Bundesvereinigung Kameradschaft Deutsche Artillerie e.V. -

Bundesvereinigung Kameradschaft Deutsche Artillerie e.V.  - *Viribus unitis fraternus simui *
* Mit vereinten Kräften brüderlich zusammen*

Kameradschaftliche Vereinigung aktiver- und ehemaliger Soldaten der Artillerie der deutschen Bundeswehr und anderer Einheiten und Verbände, sowie ihrer Freunde.

70 Jahre Bundeswehr.70 Jahre Dienst für Deutschland.70 Jahre Menschen, die Verantwortung übernommen haben.Waren Sie eine...
03/06/2026

70 Jahre Bundeswehr.
70 Jahre Dienst für Deutschland.
70 Jahre Menschen, die Verantwortung übernommen haben.

Waren Sie einer von ihnen?

Dann ist dieses Erinnerungsset vielleicht mehr als nur ein Schlüsselanhänger.

Zu unserem Jubiläums-Schlüsselanhänger „70 Jahre Bundeswehr“ schenken wir Ihnen den exklusiven Ansteck-Pin „Danke Soldat“.

Weil Anerkennung manchmal einfach ausgesprochen werden sollte:

Danke für Ihren Dienst.

🎖️ Schlüsselanhänger „70 Jahre Bundeswehr“
🎖️ Pin „Danke Soldat“
🎖️ Edles Etui

Nur 25,00 € zzgl. Versand

📧 Bestellung: [email protected]

Sichern Sie sich Ihr Exemplar, solange verfügbar. 🇩🇪

KarriereKämpfen an Land und auf dem Wasser – ein Marineinfanterist stellt sich vor ...-Die Bundeswehr fand er schon imme...
03/06/2026

