KREFT Steuerberatungs GmbH - Steuerberater Linz

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    und   haften demnach für ausständige   und Abgaben, wenn diese aufgrund von schuldhaften   durch Organmitglieder bei...
26/03/2018



und haften demnach für ausständige und Abgaben, wenn diese aufgrund von schuldhaften durch Organmitglieder bei der juristischen Person nicht eingebracht werden können.

Vertretern juristischer Personen ist es nicht möglich, beim Verlassen der Gesellschaft alles Nötige zur mitzunehmen.

https://diepresse.com/home/recht/rechtallgemein/5395199/Steuerrecht_Warum-Geschaeftsfuehrerhaftung-schwer-abzuwehren-ist?

Vertretern juristischer Personen ist es nicht möglich, beim Verlassen der Gesellschaft alles Nötige zur Beweisvorsorge mitzunehmen.

Wir wünschen euch ein  ! Und einen guten Start in die erste   2018! 🍀💶💡
02/01/2018

Wir wünschen euch ein ! Und einen guten Start in die erste 2018! 🍀💶💡

  in der   und  http://m.karrierenews.diepresse.com/home/karrieretrends/5195102/index.do?
06/04/2017

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http://m.karrierenews.diepresse.com/home/karrieretrends/5195102/index.do?

Hans C. ist Angestellter eines Steuerberaters. In seiner Freizeit fährt er im Winter Schi. Nach einem langen Schitag verbringt Hans C. ein paar Stunden in einer Aprés-ski Hütte. Bei der Abfahrt ins Tal stürzt er und ist daraufhin 2 Monate arbeitsunfähig. Sein Arbeitgeber fragt sich, ob er das Entgel...

16/11/2014

Besteuern wir Einkommen einfach siebenfach!

