16/05/2026
Wie streng gehts beim Sozialpädagogischen Therapeutischen Klettern zu?
Ich finde, dieses Bild hat zwei Messages. Eine, über ein ambitioniert und fokussiert kletterndes Mädchen. Eine andere, über einen Erwachsenen, der es von unten antreibt und Anweisungen gibt, wie es klettern soll. Der Erwachsene wirkt recht streng. Zu streng.
Das Bild stammt von einem Shooting aus der Zeit, als ich mit dem Sozialpädagogischen Therapeutischen Klettern begonnen habe. Es ist ein gestelltes Foto und die beiden Messages sind nicht echt. Die Wirkung der Personen ist glücklicherweise zufällig.
In meinem Angebot bin ich bemüht, die sportliche Performance im Hintergrund zu lassen. Es geht vielmehr um Freude, Spiel und Beziehung. Manchmal geht es auch nur darum, anderen zuzusehen oder zu quatschen. Am liebsten ist mir, wenn meine KundInnen selbst kreativ sind und entscheiden, was wir mit der gemeinsamen Zeit anfangen. Wenn sie sich dabei auch sportlich entwickeln - schön und gut. Aber in einer Gesellschaft, in der Leistung und Anpassung zu den ultimativen Maßstäben geworden sind, möchte ich einen Raum schaffen, der den Wert und die Wirkung der Menschen anders definiert.
Klar gibt es Regeln. Und manchmal muss ich deren Einhaltung mehr oder weniger klar einfordern. Etwa, dass man in der Kletterhalle den Sturzbereich anderer freihält oder sich wertschätzend verhält. Das war aber bisher nie das Problem.
Wenn das Tun als Freude empfunden und der Rahmen als sicher erlebt werden, kommt Entwicklung von ganz alleine!