Karriere
Kämpfen an Land und auf dem Wasser – ein Marineinfanterist stellt sich vor ...
-
Die Bundeswehr fand er schon immer spannend. Nach der Schule meldete sich Lennard H.* direkt beim Seebataillon. Hier wurde er zum Marineinfanteristen ausgebildet und wuchs über die Zeit an seinen Aufgaben. Der Stabsgefreite ist eingesetzt als stellvertretender Gruppenführer und führt heute selbst mehrere Kameraden auf Übungen.
-
Seine Bewerbung bei der Bundeswehr hatte Lennard H. noch vor dem Angriff Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 eingereicht. Damals war er 17 Jahre alt und frisch aus der Schule. „Natürlich habe ich gesehen, dass die Bedrohungslage in Europa eine andere war. Aber das hat meine Entscheidung nicht geändert“, erzählt er. So trat Lennard H. im Juli 2022 seinen Dienst bei der Bundeswehr an: mit dem klaren Ziel, Marineinfanterist im Seebataillon zu werden.
-
Nach einer fordernden Ausbildung hat er dieses Ziel auch erreicht. Jetzt dient er in der 2. Bordeinsatzkompanie im Seebataillon, kurz BEK 2. „Im Hubschrauber mitfliegen und sich anschließend auf ein Schiff abzuseilen, ist für mich ein absolutes Highlight an meinem Job“, berichtet Lennard H. Dieses Verfahren ist Teil des sogenannten Boardings, bei dem die Marineinfanteristen ein Schiff entern und es nach verbotenen Gegenständen durchsuchen, notfalls auch gegen den Willen der Schiffsbesatzung.
-
Der Boarding-Auftrag der Marineinfanteristen war es auch, der Lennard H. ursprünglich zum Seebataillon gezogen hat. „Zur See zu fahren, in Kombination mit dem infanteristischen Auftrag und der Möglichkeit, auch mal einen Auslandseinsatz mitzumachen, hat mich einfach gereizt“, so der Stabsgefreite. Neben dem Boarding schützen die Marineinfanteristen auch eigene Schiffe in Übersee oder trainieren den Küstenkampf, also die Verteidigung eines Küstenabschnitts gegen einen potenziellen Aggressor.
-
Von der Grundausbildung zum stellvertretenden Gruppenführer ...
Nach der Grundausbildung an der Marineoperationsschule in Bremerhaven ging es für Lennard H. nach Alt Duvenstedt in Schleswig-Holstein. Hier durchlief er aufeinander aufbauende Ausbildungsmodule, nach deren erfolgreichem Abschluss er sich Bordeinsatzsoldat nennen durfte. „Während einem in der Grundausbildung überspitzt gesagt gezeigt wurde, wie man sich die Schuhe bindet, ging es in Alt Duvenstedt dann um die anspruchsvollen Themen“, erzählt er – sei es das richtige Verhalten bei Feindkontakt, das taktische Bewegen in einer Gruppe oder eben, wie man ein Schiff durchsucht.
-
„Während der Ausbildung waren wir schon extrem viel draußen unterwegs“, erinnert sich Lennard H. Jeden Tag seien viele Kilometer mit dem Rucksack marschiert worden. „Es ist natürlich im ersten Moment immer Mist, wenn man den 30-Kilogramm-Rucksack aufsetzt. Das war am Anfang hart, aber über die Monate wurde das immer besser.“
-
Nach drei Jahren in der Marineinfanterie, vielen Lehrgängen und Übungen in Deutschland sowie im Ausland übernimmt Lennard H. als erfahrener Mannschaftssoldat zunehmend mehr Verantwortung. „Auf Übungen werde ich als stellvertretender Gruppenführer eingesetzt. Dann führe ich die Halbgruppe, was zwischen drei und fünf Kameraden sein können, und arbeite dem Gruppenführer zu“, erklärt er. Das sei natürlich stressiger, als einfach mitzulaufen, aber es mache ihm auch Spaß. „Am Anfang meiner Dienstzeit hätte ich mir das nicht zugetraut. Da war ich ein ganz anderer Typ und mit der Verantwortung, die ich jetzt habe, wäre das nicht so gut gelaufen. Aber über die Jahre wird man reifer, bekommt Routine und lernt von seinen Vorgesetzten. Jetzt habe ich die Möglichkeit, selbst Dinge umzusetzen und besser zu machen.“
--
Übungen und Sport prägen den Alltag ...
„Aktuell haben wir alle paar Wochen eine Übung. Das prägt unseren Dienstalltag“, berichtet Lennard H. So haben er und seine Kameradinnen und Kameraden erst kürzlich einen amphibischen Raid trainiert. „Dabei beginnen wir unsere Operation von einem Schiff aus, steigen dort in unsere kleineren Boote und landen an einem Strand an. Ziel war es, ein Objekt anzugreifen und den Feind dort zu zerschlagen. Das hat auch gut geklappt.“ Wenige Wochen später stand eine ähnliche Übung auf dem Programm, nur dass die Marineinfanteristen dieses Mal mit Hubschraubern kamen.
-
„Bevor wir anlanden, sei es mit dem Hubschrauber oder dem Boot, ist man natürlich etwas angespannt. Jeder guckt, ob seine Ausrüstung und die seines Kameraden sitzt. Ich gehe auch durch, was ich gleich zu tun habe, denn vor allem am Anfang einer Operation darf nichts schief gehen“, erklärt der Stabsgefreite. Komme es dann zum Kontakt mit dem Feind, spule er einfach das Gelernte aus der Ausbildung ab und folge den Befehlen des Gruppenführers. „Beispielsweise kann der Befehl kommen, einen Gegenstoß durchzuführen. Als stellvertretender Gruppenführer muss ich dann die Männer koordinieren, sodass wir uns geordnet bewegen und feuern“, so der erfahrene Mannschafter.
-
Regelmäßig müssen Lennard und seine Kameradinnen und Kameraden bei solchen Übungen mehrere Kilometer querfeldein zu Fuß mit ihrem Sturmgepäck zurücklegen. Das erfordere eine gute körperliche Fitness, betont er. Daher werde auch jede freie Stunde im Dienst für Sport genutzt. „Wer zu uns kommen will, sollte fit sein“, so der Stabsgefreite. Zu den Anforderungen gehören zum Beispiel:
- fünf Kilometer in unter 25 Minuten laufen,
- 300 Meter mit Kleidung in unter neun Minuten schwimmen,
- eine rasche Auffassungsgabe,
- eine gewisse Leidensfähigkeit.
-
Der Grund ist für den 21-Jährigen klar: „Wir sind Teil der Kampftruppe. Das bringt gewisse Härten mit sich.“
-
Verlängern ist eine Option ...
Lennard hat sich 2022 als Soldat auf Zeit für vier Jahre verpflichtet. In den kommenden Monaten endet diese Zeit, doch der Stabsgefreite hat noch nicht genug. „Ich werde wohl noch ein oder zwei Jahre Dienstzeit dranhängen. Ich komme mit meinen Kameradinnen und Kameraden sehr gut klar und auch mit meinen Vorgesetzten. Da habe ich natürlich Lust, noch länger mit denen zusammenzuarbeiten.“ Zwar sei Eckernförde für ihn etwas abseits gelegen, dennoch leiste man seinen Dienst an einem Ort, wo andere Urlaub machen.
-
Drei Fragen an Marineinfanterist Lennard ...
Was ist das Beste an deinem Beruf?
Lennard ...
Mit dem Hubschrauber mitfliegen und sich dann am Seil runter zu lassen, ist für mich immer ein Highlight.
-
Was ist das Besondere an der Marineinfanterie?
Lennard ...
Wir haben die Kombination aus grün und blau. Das heißt, dass wir infanteristisch ausgebildet sind und an Land kämpfen können. Zudem fahren wir aber auch zur See und sind eng mit dem Wasser verbunden. Das gibt es so nirgends in der Bundeswehr.
-
Warum bist du zur Bundeswehr gegangen?
Lennard ...
Ich fand die Aufgaben des Soldaten spannend. Die sportliche Herausforderung, die Technik und den Dienst an der Waffe. Und mit diesem Dienst schützt man gleichzeitig die freiheitliche demokratische Grundordnung und die Menschen, die sich nicht selbst schützen können.
--
Abb.: © Bundeswehr
Text: © Bundeswehr
Aufbereitet durch die Redaktion der Bundesvereinigung Kameradschaft Deutsche Artillerie e.V.
ALLE RECHTE VORBEHALTEN