Die SPÖ hat ihren Offenbarungseid geleistet: Die Steuerreform wird Stiftungen und viele Berufsgruppen teuer zu stehen kommen. Jetzt liegt alles an der »Her mit dem Zaster«-ÖVP. Der größte Feind der ÖVP ist weder die SPÖ noch sind es andere Mitbewerber. Es sind die Meinungsumfragen. Steigen die Werte von Partei und Obmann, erhöht sich das ohnehin sehr ausgeprägte Selbstbewusstsein. Vor allem aber: Die SPÖ wird ernsthaft unleidlich. Zumal Werner Faymann schon so nervös seinem Parteitag entgegenfiebert. Das bewiesen hektische Aktivitäten am Freitagabend. Telefonisch ließ da der Kanzler die Eckpunkte des SPÖ-Steuerkonzepts verbreiten. Seiner „Krone“ verriet er noch eine kleine Sensation: Er stelle der Volkspartei ein echtes Ultimatum! Sollte nicht bis Ende des Jahres ein Konzept vorliegen, dann werde er ... Ja, was eigentlich? Mit Ultimaten begannen schließlich schon Weltkriege. Entweder der Kanzler meinte ein ÖVP-Steuerkonzept, dann ging er an diesem hitzigen Abend auf Nummer sicher. Denn im Dezember wird ohnehin über die Steuerreform verhandelt. Nicht einmal die ÖVP schafft dies ohne ein eigenes Papier. Oder Faymann meinte bereits einen fertigen Kompromiss. Dann ist die Zeit wohl etwas kurz bemessen – es sei denn, er stimmt dem Gegenüber sofort zu. Immerhin ist sogar beim Gewerkschaftsbund fast so etwas wie Vernunft eingekehrt. Die ersten Maßnahmen der Reform müssen nun doch nicht in wenigen Wochen starten. Der Nationalrat sowie der Verwaltungs- und Verfassungsgerichtshof bedanken sich herzlich für die Akzeptanz der Gesetzgebung und des Fristenlaufs! Die Kernpunkte des SPÖ-Modells sind bekannt, einige andere aber neu: Die utopische Summe von einer Milliarde Euro erhoffen sich die Sozialdemokraten aus dem Titel Streichung von Pauschalierungen und Freibeträgen. Nichts spricht gegen eine Vereinfachung und Vereinheitlichung unseres komplizierten Steuersystems. Doch darum geht es hier nicht: Viele Berufsgruppen müssen einfach wieder mehr Steuern zahlen, sollten Unternehmen und Dienstnehmern Vergünstigungen – etwa für Dienstwagen – gestrichen werden. Dies ist natürlich nicht die einzige zusätzliche Steuerbelastung, die als sogenannte Gegenfinanzierung die Lohnsteuersenkungen möglich machen sollen, ohne allzu viel im öffentlichen Bereich sparen zu müssen. Diese angedachten Massenstreichungen haben nebenbei auch einen anderen Effekt: Der bürokratische Aufwand für die Finanzämter wird wieder steigen, die Zettelwirtschaft zunehmen. Denn berufliche Aufwendungen müssen wohl absetzbar bleiben. Das sollte dazugesagt werden, bevor zum großen Feldzug der gut ausgelasteten Steuerbehörde gegen die großen Steuersünder aufgerufen wird, wie dies die SPÖ fordert. Neben der sagenumwobenen Millionärssteuer sollen Stiftungen verstärkt von den Steuerbehörden ins Visier genommen werden. Es war der sozialdemokratische Finanzminister Ferdinand Lacina, der geschickt begann, Stiftungen mit großem Kapital und durchaus relevanten Steuerbeiträgen nach Österreich zu locken. Nun will sie die SPÖ ausgerechnet zum Zeitpunkt eines wieder einsetzenden wirtschaftlichen Abschwungs vertreiben. Das klingt schlicht ein wenig dämlich. ÖVP am Zug. Es liegt nun an der ÖVP. Will die Teil-Wirtschaftspartei mitverantwortlich sein, wenn Österreich Vermögensteuern nach dem Vorbild Frankreichs einführt, während sie in Ländern wie Dänemark, Irland und Schweden in den vergangenen Jahrzehnten abgeschafft wurden? Stimmt die ÖVP tatsächlich zu, dass bereits versteuerte Vermögen im Zuge einer Erbschaftssteuer noch einmal für den dicken Vater Staat verkleinert werden? Soll die überfällige Senkung der Lohnsteuern tatsächlich mit neuen Steuern finanziert werden? Sollen die heurigen Rekordeinnahmen Österreichs in den kommenden Jahren noch weiter steigen? Bisher setzte sich in der ÖVP fast immer die „Her mit dem Zaster“-Fraktion durch und folgte der SPÖ. Sollte das wieder passieren, gab es keinen Höhenflug Reinhold Mitterlehners. Es wäre nur eine schwarze Sternschnuppe.

(Die Presse)

Steuern: Vom Tarnen und TäuschenDas System von Bruttolöhnen und Lohnnebenkosten verschleiert die wahre Steuerbelastung u...
23/06/2014

Steuern: Vom Tarnen und Täuschen

Das System von Bruttolöhnen und Lohnnebenkosten verschleiert die wahre Steuerbelastung und hilft dem Staat, seinen Aufwand für Beamte kleinzurechnen.

Beim Militär und in der Natur gehört „Tarnen und Täuschen“ zu den überlebensnotwendigen Grundfertigkeiten. In der Politik, so sie etwas zu verstecken hat, offenbar auch. Da wird zwar viel von der notwendigen Transparenz geredet, gelebt wird aber, aus gutem Grund, das genaue Gegenteil.



Man sieht das sehr schön in der laufenden Steuer- und Pensionsdebatte: Jeder redet von der aberwitzig hohen Steuerbelastung der Arbeitseinkommen, aber keiner kann exakt beziffern, wie hoch diese wirklich ist. Und jeder redet von notwendigen Pensionsreformen und davon, dass innerhalb der Systeme weitgehende Beitragsdeckung angestrebt werden soll. Aber kaum jemand kennt die dahintersteckenden Daten.

