Bunte Männerwelten
Die Berater der Beratungsstelle männer|welten beraten freilich nicht nur Männer mit einem Gewalthintergrund, sondern Männer mit den verschiedensten Fragen und Problemstellungen. Sie betreffen: Partnerschaft, Beruf, Vater-Sein, Sexualität – oder Mann-Sein allgemein. Häufig geht es in der Beratungsarbeit um Fragen sozialer Kompetenz. Dabei werden von den Beratern in der Regel dre
i Pfeiler bzw. „Hauptkonzepte“ besonders beleuchtet, die aufeinander verweisen
Grenzen/Abgrenzung
Kommunikation/Kontakt
Verantwortung
Gewaltprävention: Workshops, Schulungen, Arbeit mit Gruppen
Die Gewaltprävention ist ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit der männer|welten. Sie setzt im Schul- und Jugendbereich an und thematisiert Männerrollen und Vorstellungen, wie Mann zu sein hat. Dies geschieht häufig in Workshop-Form mit spielerischen und kreativen Mitteln. Auf dieser Grundlage kann dann das Thema Gewalt in einem weiteren und einem engeren Sinn bearbeitet werden. Gruppendynamisch werden die wichtigsten Bestandteile einer gelungenen – gewaltfreien – Kommunikation erarbeitet: Kontakt, Respekt, Fairness, Verantwortung, Verbindlichkeit. Diese Burschenarbeit muss von Fort- und Weiterbildungen der LehrerInnen und Betreuungspersonen flankiert werden. Gerade diese sind als erwachsene Bezugspersonen die „Modelle“, an denen Verhalten gelernt wird. Im Erwachsenenbereich veranstalten die männer|welten auch Männergruppen, bei denen das Verstehen der eigenen Gefühle und deren Kommunikation an andere „geübt“ werden. Unsere Berater
Um die Qualität der Gewaltprävention und Männerberatung zu gewährleisten, sind die Männer- und Gewaltberater der Salzburger Beratungsstelle „Männerwelten“ von ihrer Grundausbildung zunächst Erziehungswissenschaftler, Pädagogen, Psychologen, Kommunikationswissenschafter, Soziologen, Sozialarbeiter oder Therapeuten. Gewaltberater in unserer Beratungsstelle müssen eine mehrjährige geschlechtsspezifische Ausbildung absolvieren, wie beispielsweise die Ausbildung zum Gewaltberater und Gewaltpädagogen nach dem Hamburger Modell (Institut Lempert, Beratungsforum Oelemann, etc.), oder vergleichbare Qualifikationen und einen entsprechenden Erfahrungshintergrund in der Arbeit mit Gewalttätern aufweisen. Qualitätssicherung
Regelmäßige Intervisionsstunden, monatliche Team-Supervision und fallweise Einzelsupervision, seit 2006 bei der Psychotherapeutin Elke Sengmüller, sind Voraussetzung zur nachhaltigen Qualitätssicherung der Beratungstätigkeit. Regelmäßige externe und interne Fort- und Weiterbildungen im Bereich der Männer- und Gewaltberatung sind ebenfalls ein wesentlicher und unverzichtbarer Standard. Die Männer- und Gewaltberater berücksichtigen im Klientenkontakt Gewalt- und Aggressionstheorien, Theorien der sexualisierten Gewalt, Theorien der Beziehungs- und Gruppengewalt, gestaltpsychologische und gesprächstherapeutische Kommunikations- und Interaktionstheorien, Paar- und Kollusionsmodelle, Konfluenz- und Isolationstheorien, Modelle der Eskalation und Deeskalation sowie männliche Krisen- und Identitätstheorien. Besonderes Augenmerk wird auf lösungsorientierte Methoden und Interventionen gelegt.