Landesverband Hospiz Burgenland

11/09/2024
Leben – ein stetiger WandelTag und Nacht wechseln sich ab, auf Ebbe folgt Flut, nach Regen kommt auch wieder Sonnenschei...
09/09/2024

Leben – ein stetiger Wandel

Tag und Nacht wechseln sich ab, auf Ebbe folgt Flut, nach Regen kommt auch wieder Sonnenschein. Es gibt zahlreiche Weisheiten und Redewendungen, die uns darauf hinweisen, dass Leben ein ständiges Kommen und Gehen ist. Doch fällt uns diese Ziehen lassen und Einstellen auf neue Situationen und Gegebenheiten oft nicht ganz so leicht.
Womöglich werden auch einige Kinder und Jugendliche in diesen Tagen an „Altem“ festhalten wollen. Mit dem Schulbeginn steht der „Ernst des Lebens“ wieder vor der Tür; vorbei mit der Unbeschwertheit und Leichtigkeit könnte man meinen.
Doch ist das wirklich der Fall?
Liegt die Leichtigkeit des Lebens tatsächlich an äußeren Gegebenheiten? Oder ist es nicht eher eine Frage der mentalen Einstellung, der Hingabe zu dem jetzigen Moment? Liegt nicht in jeder Erfahrung, in jeder Situation ein Wunder des SEINs, das wir erfahren und loslassen dürfen? Wozu an etwas festhalten, das uns zurückhält und uns daran hindert, neue Erfahrungen zu machen und zu erleben, was das Leben noch so für uns bereithält? Was, wenn das, was auf uns wartet viel schöner, aufregender ist, als wir es uns je vorstellen können, es aber nicht kommen kann, weil wir an Vergangenem festhalten?
So laden wir ein, loszulassen, das Leben fließen zu lassen, zu sehen und erleben, was kommt – in jedem Moment. In diesem Sinne wünschen wir allen Schülerinnen und Schülern einen wundervollen Start in das neue Schuljahr und die Erfahrung der Leichtigkeit des SEINs in jedem Moment.

Text und Foto: Martina Saurer, ehrenamtliche Hospiz Begleiterin

Hier noch schnell eine Aufgabe zu erledigen, da noch ein Termin, den ich wahrnehmen soll, ach ja, die Kinder und der Hun...
28/08/2024

Hier noch schnell eine Aufgabe zu erledigen, da noch ein Termin, den ich wahrnehmen soll, ach ja, die Kinder und der Hund wollen auch noch bespaßt werden und da ist dann auch noch das Dinner-Date mit meinem Mann ...
Volle Terminkalender - sowohl im Beruf als auch privat - lassen uns immer häufiger die essenziellen Dinge des MenschSEINs vergessen. Alles soll und muss schnell gehen, jede Sekunde einer Verschnaufpause könnte von anderen als Faulenzen angesehen werden und - ganz ehrlich - selbst fühlt man sich in solchen Situationen auch nicht wirklich wohl – man denke nur an das Warten in einer Kassa-Schlange. Bewusst nehmen wir uns viel zu selten die Zeit, um zur Ruhe zu kommen, den Blick nach innen zu richten. Erst dann, wenn uns ein Schicksalsschlag, äußere Umstände wirklich dazu zwingen, nehmen wir uns bewusst diese so wertvolle Zeit für uns, unsere wahren Bedürfnisse, legen den Fokus auf das Wesentliche, nehmen Tempo aus dem Alltagsgeschehen und hören vielleicht sogar mehr auf unser Herz als auf die Stimmen, die laufend in unserem Kopf herumschwirren.
Dem Innehalten liegt so unendlich viel Kraft zu Grunde – unser Atem wird bewusster, wir entdecken Kleinigkeiten im Alltag, die uns verzaubern, wir strahlen eine unvergleichliche Ruhe und Liebe auf unser Gegenüber aus und all die Kreativität, die in uns verbogen schlummert, kommt an die Oberfläche. So frage ich mich, warum darauf warten, dass ich zu solch positiven und hochschwingenden Erfahrungen gezwungen werde, wenn ich mich doch selbst dafür entscheiden kann. Was bedeutet mir die fünfte Louis Vuitton-Tasche, die nächste höhere Position, der noch exklusivere Urlaub? Welchen Stellenwert haben diese Dinge für mich im Vergleich zu innerem Frieden, der Ruhe in mir und der Liebe, die mit nichts anderem zu vergleichen ist? Und auch wenn diese äußeren Dinge einen hohen Stellenwert im Leben haben, so ist es doch die Stille, aus der die Kraft und das Schöpferische kommen.
So laden wir Sie ein, bewusst innezuhalten, wenn es auch nur für ein paar Minuten ist – es ist überall und jederzeit möglich.

Text und Foto: Martina Saurer, Ehrenamtliche Hospizbegleiterin

Die vielen Erfahrungen und das Gelernte hier anzuführen, würde den Rahmen sprengen. Daher laden wir Euch ein, an der Inf...
21/08/2024

Die vielen Erfahrungen und das Gelernte hier anzuführen, würde den Rahmen sprengen. Daher laden wir Euch ein, an der Infoveranstaltung für den Grundkurs für Lebens-, Sterbe- und Trauerbegleitung teilzunehmen und alles aus erster Hand zu erfahren.