Militärische Medaillen-Sammlung – 66 Jahre Artillerie der Bundeswehr (1956–2022)-Exklusiver Münzsatz für Sammler und Art...
03/06/2026

Militärische Medaillen-Sammlung

66 Jahre Artillerie der Bundeswehr (1956–2022)
-
Exklusiver Münzsatz für Sammler und Artillerie-Freunde
-
Zum 66. Jahrestag der Artillerie in der Bundeswehr wurde dieser außergewöhnliche Münzsatz aufgelegt. Die Serie umfasst fünf hochwertig gestaltete Sammlermedaillen, die die Entwicklung der deutschen Artillerie von den Anfängen bis zu den modernen Waffensystemen dokumentieren. Die Gesamtauflage ist auf lediglich 50 Sätze limitiert und macht dieses Set zu einer begehrten Rarität.
-
Der Münzsatz beinhaltet 5 Medaillen:
Historische Artilleriewaffen der Anfangszeit
- Panzer(Feld)haubitze M7B2 „Priest“ (105 mm)
- Feldkanone M59 „Long Tom“ (155 mm)
- Feldrakete M50 „Honest John“ (762 mm)
Moderne Artilleriesysteme der Bundeswehr
- Panzerhaubitze 2000 (155 mm)
- MARS II Mehrfachraketenwerfer (227–237 mm)
-
Jede Medaille zeigt das jeweilige Waffensystem in detailreicher Ausführung mit altvergoldeten Elementen auf altsilbernem Hintergrund. Die Medaillen (Münzen) haben einen Durchmesser von 40 mm und ein Gewicht von etwa 33 g pro Stück.
-
Ihre Vorteile auf einen Blick
✓ Limitierte Gesamtauflage von nur 50 Sätzen
✓ Keine Nachprägung oder Neuauflage vorgesehen
✓ Historische und moderne Artilleriesysteme in einer Serie
✓ Hochwertige Sammlerausführung
✓ Ideales Geschenk für aktive und ehemalige Artilleristen sowie Militariasammler
-
Preisvorteil sichern
-
Ehemaliger Verkaufspreis: 150,00 €
Jetzt zum Abverkaufspreis: 90,00 €
-
Nur solange der Restbestand verfügbar ist!
-
Bestellung:
Der Münzsatz ist nur erhältlich im Webshop der Bundesvereinigung Kameradschaft Deutsche Artillerie e.V.:
www.deutsche-artillerie.de/Shop/
-
Ein Sammlerstück mit Geschichte – für alle, die der Artillerie verbunden sind. Weniger anzeigen

