17/06/2026
Zentrales Thema des Treffens der 🇪🇺EuropaministerInnen in Luxemburg war am Dienstag der kommende mehrjährige Finanzrahmen der EU. 🇦🇹Österreich und mehrere andere Netto-Beitragszahler der Union kritisierten dabei den ersten konkreten Verhandlungsvorschlag, der eine großzügige Ausweitung des Gesamtbudget vorsieht.
🇦🇹🇪🇺 Europaministerin Claudia Bauer forderte substanzielle Kürzungen: "Für Österreich ist das absolut keine Landezone. Österreich befindet sich in einer breiten Allianz von Nettozahlern, die zwei Drittel zum EU-Haushalt beitragen. Es geht auch um eine faire Lastenteilung.“
Für Österreich gehe Qualität vor einem schnellen Abschluss, betonte Bauer. Die Europäische Union solle sich auf einen tatsächlichen Mehrwert für die Bürgerinnen und Bürger für den Standort Europa konzentrieren.
👉„Dazu gehören Wettbewerbsfähigkeit, Forschung, Sicherheit und Migration. Es brauche aber auch eine Vereinfachung auf allen Ebenen, und letztlich müssen die Budgetressourcen auch zur Stärkung des ländlichen Raums beitragen.“
📍Der Rat der Europaminister bereitete auch den am Donnerstag und Freitag stattfindenden EU-Gipfel vor, bei dem es unter anderem auch um die EU-Erweiterung gehen wird. In diesem Zusammenhang forderte Bauer die Gleichbehandlung aller EU-Beitrittskandidaten. 👉„Im Sinne der Glaubwürdigkeit muss die EU auch Wort halten gegenüber den Westbalkanstaaten, die seit mehr als 20 Jahren im Wartezimmer der Union sitzen.“