Orte des Gedenkens

Orte des Gedenkens Zur Erinnerung an Widerstandskämpfer*innen wird in jedem Bezirk in Salzburg einen Gedenkort errichtet.

Mit einer Lesung von O.P. Zier fand am Donnerstagabend in der kultur:plattform das Projekt Orte des Gedenkens in St. Joh...
06/06/2025

Mit einer Lesung von O.P. Zier fand am Donnerstagabend in der kultur:plattform das Projekt Orte des Gedenkens in St. Johann seinen feierlichen Ausklang. Rund ein Jahr lang widmete sich das Projekt der Auseinandersetzung mit dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus in der Region – künstlerisch, musikalisch, filmisch und schließlich literarisch.

Der Schriftsteller O. P. Zier stand zum Abschluss im Mittelpunkt des Abends. Der in St. Johann lebende Autor las aus seinem vielbeachteten Roman „Schonzeit“, der den lokalen Widerstand gegen den Nationalsozialismus dem politischen Fanatismus Vieler entgegensetzt. Ergänzt wurde die Lesung durch ausgewählte Essays und Kurztexte, in denen er lokale Begebenheiten, das kollektive Erinnern und die lange verdrängten Nachwirkungen der NS-Zeit thematisierte. Zier ist eine bedeutende Stimme der regionalen Gedenkkultur, die weit über Österreichs Grenzen hinaus große Anerkennung findet und mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet wurde.

„Ohne die Unterstützung zahlreicher engagierter Menschen und unserer Kooperationspartner*innen wäre vieles nicht möglich gewesen“, betonte das Projektteam in seinem abschließenden Dank an alle Mitwirkenden. Die Arbeitsgemeinschaft arbeitete eng mit der kultur:plattform St. Johann, der Geschichtswerkstatt St. Johann und der Stadt St. Johann im Pongau zusammen.

11/05/2025
Salzburg24 war beim Gesprächsabend in St. Johann im Pongau zum Unterstützungswiderstand auch dabei und hat diesen Artike...
26/01/2025

Salzburg24 war beim Gesprächsabend in St. Johann im Pongau zum Unterstützungswiderstand auch dabei und hat diesen Artikel geschrieben.

Der Widerstand im Nationalsozialismus hatte viele Gesichter – so auch im Salzburger Innergebirg. Dort versteckte sich im Sommer 1944 eine Gruppe von Männern, die von der Gestapo gesucht wurde. Geholfen wurde ihnen von zahlreichen Menschen in den Dörfern rund um Goldegg. Welche entscheidende Roll...

Warum werden Menschen widerständig, oder helfen bei widerständigen Taten, obwohl sie Konsequenzen fürchten müssen? 65 In...
24/01/2025

Warum werden Menschen widerständig, oder helfen bei widerständigen Taten, obwohl sie Konsequenzen fürchten müssen? 65 Interessierte besuchten am Donnerstagabend das Gespräch zum Unterstützungswiderstand in der kultur:plattform st.johann/pg. "Widerstand ist gar nicht möglich ohne Unterstützungsnetzwerke", sagte Historiker Winfried Garscher, der langjährige Archivar des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes (Döw).

Zu Gast war auch die Sozial- und Kulturarbeiterin Elfriede Oblasser. Wegen der Unterstützung von „Goldegger Deserteuren“ wurden mehrere Familienmitglieder in KZs interniert. "Ich wollte immer, dass die was erzählt, aber sie hat sich geweigert darüber zu reden", sagt Oblasser über ihre Großtante Magarethe, die mithalf den Anführer der „Goldegger Deserteure“ Karl Rupitsch nach einem Gefängnisausbruch bei ihrer Familie zu verstecken. Ihre Hilfestellung hatte Auswirkungen auf die ganze Familie. Elfriede Oblasser nennt diese Handlungen auch "Gebirgsanarchismus".

ACHTUNG ABSAGE: Die heutige Podiumsdiskussion „Kriegsdienstverweigerung und Desertation“ mit Peter Pirker undVerena Lorb...
20/11/2024

ACHTUNG ABSAGE: Die heutige Podiumsdiskussion „Kriegsdienstverweigerung und Desertation“ mit Peter Pirker und
Verena Lorber in St. Johann im Pongau muss leider wegen mehrerer Krankheitsfälle kurzfristig abgesagt werden.

Mittwoch 20. November 2024, 19:00 Uhr
kultur:plattform, Ing.-Ludwig-Pech-St. 7, St. Johann im Pongau

Das Team von Orte des Gedenkens bittet um Verständnis und freut sich Sie bei den kommenden Veranstaltungen wieder begrüßen zu dürfen.

