Naturpark Karwendel

Naturpark Karwendel Der Naturpark Karwendel ist das größte Tiroler Schutzgebiet und der größte Naturpark Österreichs. Menschen besucht.

Der Naturpark Karwendel ist in den Bereichen Naturschutz, Erholung & Tourismus, Umweltbildung, Wissen & Forschung sowie Regionalentwicklung aktiv. Der Naturpark Karwendel umfasst beinahe das gesamte Karwendelmassiv und das Naturschutzgebiet Arnspitze und ist mit einer Fläche von 739 km² der größte Naturpark Österreichs. Aufgrund der klimatischen und topografischen Gegebenheiten verfügt das Karwendel über einen überdurchschnittlich hohen Anteil an natürlichen Lebensräumen wie Urwäldern und Wildflüssen und beherbergt eine hohe Artenvielfalt: Viele typische Tier- und Pflanzenarten der Alpen wie Steinadler, Flussuferläufer oder die Deutsche Tamariske haben hier bedeutende Vorkommen. Das Karwendel besitzt aber auch eine 150jährige alpintouristische Geschichte und wird jährlich von ca. 1 Mio. Auch klassische Nutzungsformen wie Alm- und Forstwirtschaft, sowie die Jagd spielen eine wichtige Rolle und prägen das Gebiet seit Jahrhunderten.

💧 Quellenreichtum im Naturpark KarwendelQuellen treten überall dort an die Oberfläche, wo der Wasserstand im Berg hoch g...
11/09/2026

💧 Quellenreichtum im Naturpark Karwendel

Quellen treten überall dort an die Oberfläche, wo der Wasserstand im Berg hoch genug und eine natürliche Abdichtung, z.B. eine Tonschicht, vorhanden ist. Die Quellen im Naturpark sind sowohl ökologisch als auch volkswirtschaftlich und landschaftsästhetisch von Bedeutung.

Sie sind ein wichtiges Element für aquatische Ökosysteme und bilden zusammen mit den Flüssen und angrenzenden Feuchtgebieten einen mosaikartigen Biotopkomplex. Viele Biotope sind von Quellen geprägt, wie etwa Waldversumpfungen, Sickerlacken an Talrändern und kalkreiche Riesel- und Quellfluren. Versumpfungen und Waldquellen mit periodischer Wasserschwankung sind weitere elementare Habitatrequisiten. In diesen Lebensräumen sind hochspezialisierte Organismen angesiedelt wie z.B. Algen, Quellmoose, Kalkquellmoorarten. Faunistisch bedeutsam sind vor allem der hohe Libellenreichtum, montane Waldvogelarten wie die Waldschnepfe sowie Amphibien.

🔎 Ein paar Zahlen zum Quellenreichtum im Karwendel:

💦 über 350 Quellen im Naturparkgebiet
💦 30 davon sind Großquellen
💦 bis zu 500 Liter Wasser pro Sekunde können von einer Quelle gespeist werden
💦 besonders bedeutende Quellhorizonte liegen an der Südseite der Nordkette und im Inneren Karwendel
💦 rund 10 % der Quellen sind für die Trinkwassernutzung erschlossen

Die größten Quellen befinden sich in der Mühlau sowie zwischen Kleinem Ahornboden und Falkenreisen.

Quellen mögen unscheinbar wirken – tatsächlich sind sie kleine Hotspots der Artenvielfalt und ein wichtiger Teil des Wasserhaushalts im Karwendel. 💚

10/09/2026

Steinbock-Kindergarten! Von unserem Ranger Sebastian entdeckt 🐐

Wenn plötzlich ein Geier über dem Karwendel kreist 🦅⛰️Wer im Sommer aufmerksam in den Himmel schaut, kann im Karwendel m...
08/09/2026

Wenn plötzlich ein Geier über dem Karwendel kreist 🦅⛰️

Wer im Sommer aufmerksam in den Himmel schaut, kann im Karwendel mit etwas Glück einen Gänsegeier entdecken. Manchmal ist es nur ein einzelner Vogel, manchmal ziehen gleich mehrere gemeinsam ihre großen Kreise über den Bergen.

Aber woher kommen diese beeindruckenden Vögel eigentlich?

Der Gänsegeier ist bei uns kein Brutvogel. Die Tiere kommen vor allem während der Sommermonate aus ihren Brutgebieten in Süd- und Südosteuropa in die Alpen. Dabei legen sie große Strecken zurück und nutzen die alpinen Landschaften als ideales Nahrungsgebiet. Auch in Tirol sind sie im Sommer regelmäßig unterwegs.

