02/10/2026
Was ein Abend! 🌅
Noch einmal möchten wir uns bedanken bei allen, die zu unserer Podiumsdiskussion in den Museumshafen Övelgönne gekommen sind. Wir haben einen grandiosen Sonnenuntergang mit Blick auf den Elbwald erlebt. Und eine inspirierende Gesprächsrunde. 🙏🏼
Hier ein kurzer Rückblick, Bild für Bild. 👉
Franz, Vorsitzender des Vereins elbwaldretten, beginnt mit einem Rückblick. Historische Bilder zeigen: Schon vor 100 Jahren war die Halbinsel der einzige Wald in diesem Teil des Hafens. Schmerzlich bleibt die Fällung der Trauerweiden im März. „Sie war unnötig. Es gibt kein Wachstum, das die Hafenerweiterung rechtfertigt.“ Das Ziel: die rund 400 verbliebenen Bäume retten und die Halbinsel aufforsten – zu einem Stadtwald im Hafen. 🌳🌳🌳
Wie wird aus Brachland Wald? Forstwirt Markus Mössel stellt verschiedene Vorgehensweisen vor: Aussaat (effektiv, aber langsam), vorgezogene Setzlinge (schnell sichtbar, nicht alle wachsen an), Stecklinge (arbeitsintensiv, aber günstig). Und die Naturverjüngung. Markus sagt: „Der Wald wächst auch ganz ohne menschliches Zutun.“ Satellitenbilder zeigen, wie sich das Grün bereits ausbreitet. 🗺️
Jana Ballenthien, Waldreferentin bei ROBIN WOOD, setzt auf genau diese Naturverjüngung. Sie schwärmt vom Wald als Klimaanlage, von grünen Oasen wie „Trittsteine“ in der Stadt. „Der Elbwald ist der letzte grüne Fleck in diesem Industriegebiet. Aus ökologischer Perspektive ist das kritische Infrastruktur.“ Ihr Kompliment an uns: „Es ist toll, dass ihr den Elbwald nicht aufgebt.“ 💪🏼
Jan Muntendorf von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, SDW Hamburg e.V., berichtet von Kindern, die fragen, ob der Wald Eintritt kostet. „Wir müssen zeigen, dass Natur mehr ist als eine Grünfläche mit Bolzplatz.“ Sein Vorschlag: die 25 Hektar als Ausgleichsfläche nutzen. Dann würden Ersatzpflanzungen in Hamburg bleiben statt nach Schleswig-Holstein oder Niedersachen auszuweichen. Zudem wäre die Finanzierung gesichert.
Carsten Holtmann gehört dem rein ehrenamtlichen Verein Citizens Forests e. V. an. Der pflanzt Tiny Forests nach der Miyawaki-Methode: eng an eng gesetzt, bildet sich ein dichtes Flechtwerk, die Pflanzen wachsen deutlich schneller. Auf 25