30/08/2025
Danke für Deinen wichtigen Besuch und die interessanten Gespräche, liebe Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner 🙏
Gruppenbild mit Herrn - Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner mit K.O.-Tropfen-Aktion
Salzburg. Beim Besuch von Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner stand die Stärkung von Frauenrechten und Gewaltschutz im Mittelpunkt. Gemeinsam mit der Salzburger SPÖ-Frauenvorsitzenden Karin Dollinger und Sozial- und Frauenstadträtin Andrea Brandner wurde über die Herausforderungen in Salzburg diskutiert. Diese reichen von den Frauenhäusern bis hin zu lokalen Projekten wie StoP Partnergewalt.
Jede Frau muss frei und sicher leben können.
„Jede Frau will frei und sicher leben können - zuhause, am Arbeitsplatz und im öffentlichen Raum", sagt die Frauenministerin. Mit dem Nationalen Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen (NAP) will die Bundesregierung die Sicherheit erhöhen und Lücken im Gewaltschutz schließen. "Bei der Prävention müssen wir früh ansetzen, denn Gewalt beginnt oft schleichend mit Herabwürdigungen, Übergriffen und Besitzansprüchen".
Im Sommer startete die Informationskampagne des Frauenministeriums zu K.O.-Tropfen, "feiern muss ohne Folgen möglich sein. K.O.-Tropfen sind ein Verbrechen und kein Kavaliersdelikt". so Holzleitner. "Den Tätern muss klar sein: wir haben sie im Blick. Zivilcourage ist wichtig. Gemeinsam hinschauen, bevor es gefährlich ist“.
Frauenhäuser seien wichtig, aber würden ausgerechnet in Salzburg nicht in Ruhe arbeiten können. "Zuerst kam es zur Schließung des Frauenhauses in Hallein mitten in der Coronakrise. Dann wurde das Pinzgauer Frauenhaus neu gebaut, was zu Umstrukturierungen und neuen Rahmenbedingungen führte. Nun sollen noch die Leistungen anders ausgeschrieben werden", so Karin Dollinger. "Nicht nur dass damit das Vertrauen der Frauen sinkt, sich an ein Frauenhaus zu wenden, insbesondere in der Nachbetreuung, denn wer will schon seine privateste Gewalterfahrung ständig einer neuen Umgebung Preis geben, es führt auch dazu, dass jahrelang eingearbeitetes Personal ausgewechselt wird. Das zerstört Vertrauen und kostet eingespielte Fachkräfte, nur um Geld zu sparen. Ein fatales Signal“, kritisiert SPÖ-Frauenvorsitzende Karin Dollinger.
Während die Landesregierung insgesamt über 130 Millionen Euro in Prestigeprojekte, wie die Antheringer Au (37,3 Mio.), das Fort Kniepass (14 Mio.), das Domquartier (33 Mio.) oder das Belvedere (48 Mio.) steckt, wird gleichzeitig bei Frauen, Jugendlichen und Senioren gekürzt: Heizkostenzuschuss gesenkt, Jugendhilfe gestrichen, Community Nurses abgeschafft. „Frauenhäuser dürfen nicht länger Spielball von Ausschreibungen und Einsparungen sein. Wir brauchen Verlässlichkeit für Betroffene und Personal“, so Dollinger.
Unterstützung kommt sie auch von einer der drei SPÖ-Vorsitzenden in Salzburg, Thöny, die die Petition für das Frauenhaus mitträgt. (Petition Frauenhaus Pinzgau). Darin wird der Erhalt des Konzepts in der aktuellen Form gefordert.
Foto: Stadt Salzburg.at/Rocio Escabosa
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