Mit einer Flügelspannweite von rund 2,5 bis 2,8 Metern gehört der Gänsegeier zu den größten Greifvögeln Europas. Und obwohl er imposant aussieht, ist er kein Jäger: Gänsegeier sind Aasfresser. Sie erfüllen damit eine wichtige Funktion im Ökosystem, denn sie verwerten Kadaver und tragen so dazu bei, Nährstoffe wieder in den natürlichen Kreislauf zurückzuführen.

Dass wir heute wieder häufiger Gänsegeier in den Alpen beobachten können, ist übrigens eine Erfolgsgeschichte des Artenschutzes: Die Populationen in Süd- und Südosteuropa haben sich in den vergangenen Jahrzehnten erholt.

Wenn also im Sommer mehrere große Vögel hoch über dem Karwendel kreisen, lohnt sich ein genauer Blick – vielleicht sind es unsere sommerlichen Gäste aus dem Süden. 🦅

Welche Greifvögel hast du schon im Karwendel entdeckt?

📸 Bild 1: iNaturalist vikshv
📸 Bild 2: iNaturalist oculuscircaeti
📸 Bild 3: iNaturalist nicolas1481 Nicolas Alric
📸 Bild 4: iNaturalist davidphillips1968

Fossil ist nicht gleich Fossil! 🐚🦴🌿Wer an Fossilien denkt, denkt vielleicht zuerst an einen Ammoniten. Ammoniten waren a...
06/09/2026

Fossil ist nicht gleich Fossil! 🐚🦴🌿

Wer an Fossilien denkt, denkt vielleicht zuerst an einen Ammoniten.

Ammoniten waren ausgestorbene Kopffüßer und damit mit heutigen Tintenfischen, Kraken und Nautiliden verwandt. Sie lebten im Meer und existierten rund 350 Millionen Jahre – vom Devon bis zu ihrem Aussterben am Ende der Kreidezeit vor etwa 66 Millionen Jahren.

Typisch war ihr spiralförmiges, gekammertes Gehäuse. Das Tier lebte in der äußersten Kammer, während die übrigen Kammern unter anderem der Regulierung des Auftriebs dienten.

Nach dem Tod sank die Schale auf den Meeresboden und konnte von Sediment bedeckt werden. So konnten über Millionen Jahre unterschiedliche Formen von Fossilien entstehen: 🦕

🐚 ABDRUCK – das Negativ
Das ursprüngliche Lebewesen hinterlässt seine Form im Sediment. Zurück bleibt ein negativer Abdruck, z.B. die Vertiefung eines Muschel- oder Ammonitengehäuses.

🐚 GEGENABDRUCK – das Positiv
Füllt sich dieser Abdruck später mit Sediment oder Mineralen, entsteht ein positiver Abdruck. Die ursprüngliche Form steht dann reliefartig hervor.

🪨 STEINKERN
Wenn die Schale nach dem Tod zerfällt oder sich auflöst und der Hohlraum mit Sediment gefüllt wird, bleibt ein Steinkern zurück. Er zeigt die Form des Inneren der Schale.

🦴 VERSTEINERUNG / KÖRPERFOSSIL
Teile des ursprünglichen Lebewesens bleiben erhalten oder werden im Laufe der Zeit durch Mineralien ersetzt. So können z.B. Schalen, Knochen oder Zähne zu Fossilien werden.

🍃 INKOHLUNG
Bei Pflanzen oder anderen organischen Resten kann unter Druck und Sauerstoffmangel ein dünner Kohlenstofffilm zurückbleiben. So können Strukturen wie Blätter als dunkle Abbildungen erhalten bleiben.

👣 SPURENFOSSILIEN
Hier wird nicht der Körper selbst fossil, sondern eine Spur seiner Aktivität: Fußabdrücke, Fraßspuren, Wohnbauten oder Bohrgänge.

🏔️ Und was hat das mit dem Karwendel zu tun?
Das Karwendel besteht zu großen Teilen aus Kalkgesteinen, die in ehemaligen Meeresablagerungen entstanden sind. Fossilien können uns deshalb zeigen, dass dort, wo heute die Berge des Karwendels stehen, vor Millionen von Jahren Meer war. 🌊

Foto: O. Leiner

🕷️👀 Kennst du diese ausgesprochen süßen Spinnen?Das hier ist die Gekrümmte Springspinne (Evarcha arcuata). Mit ihren gro...
04/09/2026

🕷️👀 Kennst du diese ausgesprochen süßen Spinnen?

