23/08/2026
Der soziale Wohnbau ist das unverrückbare Fundament des Roten Wien. Seit über einem Jahrhundert garantieren die Gemeindebauten bezahlbares Wohnen und soziale Absicherung. Sie dürfen niemals zur Spekulationsmasse verkommen. Gerade jetzt, wo die Mietpreise explodieren, braucht es einen massiven Ausbau des öffentlichen Wohnungssektors – und keinesfalls dessen Privatisierung.
Der Donaustädter Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy äußerte sich in veröffentlichten Protokollen zur Privatisierung von Gemeindewohnungen. Unabhängig davon, wie diese Aufzeichnungen an die Öffentlichkeit gelangten, bleiben seine Worte bestehen – und sie stellen einen offenen Angriff auf das Kernstück der roten Stadtpolitik dar. Zugleich wird der Eindruck erweckt, als seien Entscheidungen im Hinterzimmer gang und gäbe. Eine Stadtpolitik, die hinter verschlossenen Türen über grundlegende Zukunftsfragen verhandelt, ist untragbar.
Gerade in einer Zeit, in der junge Menschen zunehmend das Vertrauen in politische Institutionen verlieren, schürt dieses intransparente Verhalten zusätzlich die Entfremdung und den Glaubwürdigkeitsverlust.
Halbherzige Rechtfertigungen oder vage Bedauernserklärungen reichen hier bei Weitem nicht aus. Attacken auf den sozialen Wohnbau sowie undurchsichtige Machtspiele haben im Roten Wien keinen Platz. Dieses Fehlverhalten muss personelle Konsequenzen nach sich ziehen.
Ernst Nevrivy kommt seiner Verantwortung nur durch einen sofortigen Rücktritt von seinem Amt als Bezirksvorsteher nach!