Ein kurzer Erfahrungsbericht:
"Der Hospizkurs war für mich eine ganz besondere Erfahrung, sowohl was das Erlebnis von Gemeinschaft, als auch die angesprochenen Themen betraf. Das Thema Demenz ist ein sehr umfangreiches und in jedem Stadium eine Herausforderung. Der Versuch, auf betroffene Menschen in unterschiedlichr Art und Weise einzugehen, erfordert jedes Mal einen anderen Zugang"
Beatrix Schuh, Teilnehmerin beim letzten Grundkurs und mittlerweile Ehrenamtliche Hospizbegleiterin.

Gemeinschaftsprojekt „Lebenshorizonte im Burgenland“Anlässlich des 30jährigen Bestehens des Dachverbandes  Österreich 20...
14/08/2024

Gemeinschaftsprojekt „Lebenshorizonte im Burgenland“

Anlässlich des 30jährigen Bestehens des Dachverbandes Österreich 2023 wurde unter der Beteiligung folgender Kooperationspartner ein Gemeinschaftsprojekt ins Leben gerufen und in Form einer Fotoshow umgesetzt: MOKI, , Burgenland, Mobile Palliativbetreuung, Klinik Oberwart – Palliativstation, Landesverband Hospiz Burgenland.

Das Projekt trug den Titel: „Lebenshorizonte im Burgenland“
https://www.das-foto.at/fotos/2023/202305_lebenshorizonte/video.html

Foto: Alexander Horwath

Was wäre, wenn...Selbstbestimmtes Sterben KANN genau so selbstverständlich sein wie selbstbestimmtes Leben, wenn man sic...
07/08/2024

Was wäre, wenn...

Selbstbestimmtes Sterben KANN genau so selbstverständlich sein wie
selbstbestimmtes Leben, wenn man sich dazu entscheidet.

Was ist mir wichtig am Lebensende?
Was will ich? Und was will ich nicht?
Wer sollte für mich entscheiden?
Wo und wie würde ich gerne sterben?
Wann hat das Leben für mich noch einen Sinn,
bzw. Lebensqualität bedeutet (im Moment) für mich...

Weiterführende Informationen und Hilfestellungen finden Sie unter folgendem Link:
https://www.hospiz.at/betroffene/fuer-erwachsene/entscheidungen-am-lebensende/
Österreich

Entscheidungen für das Lebensende Klare Regelungen am Lebensende machen vieles leichter – für die Betroffenen ebenso wie für ihre Angehörigen und die beteiligten MedizinerInnen und PflegerInnen. Wer sich mit den Entscheidungen für das Lebensende auseinandersetzt, solange er/sie noch entscheid...

getragen                               vom Fluss des Lebens                                    sehnsuchtsvoll           ...
31/07/2024

getragen
vom Fluss des Lebens
sehnsuchtsvoll
dankbar
getragen

Text und Foto: Daniela Horwath, Geschäftsführerin Landesverband Hospiz Burgenland.

Der Landesverein HOSPIZ Burgenland wünscht Ihnen farbenfrohe Tage,
die begleitet sind von Sehnsucht und Dankbarkeit im Herzen
und vom Vertrauen des sich getragen Fühlens …

Urlaubszeit ist Lesezeit! Michaela Mühl  , ehrenamtliche Hospizbegleiterin und passionierte Leserin, hat uns teamintern ...
26/07/2024

Urlaubszeit ist Lesezeit!
Michaela Mühl , ehrenamtliche Hospizbegleiterin und passionierte Leserin, hat uns teamintern dieses Buch empfohlen, und das möchten wir gerne mit euch teilen:

„Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster“ von Susann Pasztor, erschienen im Jahr 2017 im Verlag Kiepenheuer und Witsch.
Die deutsche Autorin, Jahrgang 1957, hat einen wunderbaren Roman zum Thema „Sterbebegleitung“ verfasst, der in Kapitelform geschrieben ist und jeweils die Sicht der einzelnen Protagonisten darstellt.
Die Hauptfiguren in dieser Geschichte sind ein alleinerziehender Vater – Fred, im Hauptberuf Angestellter und seit Neuestem Sterbebegleiter, sein 13-jähriger Sohn Phil und die dem Tod geweihte, aber etwas eigene Frau Karla, die Fred´s erste Klientin in der Sterbebegleitung ist.
Der Autorin gelingt es mühelos, die Charaktere der einzelnen Personen und deren Beziehungen zueinander darzustellen, die sich anfangs ein wenig aussichtslos darstellen, aber in weiterer Folge sehr gefühlvoll zueinander werden, wenn auch nicht ohne Konflikte. Das Thema Sterben wird sehr klar zum Ausdruck gebracht, Dinge werden beim Namen genannt, viel Klarheit wird geschaffen.