Verwirrung um die Abmeldepflicht ...Verteidigungsminister Boris Pistorius setzte die Vorgabe für wehrfähige Männer eigen...
03/06/2026

Verwirrung um die Abmeldepflicht ...
Verteidigungsminister Boris Pistorius setzte die Vorgabe für wehrfähige Männer eigentlich außer Kraft – Das war wohl rechtswidrig!
-
Das Verteidigungsministerium will die allgemeine Freistellung für längere Auslandsreisen wehrfähiger Männer nun auch per Gesetz regeln und damit neue Irritationen beseitigen, die durch ein Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages entstanden waren.
-
Hintergrund ist eine Regelung im zu Jahresbeginn in Kraft getretenen Gesetz über den neuen Wehrdienst, wonach sich grundsätzlich alle Männer im Alter von 17 bis 45 Jahren Auslandsaufenthalte von mehr als drei Monaten von der Bundeswehr genehmigen lassen müssen. Nachdem dies erst im April von der Öffentlichkeit so richtig zur Kenntnis genommen worden war und für viel Kritik gesorgt hatte, räumte Verteidigungsminister Boris Pistorius einen Fehler ein und erließ zunächst eine allgemeine Ausnahme („Allgemeinverfügung“), mit der die Regelung außer Vollzug gesetzt wurde. Der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages zweifelt das Vorgehen jetzt an und kommt in dem Gutachten, das keinerlei bindende Wirkung hat, zu der Einschätzung, dass die Allgemeinverfügung „rechtswidrig“ sei.
-
Zwar teilt das Verteidigungsministerium diese Einschätzung nicht und betont, wenn man in jedem Einzelfall eine Genehmigung verlange, löse man damit einen sinnlosen Bürokratismus aus. Um auf Nummer sicher zu gehen, soll in das Reservestärkungsgesetz nun nach Angaben einer Sprecherin aber ein Passus aufgenommen werden, wonach die Melde- beziehungsweise Genehmigungspflicht „auf den Spannungs- und Verteidigungsfall beschränkt“ wird. Es werde der schnellstmögliche Weg genutzt, um für Rechtssicherheit zu sorgen und mögliche Unklarheiten auszuräumen, sagte sie. In der Sache ändere sich nichts, fuhr die Sprecherin fort. „Eine Genehmigung für Auslandsaufenthalte muss derzeit nicht eingeholt werden.“
-
Der Vorsitzende des Bundestags-Verteidigungsausschusses, Thomas Röwekamp, kritisierte die entstandene Unsicherheit gleichwohl. „Der Vorgang ist extrem ärgerlich und schadet dem Anliegen, junge Menschen freiwillig für den Wehrdienst zu gewinnen“, sagte der Politiker der „Rheinischen Post“. „Die Debatte richtet großen Schaden an.“ Er erwarte, dass Pistorius persönlich sicherstelle, „dass die rechtliche Unsicherheit sofort abgestellt wird“.
-
Das Reservestärkungsgesetz soll noch in diesem Sommer vom Kabinett verabschiedet und anschließend vom Bundestag beraten und beschlossen werden. Die Phase der Rechtsunsicherheit dauert deshalb maximal wenige Monate, ohne dass die wehrfähigen Männer davon irgendetwas merken. „In der Sache ändert sich nichts. Eine Genehmigung für Auslandsaufenthalte muss derzeit nicht eingeholt werden“, heißt es aus dem Ministerium.
-
Abb.: © Bundeswehr
Text: © Neue Westfälische
Aufbereitet durch die Redaktion der Bundesvereinigung Kameradschaft Deutsche Artillerie e.V.
ALLE RECHTE VORBEHALTEN

ww.deutsche-artillerie.de/Shop/
03/06/2026

ww.deutsche-artillerie.de/Shop/

Der fast geheime Operationsplan ...Bundeswehr-Oberst Armin Schaus erklärt, wie Deutschland zur militärischen Drehscheibe...
02/06/2026