Für die Regierenden ist das sehr komfortabel: Sie können in diesem intransparenten System beispielsweise ein Zehntel (!) ihres Personalaufwandes für Beamte in anderen Budgetposten verstecken, was den Druck auf Verwaltungsreformen doch deutlich mildert. Und sie können die wahre Steuer- und Abgabenbelastung „unsichtbar“ machen.

Als Hebel dafür dient das Bruttolohnsystem samt der Aufteilung der Abgaben auf Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteile. Wollte man wirklich als Grundlage für Reformen Transparenz schaffen, dann müsste man zuallererst dieses Verschleierungssystem abschaffen.

Es macht sich ja kaum jemand Gedanken darüber, was der Bruttolohn, der auf einem Gehaltszettel steht, eigentlich ist. Das, was der Arbeitgeber für Arbeit zu zahlen hat, wie viele meinen? Das jedenfalls sicher nicht: Die Arbeitskosten sind natürlich höher.

Am Beispiel eines ASVG-versicherten Angestellten, der 2000 Euro netto im Monat verdient: Bei dem stehen 3203,33 Euro brutto auf dem Lohnzettel. Sein Arbeitgeber zahlt aber (wegen der sogenannten Lohnnebenkosten) stolze 4203, 38 Euro.

Brutto ist also ein ziemlich willkürlich gewählter fiktiver Wert zwischen dem, was der Arbeitgeber zahlt, und dem, was der Arbeitnehmer bekommt. Er lässt sich durch willkürliche Zuordnungen zu Haupt- und Nebenkosten beliebig manipulieren, ohne dass sich an den Eckpunkten irgendetwas verändert.

Das ist sehr praktisch: Ein Blick auf den Lohnzettel würde unseren ASVGler beispielsweise zur Ansicht bringen, dass er rund 37,5 Prozent seines Einkommens an Steuern und Abgaben abliefert. Würde er die Lohnnebenkosten, die ja keine „Nebenkosten“, sondern ein ganz normaler Anteil seines echten Gehalts sind, berücksichtigen, sähe die Sache schon anders aus: Dann würde sein Abzug nämlich 52 Prozent des „wahren Brutto“ ausmachen. Eine derartige Belastung für ein nicht gerade überdurchschnittliches Angestellteneinkommen könnte ihn vielleicht auf dumme politische Gedanken bringen. Da verschweigt man es ihm lieber.

Bei einem Ausweis der Nebenkosten, die, wie gesagt, ja keine sind, würde er noch eine erstaunliche Entdeckung machen: dass es nämlich kein Zufall ist, dass die ASVG-Pension die mit Abstand höchste Beitragsdeckung hat: Er zahlt nämlich nicht, wie er meint, 10,25 Prozent des Bruttoeinkommens Pensionsbeitrag, sondern 22,80 Prozent. Deutlich mehr also als etwa Eisenbahner oder Beamte, deren Gewerkschaften immer wieder behaupten, sie würden höhere Beiträge abführen.

Deren Argumentation wiederum geht nur durch, weil nur Arbeitnehmeranteile verglichen werden. Die öffentliche Hand „erspart“ sich ja die Arbeigeberanteile, wie es heißt. Sie erspart sich natürlich gar nichts, weil die solcherart „eingesparten“ Dienstgeberanteile später als höhere Pensionszuschüsse aus dem allgemeinen Budget wieder auftauchen. Aber sie hat damit, sehr praktisch, einen nicht ganz unbeträchtlichen Teil der Personalkosten für ihre Beamten verschleiert und heimlich ins allgemeine Budget transferiert.

Damit muss jetzt einmal Schluss sein: Es gibt keine Lohnhaupt- und Lohnnebenkosten. Es gibt Lohnkosten, die der Arbeitgeber trägt und es gibt den Nettolohn, der dem Arbeitnehmer verbleibt. Was dazwischen liegt ist, wie immer es aufgeteilt wird, der Teil, den sich der Staat einverleibt. Und der, wie schon erwähnt, viel größer ist, als man derzeit vom Lohnzettel ablesen kann.


