Schloss Tabor liegt mitten in den sanften Hügeln des Südburgenlanes, gehört zu den ältesten Gebäuden im Bezirk Jennersdorf und wurde im Jahr 1469 vom steirischen Söldnerführer Ulrich Pessnitzer erbaut. jOPERA jennersdorf festivalsommer übernahm das Schloss mit März 2015 in die Ganzjahrespacht, um Schloss Tabor ganzjährig als Veranstaltungsstätte zu etablieren. Die wechselvolle Geschichte von
Schloss Tabor und sein historisches Image als Baudenkmal, kombiniert mit kulturellen Highlights, Schlossmärkten und Events, garantieren den nachhaltigen Fortbestand einer Kulturstätte im Dreiländereck Österreich/Ungarn/ Slowenien. Das Schloss gehört zu den ältesten Gebäuden im Bezirk Jennersdorf. Die Grundfeste vom Schloss wurden im Jahr 1469 vom steirischen Söldnerführer Ulrich Pessnitzer errichtet. Das Schloss diente der Grafen Salm und Lobkowitz als Residenz. Der Bautyp geht auf hussitischen Befestigungsanlagen der tschechischen Stadt Tábor zurück.
1607 gelangte das Schloss in Besitz der Batthyánys, deren Erstbesitzer Graf Franz Batthyány dem Schloss das heutige Aussehen gibt. Es dient zunächst als Ausweichquartier für die verfallene Burg Neuhaus. Im Glaubenskrieg 1618 bis 1648 war das Schloss Zufluchtsort vieler steirischer Protestanten. Jahrhundert war Tabor nur mehr Sitz der Herrschaftsverwaltung und wurde schließlich zu einem Wohnhaus der Gutsangestellten umgebaut. Im Revolutionsjahr 1848 wurde Graf Lajos Batthyány kurzzeitig erster Ministerpräsident von Ungarn und nach Inhaftierung in Schloss Tabor am 6. Oktober 1849 mit 13 Generälen nach fragwürdiger Gerichtsverhandlung in Grad (Ungarn) erschossen. Ende des Zweiten Weltkrieges wurde aus dem Schloss eine Reparaturwerkstatt für Autos und Panzer und das Gebäude wurde schwer in Mitleidenschaft gezogen. Der letzte Besitzer der Familie Batthyány von Schloss Tabor war Graf Thomas Batthyány, der nach Spekulationsskandalen und seiner "außergewöhnlichen Vorlieben" das Schoss 1992 der Gemeinde Neuhaus am Klausenbach verkaufte.
1998 erwarb der Naturpark Raab das bereits in desolatem Zustand stehende Schloss. Es wurde daraufhin im Rahmen eines EU-Förderprojektes in den Jahren 2000 - 2003 einer ersten umfassenden Sanierungswelle unterzogen. Unter der Intendanz des Sängers Dietmar Kerschbaum etablierte sich ab 2003 das mittlerweile international bekannte Opernfestival jOPERA jennersdorf festivalsommer (vormals Kulturherbst Jennersdorf). Qualitätsvolle Kulturveranstaltungen im Innenhof von Schloss Tabor konnten dank weiterer Sanierungswellen mit Fördermitten der Europäischen Union, Bund, Land Burgenland aber auch unter Beteiligung der Gemeinden des Naturpark Raabs und des Kulturvereines Schloss Tabor gesichert werden (2009: Orchestergraben, Beleuchtungstürme und eine aufsteigende Besuchertribüne). Die Neugestaltung der Außenanlage und des Schlosshofes im Jahr 2013 war ein weiterer Schritt zur Etablierung von Schloss Tabor als Veranstaltungsstätte und wurde durch die Sanierung der Fenster und die Trockenlegungsarbeiten der Süd-Oster-Mauern im Jahr 2015 ergänzt.