Das hier ist die Gekrümmte Springspinne (Evarcha arcuata). Mit ihren großen, nach vorne gerichteten Augen scheint sie einen regelrecht neugierig anzuschauen und kann damit selbst den einen oder die andere überzeugen, die Spinnen normalerweise lieber aus dem Weg gehen.

Anders als viele andere Spinnen baut sie kein Fangnetz. Stattdessen pirscht sie sich langsam an ihre Beute heran und springt im entscheidenden Moment blitzschnell zu. Gemessen an ihrer Körpergröße schafft sie dabei Sprünge über ein Vielfaches ihrer eigenen Körperlänge.

Mit ihren acht Augen gehört sie zu den Sehkünstlern unter den Spinnen. Vor allem die beiden großen Vorderaugen ermöglichen ihr räumliches Sehen. Ideal, um Entfernungen genau einzuschätzen und punktgenau zu springen.

Die Gekrümmte Springspinne fühlt sich auf sonnigen Wiesen, an Waldrändern oder in naturnahen Gärten besonders wohl. Mit etwas Geduld kann man beobachten, wie sie ihre Umgebung aufmerksam mustert und ihren Körper dreht, als würde sie einen ganz genau ansehen.

Für uns Menschen ist sie völlig harmlos und gleichzeitig eine wichtige Helferin, denn sie hält die Bestände kleiner Insekten auf natürliche Weise in Schach.

Bei der nächsten Wanderung lohnt sich also ein Blick auf Blätter, Gräser oder Steine. Vielleicht begegnet euch diese charmante kleine Jägerin.

Foto: Sebastian Frölich

04/09/2026
03/09/2026

Von unserem Ranger Sebastian entdeckt: die Geweihe krachen!

Video: pilloni

🏆 Das TEAM KARWENDEL ist Bezirkssieger!Jetzt geht’s um den Landessieg beim Ehrenamtspreis – und dafür brauchen wir eure ...
02/09/2026

🏆 Das TEAM KARWENDEL ist Bezirkssieger!

Jetzt geht’s um den Landessieg beim Ehrenamtspreis – und dafür brauchen wir eure Unterstützung!

Unser TEAM KARWENDEL steht stellvertretend für all die freiwilligen Helferinnen und Helfer, die sich mit viel Herzblut für den Naturpark einsetzen. 🌿

👉 Jetzt abstimmen und dem TEAM KARWENDEL zum Landessieg verhelfen!
https://www.meinbezirk.at/tirol/c-lokales/umwelt-natur-nachhaltigkeit-und-klimaschutz_a8792496

Danke für eure Unterstützung und fürs Weitersagen!

Schon einmal beim Wandern diese merkwürdigen Knubbel an einer Alpenrose entdeckt?Sie sehen fast wie kleine Äpfel oder Fr...
01/09/2026

Schon einmal beim Wandern diese merkwürdigen Knubbel an einer Alpenrose entdeckt?

Sie sehen fast wie kleine Äpfel oder Früchte aus – tatsächlich steckt aber ein faszinierender Pilz dahinter: die Alpenrosen-Nacktbasidie (Exobasidium rhododendri).

Der Pilz lebt unbemerkt im Inneren der Alpenrose und regt die Pflanze dazu an, auffällige Wucherungen zu bilden. Diese werden auch Alpenrosenapfel, Saftapfel oder Ohrläppchen-Krankheit genannt. Anfangs sind sie gelblich-weiß, später färben sie sich leuchtend rot und fallen besonders ins Auge.

Betroffen sind vor allem die Rostblättrige Alpenrose und die Bewimperte Alpenrose, zwei typische Alpenrosenarten unserer Bergwelt.

Das Erstaunliche: So auffällig die Wucherungen auch aussehen, der Pilz schadet seiner Wirtspflanze kaum. Die Alpenrose wächst und blüht in der Regel ganz normal weiter.

Die roten Wucherungen sind keine Früchte und auch keine Insekten-Gallen, sondern umgebildetes Pflanzengewebe. Auf ihrer Oberfläche bildet der Pilz später Millionen winziger Sporen, die mit Wind und Regen verbreitet werden und neue Alpenrosen infizieren können.

Bild: P.Steinmüller

Adresse

Unterer Stadtplatz 19
Hall In Tirol
6060

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