15/06/2026
Krisenstabsübung der Gemeinde St. Georgen am Längsee 2026
Krisen schaffen Unsicherheit und können Panik auslösen. Daher sind schnelle und professionelle Reaktionen aller Verantwortlichen von großer Bedeutung. Um für einen Ernstfall besser gerüstet zu sein, wurde am 13. Juni in der Gemeinde St. Georgen am Längsee die ganztägige Krisenstabsübung 2026 durchgeführt.
Ausgangsszenario der diesjährigen Stabsübung waren schwere Unwetterereignisse mit einem länger andauernden Stromausfall im Raum Mittelkärnten. Im Rahmen der Übung wurden jene Kommunikations- und Führungsabläufe trainiert, die in einer derart herausfordernden Lage erforderlich sind. Das Übungsspektrum für den Krisenstab reichte von der Alarmierung der Einsatzkräfte, die Planung zur Evakuierung von Personen aus überflutungsgefährdeten Gebieten sowie Suchaktionen nach vermissten Wandergruppen, bis hin zum Umgang mit liegengebliebenen Personenzügen im Gemeindegebiet. Darüber hinaus wurde die Information der Bevölkerung, die Medienarbeit – beispielsweise in einer simulierten Pressekonferenz - sowie Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Wasserversorgung beübt.
Auch die Einsatzkräfte vor Ort waren gefordert: In realitätsnahen Szenarien mussten sie den mobilen Hochwasserschutz an mehreren Stellen im Gemeindegebiet errichten sowie einen Hangrutsch fachgerecht absichern. Ein besonderes Highlight für die Einsatzkräfte und die Mitglieder des Krisenstabs war die Vorführung der Bezirks-Einsatzdrohne der FF Hörzendorf-Projern. Diese kam im Rahmen eines Übungsszenarios zur Vermisstensuche auch praktisch zum Einsatz.
Unter Einbindung der Feuerwehren St. Sebastian, Launsdorf, Thalsdorf und Pölling, der Wasserrettung Längsee sowie der MitarbeiterInnen der Gemeinde St. Georgen am Längsee und des Gemeindebauhofes konnten sämtliche vorgegebenen Übungsszenarien erfolgreich und professionell abgearbeitet werden.
Gemeindefeuerwehrkommandant Michael Regenfelder sowie Zivilschutz- und Feuerwehrreferent Hannes Rabitsch, die für die Planung und Organisation der Übung verantwortlich zeichneten, konnten gemeinsam mit Bürgermeister Wolfgang Grilz – der gemäß Kärntner Katastrophenschutzgesetz als oberster Leiter des Katastrophenschutzes auf Gemeindeebene fungiert – eine positive Bilanz der Übung ziehen. Im Rahmen der abschließenden Nachbesprechung bedankten sie sich bei den zahlreichen TeilnehmerInnen, allen Mitwirkenden für ihr engagiertes Teilnehmen und die erfolgreiche Durchführung der Übung.