Im Juli 1944 jagten mehr als eintausend Mann der SS und Gestapo Deserteure rund um den Böndlsee in Goldegg. Doch nicht n...
10/06/2024

Im Juli 1944 jagten mehr als eintausend Mann der SS und Gestapo Deserteure rund um den Böndlsee in Goldegg. Doch nicht nur Deserteuere wurden verhaftet, gefoltert und ermordet, sondern auch jene, die sie unterstützt hatten. Die Deserteure mussten sich bei jemanden verstecken, sie mussten versorgt, im Krankheitsfall gepflegt oder bei akuter Gefahr gewarnt werden. Dazu bedurfte es mehrerer Personen, die meistens nicht nur auf Grund politischer Motivation handelten, sondern einfach aus Mitmenschlichkeit, Toleranz und Freigiebigkeit oder aus anderen Gründen.

Der Pionier zur Aufarbeitung der Geschichte der Goldegger Deserteuer Michael Mooslechner führte am Samstag rund 20 Menschen bei einer Gedenkwanderung rund um den Böndlsee. Er berichtete ausführliche über jene, die wegen Desertation oder Kriegsdienstverweigerung untertauchten und jene, die ihnen halfen. Auch am 2014 errichteten Gedenkstein für die Opfer in Goldegg wurde ein Halt gemacht und die Geschichte der Aufarbeitung ausführlich erörtert.

Noch ein Fotorückblick zur Eröffnung von Orte des Gedenkens in St. Johann im Pongau. Rund 120 Menschen kamen zum Auftakt...
17/05/2024

Noch ein Fotorückblick zur Eröffnung von Orte des Gedenkens in St. Johann im Pongau. Rund 120 Menschen kamen zum Auftakt in der kultur:plattform st.johann/pg. Hildegard Fraueneder, Albert Lichtblau und Robert Obermair vom Projektteam stellten die historische Forschung, das Kunstprojekt von Tatiana Lecomte und das Gesamtprojekt vor. Mieze Medusa und Markus Köhler performten zusammen mit Bertl Mütter ihr Widerstandspoem. Altbürgermeister Günther Mitterer (ÖVP) sprach über die Kooperation mit der Gemeinde.

Anschließend ging es gemeinsam noch zum Stadtrundgang zur Annakapelle, wo die Erläuterungstafel zum Lobisser-Fresko enthüllt wurde. Beim sogenannten Gassner-Haus, wo heute der Metalshop untergebracht ist, trafen sich die Gäste erneut. Gegenüber wurde die Brücke über der Wagrainer Ache zur Theresia und Alois Buder-Brücke benannt. Bürgermeisterin Eveline Huber (SPÖ) und Nachkomme Erwin Buder enthüllten die neuen Tafeln. Annemarie Zierlinger von der Geschichtswerkstatt erläuterte dann im Hof noch die historischen Zusammenhänge.

Ein Bericht in der Sonntags-Krone über die Eröffnung am 11. Mai in St. Johann im Pongau.
29/04/2024

Ein Bericht in der Sonntags-Krone über die Eröffnung am 11. Mai in St. Johann im Pongau.

Der Orf Salzburg berichtet über unsere bevorstehende Eröffnung in St. Johann.
23/04/2024

Der Orf Salzburg berichtet über unsere bevorstehende Eröffnung in St. Johann.

Der Filmabend Agnes Primocic im Keltenmuseum Hallein am Mittwoch war gut besucht. Rund 50 Interessierte kamen zur Verans...
17/11/2023

Der Filmabend Agnes Primocic im Keltenmuseum Hallein am Mittwoch war gut besucht. Rund 50 Interessierte kamen zur Veranstaltung von Orte des Gedenkens. Gezeigt wurden Ausschnitte aus "Küchengespräche mit Rebellinnen" und "Nicht stillhalten, wenn unrecht geschieht".

Zu Gast am Podium waren Dokumentarfilmerin Karin Berger, Historikerin Ingrid Bauer und Wolfgang Pfeiffer, dem Enkelsohn von Agnes Primocic. Durch den Abend führte Historiker Albert Lichtblau vom Projektteam Orte des Gedenkens.

Berger erzählte Hintergründe zum Interview mit der kommunistischen Widerstandskämpferin. Ingrid Bauer hat noch weitere Details zu Primocic Biografie. Und Wolfgang Pfeiffer erzählte von ganz persönlichen Erlebnissen und Gesprächen mit seiner Oma, der "resoluten, offenen, liebenswerten, lebensfreudigen und belesen Frau", wie er sie beschrieb.

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Salzburg
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