11/02/2026
Gemeinsam mit vielen Genoss:innen der SPÖ Ottakring beim
🌹 𝗙𝗘𝗕𝗥𝗨𝗔𝗥𝗚𝗘𝗗𝗘𝗡𝗞𝗘𝗡 𝟭𝟵𝟯𝟰 🌹
NIEMALS VERGESSEN - DEMOKRATIE SCHÜTZEN
in Hietzing.
Jährlich zum gedenken und erinnern wir an den Kampf der Sozialdemokratie für Freiheit, Demokratie und Faschismus im Februar 1934.
Der Februar 1934 stellt einen entscheidenden Wendepunkt in der Geschichte Wiens dar und kennzeichnet den Aufstieg des Faschismus, der Österreich und Europa in eine tiefgreifende Krise stürzte.
Die Ereignisse nahmen ihren Anfang am 12. Februar 1934 mit einer polizeilichen Waffensuchaktion im Linzer Parteiheim der Sozialdemokrat:innen, die sich rasch auf weitere Bundesländer ausweitete. In Wien wurden infolgedessen der Landtag und der Gemeinderat aufgelöst sowie Bürgermeister und Stadtsenat abgesetzt.
Am selben Tag diente das Arbeiterkinderheim der Kinderfreunde am Goldmarkplatz in Hietzing als Sammelpunkt des Republikanischen Schutzbundes. Nachdem die Polizei Kenntnis von dieser Versammlung erlangt hatte, leitete sie einen Großeinsatz ein. Nach einem intensiven Feuergefecht zogen sich die Mitglieder des Schutzbundes zurück. Der Schutzbundkommandant Karl Münichreiter, der einem verwundeten Kameraden beistehen wollte, wurde dabei schwer verletzt zurückgelassen. Er wurde festgenommen, trotz seiner Verletzungen einem Standgericht überstellt, in einer nur einstündigen Verhandlung zum Tode verurteilt und am Morgen des 14. Februar 1934 hingerichtet.
Am 15. Februar 1934 fanden die Februarkämpfe ihr Ende, als der verbleibende Widerstand der Sozialdemokratie durch die militärische Überlegenheit zerschlagen wurde. Die Widerstandskämpfer, die weder getötet noch gefangen genommen wurden, suchten Exil im Ausland oder gingen in den Untergrund.
Anschließend wurden die Sozialdemokratische Arbeiterpartei, die Freien Gewerkschaften und sämtliche sozialdemokratischen Organisationen verboten. Mit der Verabschiedung der Verfassung des austrofaschistischen Ständestaates am 1. Mai 1934 war das Ende der Ersten Republik de facto besiegelt.
Auf dem Programm standen:
Begrüßung durch LAbg. GR Mag. Marcus Schober, Vorsitzender der Wiener SPÖ-Bildung
Ansprache: Bürgermeister Dr. Michael Ludwig, Parteivorsitzender der SPÖ-Wien
Gespräche mit:
• Dr. Gerald Netzl, Vorsitzender des Bundes Sozialdemokratischer FreiheitskämpferInnen, Opfer des Faschismus und aktiver AntifaschistInnen,
• Lena Stern, Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Wien
• LAbg. GR Mag. Alexander Ackerl, Vorsitzender der Jungen Generation Wien
Moderation: Martina Canori-Buchhart, MA, Bildungssekretärin der SPÖ-Wien
“Ich sterbe. Weil es einer (sein) muss.”Dialoge von Karl jun., Leopoldine und Karl MünichreiterLesung: LAbg. GRin Mag.a Nina Abrahamczik und Bernd Herger, BSc
Performance: Adrian Dorfmeister-Pölzer
• Dritter Präsident des Wiener Landtags Prof. Dr. Gerhard Schmid, SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender und Bezirksvorsitzender SPÖ-Hietzing
Musik: Gruppe Morgenrot
Bund sozialdemokratischer Freiheitskämpfer/innen
SPÖ Wien
Junge Generation Wien
Sozialistische Jugend Wien
Wiener SPÖ-Bildung
🎞 © Gerhard Antes