31/08/2026
🕯️ Am 21. August ist in Villach eine 28-jährige Frau nach einem Streit so schwer verletzt worden, dass sie starb. Der Tatverdächtige, ihr Partner, sitzt in U-Haft. Er bestreitet eine Tötungsabsicht.
Was in diesem Fall passiert ist, klärt die Justiz. Was wir längst wissen:
Österreich ist eines der wenigen Länder Europas, in denen mehr Frauen als Männer ermordet werden. Fast immer von Partnern, Ex-Partnern oder Männern aus dem engsten Umfeld. Und jedes Mal folgt dasselbe Ritual: Betroffenheit, Kerzen, Schweigeminute, weiter wie bisher.
Damit muss Schluss sein. Wir fordern:
🏠 Genug Frauenhausplätze in ganz Kärnten, so wie es die Istanbul-Konvention seit Jahren vorschreibt
💶 Gewaltschutz endlich ausfinanzieren statt jedes Jahr um Almosen betteln zu lassen
🎓 Verpflichtende Gewaltprävention und Bubenarbeit in Schule und Lehre, ab der Unterstufe
🚨 Betretungsverbote konsequent kontrollieren statt auf Papier verwalten
🧠 Anti-Gewalt-Trainings für Gefährder, verpflichtend und flächendeckend
🔑 Leistbaren Wohnraum, damit Frauen gehen können, wenn sie gehen wollen
📊 Eine ehrliche Statistik, die Femizide als das benennt, was sie sind
Nichts davon ist neu. Das alles liegt seit Jahren auf dem Tisch, Expertinnen sagen es der Politik seit Jahren. Es scheitert nicht am Wissen, es scheitert am Willen. Wer Gewaltschutz kaputtspart, darf sich das nächste Mal die Betroffenheit sparen.
Und an alle: Gewalt fängt nicht beim Schlag an, sondern bei Kontrolle, Kleinmachen und Eifersucht, die als Liebe verkauft wird. Schau nicht weg.
📞 Frauenhelpline gegen Gewalt: 0800 222 555, rund um die Uhr, kostenlos, anonym
🚔 Bei akuter Gefahr: 133