Der fast geheime Operationsplan ...
Bundeswehr-Oberst Armin Schaus erklärt, wie Deutschland zur militärischen Drehscheibe wird
-
Wenn Bundeswehr-Oberst Armin Schaus über den sogenannten Operationsplan Deutschland redet, spricht er erst einmal über Campingurlaub. Nicht, um die Planung der größten militärischen Logistikoperation in Deutschland seit drei Jahrzehnten zu verharmlosen. Schaus ist jemand, der Klartext spricht. Sondern, um die Reisegeschwindigkeit eines Militärkonvois zu verdeutlichen: „Die fahren maximal mit 80 Kilometern pro Stunde, wie ein langsam fahrender Pkw mit Wohnanhänger. Mit solch einem Auto fahren Sie auch nicht in einem Rutsch von der deutsch-holländischen Grenze bis nach Polen. Da fahren Sie essen, trinken, gehen auf die Toilette, tanken, bespaßen die Kinder, womöglich müssen Sie einmal übernachten.“ All das – abgesehen vom Kinderprogramm – müssen die Militärkonvois auch tun, beendet Schaus den Vergleich. „Die fahren aber nicht zum Autohof, sondern zum Convoy Support Center, kurz CSC.“
-
Die Planung dieser CSC ist Kernstück des Operationsplans Deutschland. Die Bundeswehr hat dafür mit der Rheinmetall-Tochter Rheinmetall Project Solutions einen Rahmenvertrag auf zwei Jahre abgeschlossen. Landratsämter und Kommunen entlang der Verlegungsrouten sind ebenfalls eingebunden.
-
Schaus spricht am Montag auf der Feuerwehr- und Zivilschutzmesse Interschutz in Hannover über den Operationsplan Deutschland. Dahinter steckt, kurz gefasst, die militärische Planung, um Deutschland zur Drehscheibe zu machen. Bis zu 800.000 Soldatinnen und Soldaten mitsamt Panzern und anderem schwerem Gerät müssen bei einer möglichen russischen Eskalation Richtung Baltikum verlegt werden - während in Deutschland noch tiefster Frieden herrscht.
-
Die genauen Aufmarschrouten sind wie der gesamte Plan geheim. Die Aufgabe des 55-jährigen Schaus aber ist es, für diesen geheimen Plan Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben. Das tut der Abteilungsleiter „Zivil-militärische Zusammenarbeit“ im Operativen Führungskommando der Bundeswehr bei Unternehmen, Vereinen und eben auch auf Messen wie der Interschutz. Denn nicht nur das Land soll resilient werden, fordert Schaus, sondern auch die Bevölkerung. Das bedeutet für ihn: bei jeder Gelegenheit über den Ernst der Lage aufzuklären.
-
Auf den Folien, die Schaus für seinen Vortrag nutzt, steht groß das Wort „hybrid“ und die Formulierung „hybride Phase zwischen 0 und 1 im juristischen Frieden“. Was das bedeutet, führt er im Klartext aus: „Einen klassischen Krieg werden wir in Deutschland nicht haben.“ Dafür seien die Staaten an der Nato-Ostflanke, insbesondere Polen, zu gut gerüstet. Es bedeutet auch, dass die Nato die große Truppenverlagerung nicht erst nach einem hypothetischen Angriff Putins aufs Baltikum und die Landverbindung zwischen Polen und Litauen, die sogenannte „Suwałki-Lücke“ starten würde, sondern bereits bei einem konkreten Bedrohungsszenario.
-
Zur hybriden Bedrohung gehören auch Desinformation, Cyberattacken und Sabotagen. „Das ist die neue Realität“, sagt Schaus. Drohnen über Flughäfen, Cyberattacken auf die Bahn oder Verwaltungen, „alles zielt auf Unruhe bei der Bevölkerung“.

