01/03/2021
Worum geht es bei der Abstimmung und warum sind wir so vehement dagegen?
Es geht um das Budget von 112 Millionen Franken, davon Baustein 2 des ZBBS (Zukunft Bahnhof Bern der Stadt, nicht der SBB) mit 36 Millionen für den Hirschengraben (ohne die fertig geplante unterirdische Velostation). Kurz: Es geht um sehr viel Geld für wenig Effekt. In einer Salamitaktik werden Teilstücke der Planung vorgelegt. Der Bubenbergplatz soll erst nach 2035 gestaltet werden. Gleichzeitig wurde versäumt, anstelle des Bubenbergzentrum einen zweiten grosszügigen Bahnhofsplatz zu planen, Abhilfe könnte eine kürzere Unterführung mit Ausgang Bogenschützenstrasse schaffen, wo ein neuer Platz mit Umsteigemöglichkeiten in alle Richtungen entstehen könnte (s. Abb., und www.hirschengrben.be).
Wir fordern eine städtebaulich weitsichtige und integrale Planung des Gebietes Hirschengraben-Bubenbergplatz-Bahnhofsplatz-Bollwerk, kein Flickwerk und neben der Berücksichtigung rein funktionaler Aspekte (Verkehr, Fussgänger*innen, Tram) eine gesamthafte, stadtgestalterische Lösung, einen neuen Stadtraum um den Nicht-Ort Bubenbergplatz und die Revitalisierung des Hirschengraben.
Diese kritische-konstruktive Haltung behindert den Bahnhofsausbau nicht. Vielmehr zwingt ein «Nein» am 7. März die Stadt Bern, rasch eine überzeugende Lösung des gesamten Bahnhofsumfeldes vorzulegen; auch eine Realisierung bis 2027, der geplanten Bahnhofsfertigstellung, wäre gut machbar.
Bäume weg, Denkmal mitten in die Anlage, und Fussgänger unter den Boden?
Wir sagen NEIN!
Die Zerstörungsaktion ist sachlich unnötig.