03/10/2022
Die einzige Konstante im Leben ist die Veränderung.
Darum möchte ich euch gerne Folgendes mitteilen:
Ich werde die Kantonspolizei Basel-Stadt per 31.10.2022 verlassen.
Wie, was, warum, wohin?
Vielleicht habt ihr mitbekommen, dass bei uns zur Zeit eine angespannte Situation herrscht wegen Personalunterbestand. Es ist zu vielen Kündigungen gekommen und uns fehlt der Nachwuchs, was bei gleichbleibender Auftragslage zu massiv steigendem Arbeitsvolumen geführt hat.
In meinem Fall habe ich festgestellt, dass ich in meiner Funktion als Hundeführer im Tourendienst immer öfters in einen Clinch gekommen bin, zwischen Einsätzen und deren Abwicklung und dem Zeitbedarf für Ella. Damit ist nicht in erster Linie das geführte Hundetraining gemeint. Auch kleinere Trainingssequenzen, Milieutraining und simples Versäubern des Hundes gehören zum Alltag eines Hundeführers. Nicht zuletzt litt auch meine Funktion als iCop. Dass es soweit gekommen ist, erstaunt nicht, schliesslich muss die Arbeit gemacht werden. Man stelle sich vor, es geschieht ein Raub und die Polizei geht nicht hin. Logisch, dass dann andere Einsätze, Trainings oder auch hundespezifische Dinge warten müssen.
Ella ist nicht mehr bei mir. Ich könnte weitermachen wie bisher, könnte wieder einen Hund holen. Oder aber ich nehme die veränderte Ausgangslage als Grund für eine Standortbestimmung. Faktoren, die mir bislang nicht so wichtig waren, habe ich in einem anderen Licht betrachtet und anders gewertet. Auch ich werde nicht jünger, darum habe ich ich gefragt, wenn nicht heute, wann dann?
Somit werde ich ab dem 01.11.2022 bei der Polizei Oberes Fricktal mit Standort in Frick anfangen. Ab Frühling dann wieder mit einem Hund.
Ich freue mich schon jetzt auf die neue Herausforderung. Gleichzeitig blicke ich mit Wehmut auf die vergangenen 16 Jahre (das Jubiläum war übrigens am 1. Oktober) zurück und bin sehr dankbar für die gemachten Erfahrungen und Einblicke (positive wie negative), die der Polizeiberuf mit sich bringt. Aber auch für die vielen angenehmen Kontakte, die sich ergaben. Gerade auch in der Funktion als iCop.
Eines möchte ich unbedingt festhalten: Ich verlasse die Kantonspolizei Basel-Stadt nicht wegen meinen Kolleginnen und Kollegen. Basel ist eine schöne Stadt und der Polizeiberuf nach wie vor sehr interessant. Die Probleme mit dem Unterbestand werden gelöst werden, da bin ich überzeugt.
Mein grosser Wunsch ist es aber, im polizeilichen Aussendienst als Hundeführer arbeiten zu können. Aktuell ist das in Basel nicht in dem von mir gewünschten Umfang möglich.
Mein letzter Arbeitstag wird der 20. Oktober sein. Bis dahin führe ich meine Accounts weiterhin. Ab dann übernimmt das Social Media Team.
Ich bleibe also noch ein bisschen online. Die Bilder stammen zum Grossteil aus meiner Anfangszeit. Polizeischule, Vereidigung, Alarmpikett und dann natürlich als Hundeführer.