24/11/2024
Problemfelder Ortsteil Buchschachen
Besichtigung mit Ortsvorsteher
Allgemeines
Am 07. 11. 2024 habe ich mit unserem neu bestellten Ortsvorsteher für Buchschachen, Jürgen Grassel, einige Schwerpunkte in unserer Gemeinde begutachtet bzw. besprochen:
1. Zustand von Straßenbäumen an der Ortsdurchfahrt
2. Zustand von gemeindeeigenen Wälder
3. Ausführung von Pflegemaßnahmen an Wegen und Wegrändern mit dem Mulcher
4. Information zur Bestellung des Ortsvorsteher
Jürgen wird an den Bürgermeister berichten - was/ob und wann etwas passiert bleibt abzuwarten, dies liegt nicht in unserer Hand.
1) Besichtigt wurden die Bäume im Bereich der Ortsausfahrt Richtung Markt Allhau, die großen Ahornbäume sorgen einerseits durch die vielen Samen in manchen Privatgärten für Ärgernis, andererseits wurden diese durch falsche Jungbaumerziehung in eine Situation gebracht die bei starken Windereignissen zu leichten Grobastbrüchen führen kann (Gefährdung), weiter sind mehrere dieser Bäume durch Misteln bereits so stark besetzt, dass ein vorzeitiges Ende dieser Bäume absehbar ist, abschließend muss noch erwähnt werden, dass stark wachsende Bäume direkt neben Gehsteigen durch ihre Wurzeln zum Anheben und Beschädigen des Belages beitragen.
Auf der zweiten Straßenseite sind ebenso mehrere Bäume durch falsche Jungbaumerziehung stark in Mitleidenschaft gezogen, durch Fäulnis in den Haubtstamm sind bereits mehrere Starkäste gebrochen.
Ergebnis: die betroffenen Bäume sollen entfernt und durch entsprechende Ersatzpflanzungen ersetzt werden.
2) Unter BGM Hermann Pferschy wurden einige Gemeindewälder geschlägert und neu aufgeforstet. Die Schlägerungsunternehmen haben ihr Geschäft gemacht.
Die Ergebnisse sind mehr als erschütternd: Von der Aufforstung haben in etwa 15-20% der Bäume überlebt, es gab keine Nachbetreuung des Gemeindegutes, es hat schlichtweg niemanden interessiert – die Jungbäume wurden überwuchert – wild aufgegangene Bäume sind teilweise um das 3fache schneller und stärker in der Entwicklung.
Bei Mäharbeiten mit den Mulchern werden zudem noch sämtliche am Wegrand stehenden Jungbäume gehäckselt oder verstümmelt, die Schutzhülsen aus Plastik vom Häcksler zerschlagen und bleiben so vor Ort liegen.
Ergebnis: nachdem sich die Gemeinde nicht um dieses Gemeindegut kümmert, hätte uns ein natürlicher Aufwuchs durch Wildsämlinge viel Geld erspart. Die ganzen umherliegenden Baumschutzhülsen aus Plastik sollen entfernt werden.
3) Ausführung von Pflegemaßnahmen mit den Mulchgeräten an Wegen und Wegrändern:
Es werden teilweise Wege und Begleitgrün gemulcht wo es keinerlei Notwendigkeit gibt wie:
• Ränder von Waldwegen wo oft ohnehin nur “5 Grashalme“ stehen
• Wiesenwege, mitten in der Prärie, werden im Herbst wo alle Ernten abgeschlossen waren und das Gras ohnehin gerademal 15 cm lang war teilweise 4-8m breit gemulcht, teilweise aber mit Büschen/Bäumen verwachsene Güterwege nicht freigemacht somit eine Zufahrt nur durch Ausweichen auf Privatgrundstücke möglich ist
• Wie unter Punkt 2 angeführt, werden gekaufte und vom Forstunternehmen gepflanzte Jungbäume die am Wegrand stehen (Gemeindewälder) abgehäckselt oder zumindest unbrauchbar verstümmelt.
Auch war es in diesem Jahr wieder notwendig manche Gräben mehrfach mit Baggern von Verschlammungen aus angrenzenden Feldern nachzusäubern, entsprechende Vorkehrungen sind dringend notwendig, diese Leistungen kosten enorm viel Geld das ohnehin nicht da ist.
Ergebnis: Mit diesem Punkt wollte ich dem Ortsvorsteher zur Kenntnis bringen wie in unserer Gemeinde das Gemeindegut gehandhabt wird und wo es zu unnötigen Geldverschwendungen kommt – abgesehen von der unnötiger Zerstörung von wichtigen Lebensräumen für Kleintiere und Insekten.
4) Abschließend hatte ich, die mir unangenehme Aufgabe, Jürgen über die nicht ordnungsgemäße Bestellung zum Ortsvorsteher, laut Gemeindeordnung §32, zu informieren und dass dies in der folgenden Gemeinderatssitzung aufgezeigt wird.
Der Bürgermeister hat sich über die Gemeindeordnung hinweggesetzt - welche Folgen das hat ist noch unklar.
5) am Rande erwähnt/diskutiert haben wir noch über das zunehmende Verkehrsaufkommen, vor allem durch Schwerverkehr und über das beschädigte Brückengeländer neben Fernheizwerk Buchschachen welches bei einem Heutransport eines nicht ansässigen Transporteuer beschädigt wurde, der Unternehmer jedoch bis dato keine Rückmeldung abgibt.
Persönliches Statment:
Jürgen hat eine Vielzahl an Fähigkeiten die er als Unternehmer als auch im Gemeindeleben seit Jahrzehnten unter Beweis stellt und die wir in den letzten Perioden in der Gemeindeführung dringend benötigt hätten wie:
• Unternehmerisches Denken und Management/Mitarbeiterführung/praktische Erfahrung in vielen Bereichen des Handwerkes was gerade für eine Gemeinde, die einen Bauhof betreibt und wo die Mitarbeiterkosten einen enormen Anteil des Jahresbudget ausmachen etc etc, enorm wichtig gewesen wäre - dies hätte unserer Gemeinde viele aktuelle Probleme erspart.
bei der Nachlese zu den letzten Gemeinratssitzung erfahrt ihr in Kürze mehr.
Beste Grüße
Gerald Kinelly