Wie absurd dieses Konzept mit fiktiven Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteilen ist, hat schon vor vielen Jahren Kollege Jens Tschebull mit der Erfindung der beitragsfreien Pensionsversicherung vorexerziert. Die geht so: Man vermindert das Bruttogehalt um den Arbeitnehmeranteil an der Pensionsversicherung und transferiert diesen zu den Arbeitgeberabgaben. Effekt: Arbeitgeber zahlen gleich viel wie vorher, Arbeitnehmer bekommen gleich viel netto wie vorher – aber es gibt auf dem Lohnzettel keinen Abzug für den Pensionsbeitrag mehr. Zahlt alles der Arbeitgeber. Praktisch, nicht? Dass diese Idee noch von keinem Populisten aufgegriffen worden ist!

Noch einmal: Dieser Unsinn muss weg. Es gibt keinen Grund, Arbeitnehmern ihr wahres Einkommen und ihre wahre Abgabenbelastung zu verschweigen. Außer natürlich den, dass man sich für Belastungen von deutlich über 50 Prozent schon für sehr durchschnittliche Einkommen geniert und (nicht ganz zu Unrecht) unerwünschte politische Reaktionen befürchtet, wenn das wahre Ausmaß des Steuer- und Abgabendrucks aufkommt.

Am Beginn der neuen Transparenz stehen also Lohnzettel, auf denen das wahre Einkommen und die wahre Belastung ersichtlich sind. Oder, besser, eine Umstellung des Steuersystems auf Selbstveranlagung: Mit dem Arbeitgeber wird ein Arbeitsentgelt vereinbart, von diesem „Brutto-brutto“- Einkommen sind dann die Steuern und Abgaben selbst abzuführen. Und dann reden wir weiter, ob wir mit einer Steuer- und Abgabenreform wirklich noch so lange warten können, bis sich der Staat endlich zu mehr Effizienz bequemt.



http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/diebilanz/3824028/Steuern_Vom-Tarnen-und-Taeuschen

Das System von Bruttolöhnen und Lohnnebenkosten verschleiert die wahre Steuerbelastung und hilft dem Staat, seinen Aufwand für Beamte kleinzurechnen.

14/03/2014

Der Chef muss vor allem fair und wertschätzend sein

Zusatzleistungen und Entwicklungsmöglichkeiten brauchen Mitarbeiter eher weniger, um im Job glücklich zu sein. Dafür kann der Vorgesetzte einiges zunichtemachen.

Was brauchen Mitarbeiter, um glücklich, zufrieden und vor allem engagiert ihrem Job nachzugehen? Diese Frage beantwortet jetzt eine Studie des Personaldienstleisters Office Team. Befragt wurden 200 Fachkräfte. Am wichtigsten ist demnach ein gutes Einkommen (23 Prozent), gefolgt von interessanten Aufgaben (22 Prozent). Ein fairer Chef und eine Work-Life-Balance, die es den Mitarbeitern erlaubt, berufliche und private Bedürfnisse zu vereinbaren, steht für jeweils 16 Prozent der Befragten hoch im Kurs.
Attraktive Zusatzleistungen pushen überraschenderweise weniger. 31 Prozent schätzen sie als unwichtig für die eigene Zufriedenheit ein. Ebenso spielen Entwicklungsmöglichkeiten (22 Prozent) und die Unternehmenskultur (16 Prozent) eher weniger eine Rolle.