„Dieser Roman ist keiner, der Angst vorm Sterben macht. Im Gegenteil. Er macht Lust auf das Leben. Jetzt.“ wird Christine Westermann, deutsche Moderatorin, Journalistin und Autorin zitiert. Und genau so fühlt es sich beim Lesen an……

24/07/2024

„Sterben können wir nicht in Kursen erlernen oder üben, was nicht bedeutet, dass wir uns nicht vorbereiten können.“

Der KofferWas hat ein Koffer mit meiner „hospizlichen Haltung“ zu tun?Die vielen Seiten eines KoffersEin- bis zweimal wö...
24/07/2024

Der Koffer
Was hat ein Koffer mit meiner „hospizlichen Haltung“ zu tun?
Die vielen Seiten eines Koffers

Ein- bis zweimal wöchentlich besuche ich Bewohner*innen in einem Altenpflegeheim. Manchmal betrete und verlasse ich es durch den Keller. Nun steht schon seit Wochen ein beiger Koffer beim Ausgang. Darauf liegt ein Zettel, vermutlich mit dem Namen des Besitzers drauf.
Je öfter ich an dem Koffer vorbeigehe, je länger der Koffer am selben Platz steht, desto mehr Gedanken kommen mir in den Sinn. Sind vielleicht die letzten Habseligkeiten einer Person darin. Oder wurde der beim Umzug in ein anderes Heim vergessen.
Was ist die Geschichte hinter dem Koffer? Warum steht er hier?

Wenn man einen Menschen trifft, unabhängig von der Situation oder dem Alter, oder sonstigem, trägt jede*r ihren/seinen Koffer mit sich.

Manche Menschen, wie zum Beispiel wir in der Hospizbegleitung, haben auch noch einen weiteren, speziellen Koffer dabei. Hier tragen wir all unser „Werkzeug“ mit uns: Empathisches Zuhören, aufrichtige Anteilnahme am Schicksal anderer Menschen, solidarisches Mitaushalten von Ohnmachtsgefühlen, Erlerntes, Erlebtes, aber auch Gehörtes im Austausch, … dass wir individuell anwenden können.

Während einer Begleitung treffen wir auf viele Koffer. Koffer voller Sorgen und Ängste, aber auch Koffer gefüllt mit Leben, Erinnerungen, Liebe, Abenteuer.
Je nachdem, womit der Koffer gefüllt ist und welche Geschichte hinter dem Koffer steht, auf den wir treffen, richten wir eine ganz individuelle Lebens-, Sterbe- und Trauerbegleitung aus.

Wochen später kenne ich die Geschichte hinter dem Koffer vom Anfang des Beitrags noch immer nicht. Manchmal muss man es akzeptieren, aushalten, dass ein Koffer verschlossen bleibt.

Wir haben keine Universal-Schlüssel, aber wir sind da. Und wenn man uns den Schlüssel reicht, werden wir den Koffer öffnen, und dem Inhalt und der Geschichte dahinter mit Würde und Ehrfurcht begegnen und respektieren. und Wir werden helfen, den Koffer ein Stück zu tragen. Ganz egal, wohin die Lebensreise geht.

Text und Foto: Pfeffer, Ehrenamtliche Hospizbegleiterin

Wie ein TanzDie Begleitung von Menschen in der letzten Phase ihres Lebens fällt nicht leicht, viele Menschen sehen das a...
17/07/2024

Wie ein Tanz

Die Begleitung von Menschen in der letzten Phase ihres Lebens fällt nicht leicht, viele Menschen sehen das als große Herausforderung, fühlen sich ohnmächtig oder hilflos.
Ich erlebe diese Begleitungen als sehr kostbar. Es ist ein besonderes Geschenk, wenn Menschen mich als ihre Begleitung auserwählen, mich an ihrer Seite haben wollen.
Sterbebegleitung ist viel einfacher als Trauerbegleitung, da bei dieser Begleitung der Sterbende führt. Wenn man einfühlsam, achtsam ist, dann spürt, hört, sieht man, was mein Gegenüber braucht.
Es fühlt sich an, wie beim Tanzen. Da spürt man durch die Führung des Partners ganz genau, wann und wie der nächste Schritt gesetzt werden soll. Wenn man sich voll und ganz auf das Gegenüber einlässt, sich führen lässt, dann fühlt man sich nicht mehr ohnmächtig und hilflos. Dann wird dieser „letzte Tanz“ zu etwas ganz Besonderem.
Wie beim Tanz, sind einige Dinge sehr wichtig:
Das Einlassen auf mein Gegenüber
Der richtige Abstand (Nähe-Distanz)
Mimik, Gestik, Ausdruck
Auf den Rhythmus, das Tempo des anderen einstellen
Die richtigen Schritte (Werkzeuge) anwenden
Authentizität

Sterbebegleitung ist wie ein Tanz, man lässt sich auf den Rhythmus des Gegenübers ein. Spüren, fühlen und sich führen lassen.

Text und Foto: Raphaela Krojer (Pastoralassistentin – Diözese Eisenstadt)
Leiterin der Seelsorgestelle Klinik Oberwart

Adresse

Evangelische Kirchengasse 8-10
Oberwart
7400

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