Solange Daten zur kritischen Infrastruktur – wie etwa das zum Jahreswechsel in Berlin angezündete Hauptstromkabel – offen für jedermann im Internet zu finden seien, müsse mit weiteren solchen Attacken gerechnet werden.
-
Der Bundeswehr-Offizier zeigt das nächste Schaubild: Darauf sind schematisch die Verlegungsrouten durch Deutschland aufgezeichnet. Der Transport über die Ostsee sei im Spannungsfall zu unsicher: „Marineleute sagen, die Ostsee sei nicht mehr als eine überflutete Wiese mit wenigen Fahrgassen.“ Also muss der Hauptteil auf dem Landweg erfolgen.
--
„Aber es wird auch Gegenverkehr geben“, sagt Schaus ohne sichtbare Gemütsregung und zeigt eine weitere Folie: Symbole für Flüchtende sind darauf zu sehen, für zerstörtes Kriegsgerät, für Kriegsgefangene, Verwundete und auch Särge.
-
Bei der Übung „Medic Quadriga“ wurde im März der Transport von bis zu 1000 Verwundeten pro Tag zu deutschen Flughäfen und weiter in zivile Krankenhäuser geübt. Neben dem Lufttransport würden in der Krise auch Busse, Züge und Schiffe nach Deutschland eingesetzt.
-
In den vergangenen Monaten seien die Planungen zum 2024 aufgestellten Operationsplan Deutschland rasant vorangekommen, sagt Schaus nach dem Vortrag. Auf einer Skala von 0 bis 10 sei man bereits zwischen 7 und 8, schätzt der Offizier.
-
Die Kommunalverbände hatten die Form der zivil-militärischen Zusammenarbeit, für die Schaus steht, kürzlich scharf kritisiert. „Sicherheitsarchitektur darf nicht top-down organisiert werden, sondern muss praxistauglich und gemeinsam mit den Kommunen entwickelt werden“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes André Berghegger kürzlich dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Schaus kontert: Alle Landkreise und Kommunen, die für den Operationsplan benötigt werden, seien bereits eingebunden. Und in Kürze wolle er schematische Notfallpläne für alle Kreise und kreisfreien Städte entwickeln – mit diesen zusammen.
-
Nicht nur das Land soll ­resilient werden, ­sondern auch die Bevölkerung.
-
Abb.: © Bundeswehr
Text: © Neue Westfälische
Aufbereitet durch die Redaktion der Bundesvereinigung Kameradschaft Deutsche Artillerie e.V.
ALLE RECHTE VORBEHALTEN

Heeresaufklärung ...Thales liefert 60 BBodenaufklärungsradare GO12 noch in diesem Jahr-Das BAAINBw hat Thales Deutschlan...
01/06/2026

Heeresaufklärung ...
Thales liefert 60 BBodenaufklärungsradare GO12 noch in diesem Jahr
-
Das BAAINBw hat Thales Deutschland mit der Lieferung von 60 Bodenaufklärungsradaren kurzer Reichweite beauftragt, wie das Amt am 26. Mai auf dem europäischen Vergabeportal TED bekanntgegeben hat. Nach Auskunft von Thales wurde das Gefechtsfeldradar Ground Observer GO12 bestellt.
-
Die Gefechtsfeldradare sollen inklusive Zubehör und Ersatzteilen, Dokumente, Ausbildung und diverser Dienstleistungen bis 30. November 2026 geliefert werden. Aus bekannten Lieferverträgen kann das Volumen des Auftrags mit einem niedrigen zweistelligen Millionen Euro-Betrag abgeschätzt werden.
-
Merkmale des GO12 ...
Das Ground Observer 12 von Thales ist ein ultrakompaktes, leichtes System (die eigentliche Sensoreinheit wiegt unter 16 kg) für die Infanterie und Spezialkräfte zur Grenz- und Gefechtsfeldüberwachung. Zum Gerätesatz gehören neben dem Radar selbst, ein Laptop zur Steuerung, ein Dreibein, Kabel und ein Batterie-Pack für sechs Stunden Betrieb. Eine Person kann das Gerät in zwei Minuten in Betrieb nehmen. . Die Daten können dank Ethernet-Schnittstelle über ein beliebiges IP-Netzwerk übertragen werden.
-
Trotz der geringen Größe kann das GO12 im Ku-Band gehende Personen auf Entfernungen von bis zu acht Kilometer und Fahrzeuge oder Hubschrauber auf bis zu 16 Kilometer präzise orten – und das bei völliger Dunkelheit, Nebel oder starkem Regen. Das Gerät wird nicht nur zur Aufklärung genutzt, sondern auch zur Wirkungskontrolle der eigenen Artillerie oder Mörser (Indirect Fire Adjustment).
-
Internationale Nutzung ...
Das GO12 ist seit 2019 in 20 Ländern im Einsatz. Erster Nutzer ist die französische Armée de Terre, die das Gerät unter dem Namen MURIN nutzt. Bedeutendster Nutzer zurzeit ist die Ukraine, die Anfang 2025 eintausend Ground Observer bestellt hat – finanziert von der Bundesregierung. Darüber hinaus nutzen Grenzschutzbehörden und Betreiber kritischer Infrastrukturen das Gerät für die Überwachung von Grenzabschnitte und Anlagen.
-
Abb.: Bundeswehr
Aufbereitet durch die Redaktion der Bundesvereinigung Kameradschaft Deutsche Artillerie e.V.
ALLE RECHTE VORBEHALTEN