Ein Freibrief ist beispielsweise der geringere Stellenwert der Unternehmenskultur für die Chefs aber nicht. 31 Prozent gaben nämlich an, dass ihnen die negative Stimmung im Betrieb aufs Gemüt schlägt. Zudem beklagte sich jeweils mehr als ein Viertel der Befragten über mangelnde Wertschätzung vom Chef und ungenügende Kommunikation. 95 Prozent der Mitarbeiter wünschen sich, dass ihr Chef sich fair verhält und klar kommuniziert. Daneben soll ein Vorgesetzter ein positives Arbeits- und Teamklima fördern (93 Prozent) sowie gute Leistungen mit Anerkennung belohnen (91 Prozent).
Kein offenes Ohr
Inwieweit Wunsch und Realität hier auseinanderliegen, wurde auch abgefragt - mit einem ernüchternden Ergebnis. Demnach bestätigen nur 41 Prozent, dass ihr Chef Interesse zeige. Fairness und Offenheit gegenüber neuen Ideen und Vorschlägen attestierten sogar nur jeweils 35 Prozent der Mitarbeiter ihrem Chef. Fast ein Viertel gab sogar an, ihr Chef unternehme nichts, um Mitarbeiter glücklicher zu machen.
„Wenn Mitarbeiter ihre Arbeit mit Unbehagen verrichten, gibt es offenbar meist einen klar identifizierbaren Verantwortlichen - ihren Vorgesetzten. Das kann niemals im Interesse der Unternehmen sein", sagt Sven Hennige, Managing Director Germany & Central Europe vom Beratungsunternehmen Robert Half. Er rät zu Schulungen: „Führungskompetenz und Soft Skills stehen fachlichem Know-how auf Augenhöhe gegenüber."
Wichtig für das eigene Glücksempfinden sind zudem strukturelle Rahmenbedingungen. 78 Prozent halten eine Flexibilisierung der Arbeitszeit für wichtig; 71 Prozent eine bessere Work-Life-Balance.

http://wirtschaftsblatt.at/home/life/karriere/1574592/Der-Chef-muss-vor-allem-fair-und-wertschaetzend-sein?_vl_backlink=%2Fhome%2Findex.do

12/02/2014

Die Lehren aus dem großen Bankraub

Jeden Österreicher kostet das völlige Versagen der Akteure im Hypo-Alpe-Adria-Desaster mehr als 2000 Euro. So etwas darf nie wieder passieren.

Wir wissen unterdessen, wer den größten Bankraub der heimischen Wirtschaftsgeschichte initiiert hat: die freiheitlichen Panzerknacker (kurz: FPK) unter Räuberhauptmann Jörg Haider. Dass die roten und schwarzen Landespolitiker (per Mehrheitsbeschaffung im Landtag) dabei sozusagen abwechselnd Schmiere gestanden sind, macht die Sache um nichts besser.

Wir wissen jetzt auch, dass die Nationalbank als Bankenprüfer völlig ungeeignet ist. Ihr Prüfbericht von 2008, der der bereits bedenklich wackelnden Hypo Alpe Adria ein „weitgehend bereinigtes Kreditportfolio“ bescheinigt und das Prädikat „Not distressed“ verpasst hat, ist ein klassischer Fall von Totalversagen. Da niemand annimmt, dass es den OeNB-Bankenprüfern an Expertise mangelt, wird der Bericht wohl politisch geschönt gewesen sein. Ein Vorgang, der in dieser Proporzinstitution offenbar auch jetzt noch Methode hat: Gestern war auf der OeNB-Website jedenfalls noch immer eine freundliche Prognose über 73,7 Prozent Staatsverschuldung im Jahr 2014 zu finden. Ich sage, es werden zum Jahresende um die 84 Prozent des BIPs sein, und biete jedem einzelnen OeNB-Volkswirtschaftler eine Wette über eine Kiste vom Feinsten an, dass ich damit deutlich näher an der Realität liegen werde. Dass mit Nowotny und Liebscher ausgerechnet zwei Notenbanker bei der Totalübertragung der Hypo-Miesen von den Gläubigern auf die Steuerzahler entscheidende Rollen gespielt haben, gehört so gesehen zu den satirischen Feinheiten dieses Skandals.

