grünen sowie von Einzelpersonen wurden vom Stadtrat angehört und zur Kenntnis genommen. Der Stadtrat nahm zudem einen Prüfauftrag entgegen, wonach Sachgeschäfte künftig in einem neu zu schaffenden Bürgerrat beraten werden könnten.
Nach knapp zwei Stunden wurde die Bürgerversammlung geschlossen. Die Gespräche wurden anschliessend beim Apéro weitergeführt.