03/09/2026
Kurzversion:
🔹Öffentlich zugängliche (nicht aktiv gesperrte) Daten von Fahrzeughaltenden wurden bei eAutoindex automatisiert abgerufen
🔹Risiko von Betrugsversuchen vorhanden
🔹Kritisch sein bei E-Mails, SMS etc.
🔹Halterdaten beim Strassenverkehrsamt sperren
Und hier die Langversion:
Über den eAutoIndex wurden Mitte August öffentlich zugängliche Daten von Fahrzeughaltenden der Kantone Aargau, Luzern, Schaffhausen, Waadt und Zug automatisiert abgerufen. Gesperrte oder anderweitig geschützte Daten von Halterinnen und Halter waren nicht betroffen. Aufgrund einer möglichen missbräuchlichen Verwendung der zusammengetragenen Daten rufen die fünf Kantone die Bevölkerung dennoch zu erhöhter Vorsicht auf.
Erpressungsversuch und Risiko von Betrugsversuchen
Im Zusammenhang mit dem Datenabruf kam es gegenüber der Betreiberin des eAutoIndex und dem Kanton Waadt bereits zu Erpressungsversuchen. Die fünf betroffenen Kantone haben bereits oder werden noch Anzeige erstatten. Auf die Forderungen von Kriminellen wird prinzipiell nicht eingegangen.
Die massenhafte Zusammenstellung der Daten von Halterinnen und Halter kann deren missbräuchliche Verwendung erleichtern. Denkbar sind beispielsweise täuschend echt wirkende Zahlungsaufforderungen zu angeblichen Bussen, Gebühren, Motorfahrzeugkontrollen oder ausländischen Mautgebühren.
Die Kantone empfehlen deshalb, unerwartete Schreiben, E-Mails oder SMS kritisch zu prüfen. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn zur raschen Zahlung aufgefordert, persönliche oder finanzielle Angaben verlangt oder über Links zur Eingabe von Daten aufgefordert wird. Im Zweifelsfall sollte die zuständige Behörde über ihre offiziellen Kontaktmöglichkeiten kontaktiert werden.
Fahrzeughalterinnen und Fahrzeughalter können die öffentliche Bekanntgabe ihrer Halterdaten zudem kostenlos über das Strassenverkehrsamt des Wohnkantons sperren lassen