Wir wissen jetzt weiters, dass auf Schuldenverstecken konditionierte Koalitionsregierungen im Umgang mit Finanzskandalen so agieren, dass man ihnen freiwillig den Hilflosenzuschuss zuerkennen möchte. Die jetzige Lösung hätten wir jedenfalls auch schon 2009, spätestens aber 2010 haben können. Nur halt um ein paar Milliarden billiger. Und wie die bisher drei Finanzminister seit der Notverstaatlichung die Bayern, denen man durchaus Mittäterschäft vorwerfen kann, aus der Verantwortung entlassen haben, ist ja auch ein Lehrstück an politischer Feigheit. Einfach zum Abwäh..., äh, Abgewöhnen. Schlussendlich wissen wir auch, wer diesen Pallawatsch unschuldigerweise bezahlen wird: Mehr als 2000 Euro werden jedem Österreicher unter dem Titel Hypo-Abwicklung aus der Tasche gezogen, eine vierköpfige Familie wird also mit 8000 bis 9000 Euro belastet.

Was wir noch nicht wissen, ist, wie wir so einen finanziellen Super-GAU künftig verhindern können. Denn wirkliche Konsequenzen gibt es im Lande ja noch nicht.

Dass es wohl nicht mehr ganz so schlimm kommen kann, verdanken wir ausschließlich der EU: Sie hat 2007 die aberwitzigen Haftungen der Bundesländer für ihre Hypos abgedreht und damit Schlimmeres verhindert. Kärnten ist ja kein Einzelfall. Auch Bundesländer wie Tirol, Vorarlberg oder Wien haften noch immer für Summen, die sie im Ernstfall nie und nimmer stemmen könnten. Und die EU ist dabei, wenigstens die Großbankenprüfung bei der EZB zu konzentrieren. Damit sollte es zumindest nicht mehr möglich sein, dass Bankenprüfer vor einem Provinzfürsten kuschen.

Was uns weiterhin fehlt: Es gibt keine vernünftige Insolvenzordnung für Großbanken, und es gibt keine Insolvenzordnung für Gebietskörperschaften. Solange man ein Land, das sich auf kriminelle Weise finanziell übernimmt, nicht geordnet in Konkurs schicken und eine Zeit lang unter Kuratel stellen kann, so lange werden auch lokale Tollheiten wie etwa die vergangenen Hypo-Haftungen nicht zu verhindern sein.

Und so lange werden wir uns von sogenannten Experten auch Unsinn wie diesen anhören müssen: Man könne eine Bank samt Bundesland nicht einfach steuerzahlerschonend in Konkurs schicken, weil das unkontrollierbare Auswirkungen auf die Bonität des Landes habe. Bu****it, würden die Amerikaner sagen. Sie haben seit Beginn der Finanzkrise mehr als 500 Banken sowie ein paar Städte (etwa Detroit) und Bundesstaaten (etwa Minnesota) pleitegehen lassen, ohne dass auch nur irgendetwas passiert wäre.

Trauen muss man sich halt.

(Die Presse)

11/01/2014

Die "GmbH neu" währte nur kurz

Die GmbH-Reform aus dem Sommer wird teilweise rückgängig gemacht. Die Regierung will damit Steuerausfällen vorbeugen.

Erst im Juli wurde das Mindeststammkapital für GmbHs von 35.000 auf 10.000 Euro gesenkt. Wobei faktisch eine Einlage von 5000 Euro reicht, weil nur die Hälfte des Stammkapitals eingezahlt werden muss. Ein unauffälliger Passus im Abgabenänderungsgesetz soll das nun zumindest teilweise rückgängig machen: Das Stammkapital wird wieder auf die alte Höhe angehoben, dafür sollen neue GmbHs eine „Gründerprivilegierung“ nützen können. Für die ersten zehn Jahre genügt eine Mindesteinlage von 5000 Euro, dann muss aufgestockt werden (Details siehe Bericht unten).

Woher der plötzliche Sinneswandel kommt – und wer die Rücknahme angestoßen hat –, konnte am Freitag nicht geklärt werden. Aufschluss über die Gründe gibt aber der Begutachtungsentwurf. Darin heißt es, die Änderungen dienten dazu, prognostizierte Steuerausfälle zu kompensieren. Konkret geht es um die Mindestkörperschaftsteuer, aber auch die Kapitalertragsteuer. Nach der derzeitigen Rechtslage können nämlich bestehende GmbHs, wenn eine Gewinnausschüttung ansteht, stattdessen auf eine Kapitalherabsetzung, die steuerfrei möglich ist, ausweichen. Laut KSV haben sich die Kapitalherabsetzungen mit der „GmbH light“ etwa verzehnfacht.