70 Jahre Bunderwehr und Sie waren dabei?Dann ist dieser Schlüsselring (Bild) etwas für Sie und Ihre Erinnerungen!Aber Mo...
01/06/2026

70 Jahre Bunderwehr und Sie waren dabei?
Dann ist dieser Schlüsselring (Bild) etwas für Sie und Ihre Erinnerungen!
Aber Moment mal! Hat man Ihnen eigentlich für Ihren Dienst gedankt?
Dann holen wir es hiermit nach, mit aus verwendeten Restbeständen zusammengestelltem Paar in edlem Etui, erhalten Sie dann mit Ihrem Schlüsselanhänger, den extra kreierten Ansteck-Pin "Danke Soldat".
Sie haben richtig gelesen!
Wir schenken Ihnen zum Kauf des Schlüsselrings 70 Jahre Bundeswehr den "Danke Soldat"-Pin gratis dazu!
Das kostet Sie aber keine 50.- €, wie zum Beispiel bei Erinnerungsstücken anderer Anbieter!
Wir sind der Meinung (unsere Redaction),
Sie, unsere Follower, haben etwas Gutes zu einem moderaten Preis verdient.
Darum kostet Sie dieser edle Schlüsselring auch nur 25.- € - allerdings plus Porto für nachverfolgbare Sendung.
Und so kommen Sie zu Ihren "Paar":
Bestellen Sie einfach mit e-Mail unter [email protected] (bitte Ihre Zustelladresse nicht vergessen) und warten die Antwort mit den Überweisungsdaten (wir liefern nur gegen Vorkasse) ab.

Krise, Krieg und Konflikte ...-Hier wird die Freiheit verteidigt, wenn es erforderlich ist“-Die Brigade Litauen der Bund...
01/06/2026