Bei Jungunternehmern war die Sparversion der GmbH jedoch beliebt: Laut dem Kreditschutzverband von 1870 (KSV) wurden seit Inkrafttreten der Reform im Juli 3639 GmbHs light gegründet. Insgesamt wurden von Jänner bis Ende November 8521 GmbHs gegründet, nach 7799 ein Jahr davor.

Neos: „Unternehmerfeindlich“
Bei der Jungen Wirtschaft, die sich für die „GmbH neu“ starkgemacht hat, herrscht daher große Enttäuschung. „Das ist völlig willkürlich und schafft nur Unsicherheit“, sagt der Vorsitzende Herbert Rohrmair-Lewis. Zumal Vizekanzler und mittlerweile auch Finanzminister Michael Spindelegger die Reform im Sommer noch als „großen Erfolg“ verkauft habe. Und man über die Gründe für die Rücknahme im Dunkeln gelassen werde.

Auch Niko Alm, der seit Oktober für die Neos im Parlament sitzt, stößt die Änderung sauer auf. Die „GmbH neu“ sei ein Schritt in die richtige Richtung gewesen – vor allem für Ein-Personen-Unternehmen sowie Klein- und Mittelbetriebe. „Diese gute Entwicklung macht man damit wieder zunichte“, sagt Alm. Wobei er als größtes Problem die „atmosphärische Änderung“ sieht. „Österreich wird damit von einem unternehmerunfreundlichen zu einem unternehmerfeindlichen Land“, sagt Alm.

Rechtsexperten begrüßen die geplante Reform, die mit 1.März in Kraft treten soll. So sprechen die Universitätsprofessoren Hanns F. Hügel und Heinz Krejci (beide Uni Wien) unisono von einem überraschend schnellen „Sieg der Vernunft“. Im Wesentlichen entspreche die „gründungsprivilegierte“ GmbH dem deutschen Modell der Unternehmensgesellschaft (haftungsbeschränkt). Positiv sehen sie auch die Signalwirkung durch den Firmenzusatz. Unterkapitalisierte Gesellschaften werde es trotzdem geben, sagen beide Experten. „Wer nichts verdient, wird keine Gründungs- oder Kapitalaufstockungsrücklage bilden können“, so Krejci. „Dann nützt das Ansparmodell nichts.“ Trotzdem werde man mit der nunmehrigen Lösung „weit besser leben können als mit dem Radikalmodell 2013“.

Gut findet Krejci auch die vorgesehene Abschaffung der Gesellschaftsteuer. Hügel kritisiert andere steuerrechtliche Änderungen, die im selben Entwurf vorgesehen sind, etwa die Beschränkung der Steuerabzugsfähigkeit von Managerbezügen über 500.000 Euro. Diese behindere österreichische Firmen im internationalen Wettbewerb um die Spitzenführungskräfte, es drohe ein weiteres Absinken Österreichs in den internationalen Standortrankings.

KSV begrüßt Änderungen
Hans-Georg Kantner vom KSV, der der Senkung des Stammkapitals von Anfang an kritisch gegenüberstand, begrüßt die Änderungen bei der GmbH. „Wir halten das für eine richtige Korrektur dessen, was im letzten Jahr vorgenommen wurde“, so Kantner. Den Zusatz „gründungsprivilegiert“ hält er für sinnvoll, weil jeder erkennen könne, dass es sich um eine Gesellschaft handle, die sich erst bewähren müsse – und eben nur 10.000 Euro Stammkapital habe. „Wir halten es für gefährlich, zu signalisieren, mit 10.000 Euro sei man schon dabei.“

(Die Presse)

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