Krise, Krieg und Konflikte ...
-
Hier wird die Freiheit verteidigt, wenn es erforderlich ist“
-
Die Brigade Litauen der Bundeswehr nähert sich ihrer vollen Einsatzbereitschaft mit großen Schritten. Mit der Eingliederung ihrer drei Kampfbataillone hat die Brigade Anfang 2026 einen wichtigen Meilenstein erreicht. Nun folgt der nächste: Bei Freedom Shield übt der Großverband erstmals gemeinsam das Gefecht – am Ende auch im scharfen Schuss.
-
Wie angespannt die Sicherheitslage im Baltikum ist, zeigen die Vorfälle der vergangenen Wochen. Mehrfach griffen NATO-Kampfjets ein, nachdem Drohnen in den Luftraum von Estland und von Lettland eingedrungen waren. In Litauen wurde Luftalarm ausgelöst, nachdem eine Drohne aus Belarus Kurs auf den baltischen Staat genommen hatte. Es waren nicht die ersten dieser Vorfälle – Russland testet immer wieder die NATO-Schutzmaßnahmen an der Ostflanke Europas aus.
-
Dass diese offensichtlich greifen, stimmt Brigadegeneral Christoph Huber zuversichtlich. „Wir können darauf vertrauen, dass wir als NATO insgesamt nicht überrascht werden“, sagt der Kommandeur der Panzerbrigade 45 der Bundeswehr in Litauen. Die NATO habe die von den Drohnen ausgehende Gefahr frühzeitig erkannt und gut reagiert. Auch gegen hybride Angriffe sei die NATO im Baltikum gut aufgestellt, versichert der General, Oberstleutnant David Zeidler. „Ich kann da nicht in Details gehen, aber wir haben ein glasklares Lagebild von den Möglichkeiten, die hier auf belarussischer und russischer Seite vorhanden sind.“ Die Soldatinnen und Soldaten der Brigade sowie deren Angehörige seien für die Problematik sensibilisiert worden, so der Kommandeur.
-
Künftig werden rund 4.800 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr auf Dauer die NATO-Ostflanke in Litauen schützen. „Hier wird die Freiheit verteidigt, wenn es erforderlich ist. Und genau dafür steht die Panzerbrigade 45 Litauen ein“, sagt Huber. Der Aufbau der Brigade gehe planmäßig voran: Anfang des Jahres wurden dem Großverband seine drei Kampfbataillone unterstellt, nun wird erstmals gemeinsam geübt. Es gehe darum, die Soldatinnen und Soldaten auf das zukünftige Konfliktszenario vorzubereiten. „Der erste Feindkontakt wird unbemannt stattfinden“, weiß der General. „Und das bedeutet ganz klar für mich: Wir müssen Drohnen abwehren.“
-
Eine Operation der gepanzerten Einheiten der Brigade – also von Kampfpanzern, Panzergrenadieren und Pionieren – müsse im Zeitalter der Drohnenkriegsführung überhaupt erst einmal möglich gemacht werden, so der General. Und genau dies werde auf dem Truppenübungsplatz Pabrade vier Wochen lang intensiv trainiert: an der Seite der litauischen Streitkräfte, mit 2.600 Soldatinnen und Soldaten aus acht Nationen.
-
Vier Wochen kriegsnahe Ausbildung ...
„Die ersten zwei Wochen sind geprägt durch Ausbildung zu verschiedenen Themen“, sagt Huber. Anschließend werde das Gefecht der verbundenen Waffen unter realitätsnahen Bedingungen trainiert: Erst mit Hilfe des „Ausbildungsgeräts Duellsimulator“, genannt AGDUS, einer Art Lasertag für militärische Zwecke, und schließlich auch im scharfen Schuss. „Über fünf Tage hinweg, 24 Stunden, wird das Gefecht hier auf dem Truppenübungsplatz Pabrade toben in höchster Intensität“, sagt Huber. Es gelte, Schutzschirme gegen gegnerische Drohnen aufzubauen und die Drohnenabwehr des Gegners zu zerschlagen, dann mit unbemannten Systemen anzugreifen und schließlich mit den Panzertruppen die Entscheidung zu suchen.
-
Die immer wieder vorgebrachten Einwände, dass eine Gefechtsübung so nahe am russischen Einflussgebiet weitere Spannungen auslösen könnte, lässt Huber nicht gelten – schließlich sei die NATO ein reines Verteidigungsbündnis. „Wir stehen für Verteidigung und sind damit genau das Gegenteil zum aggressiven russischen Expansionsverhalten, das gegipfelt hat in diesem furchtbaren, grausamen Angriffskrieg gegen die Ukraine“, stellt der General noch einmal klar. Die Brigade Litauen stehe im Baltikum für Freiheit, Menschenwürde und Menschenrechte ein, so ihr Kommandeur. „Wir verteidigen hier die NATO-Ostflanke in Litauen. Und damit verteidigen wir auch gleichzeitig Deutschland und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes.“ Ende 2027 soll die volle Einsatzbereitschaft der Brigade erreicht sein.
-----------------------------------------
ZUR PERSON
Brigadegeneral Christoph Huber kam 1992 zur Bundeswehr und wurde Offizier bei den Panzergrenadieren. Er studierte Staatswissenschaften in München. Anschließend diente er als Zugführer und Kompaniechef sowie in verschiedenen Stabsverwendungen im Verteidigungsministerium und bei der NATO. Zweimal ging Huber in den Auslandseinsatz nach Afghanistan. Von 2016 bis 2019 kommandierte Huber das Panzergrenadierbataillon 122 aus Oberviechtach, das er 2017 als Teil der neu geschaffenen eFP-Battlegroup Lithuania nach Litauen führte. Anschließend leitete Huber das Referat für Militärstrategie, Einsätze und Operationen im Verteidigungsministerium. Im September 2024 übernahm Huber die Verantwortung für den Aufstellungsstab der Panzerbrigade 45 – dem Kern der Brigade Litauen. Seit dem 1. April 2025 ist Huber der Kommandeur des Bundeswehrgroßverbandes im Baltikum.
-----------------------------------------
Abb.: Bundeswehr
Aufbereitet durch die Redaktion der Bundesvereinigung Kameradschaft Deutsche Artillerie e.V.
ALLE RECHTE VORBEHALTEN

29/05/2026

Wir wünschen allen Kameradinnen und Kameraden ein schönes Wochenende ...

Adresse

Augustdorf

Öffnungszeiten

Mittwoch 16:00 - 12:00
Donnerstag 16:00 - 18:45

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Bundesvereinigung Kameradschaft Deutsche Artillerie e.V. - erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Teilen