06/05/2026
Die Konflikte um die Rodelwiese am Heilken begannen vor einigen Jahren, als die Stadt Pläne veröffentlichte, auf der Fläche eine Kindertagesstätte zu errichten. Da die Fläche unter Anwohnern, aber auch vielen Besuchern besonders als Rodelwiese sehr beliebt ist, entwickelte sich schnell eine Bürgerinitiative gegen diese Pläne. Diese erreichte es, dass die Pläne abgelehnt wurden. In diesem Zusammenhang versichern viele, dass es auch ein Versprechen gab, diese Fläche in Zukunft nicht zu bebauen. Dieses Versprechen war allerdings weder planungsrechtlich festgehalten noch protokolliert worden.
Im letzten Jahr gewährte die Stadtverwaltung der Firma West Netz eine Baugenehmigung für einen Teil dieser Fläche, um dort eine POP-Station zur Verteilung von Glasfaser im Gebiet Wetter, aber auch zur Unterstützung der Anbindung anderer Städte, zu errichten. Rechtlich war dies der Stadtverwaltung erlaubt. Solche kleinen Gebäude können als „Geschäft der laufenden Verwaltung" genehmigt werden. Dies dient dazu, die Stadt handlungsfähig zu halten und die Ausschüsse sowie die Kommunalpolitiker zu entlasten. Die Stadtverwaltung argumentiert zudem, keine anderen geeigneten Flächen für diese Station gefunden zu haben. Bei einer Angelegenheit wie dieser hätten wir uns dennoch eine Thematisierung sowohl im Ausschuss als auch mit den Bürgern gewünscht.
Im darauffolgenden Bauausschuss wurde die Verwaltung von uns und den anderen demokratischen Parteien gebeten eine Vorlage zu erarbeiten die restliche Fläche zukünftig zu schützen.
Am Dienstag, letzte Woche, wurde dieser Vorschlag im Bauausschuss vorgelegt. Die Stadtverwaltung argumentierte weiterhin gegen eine solche Sicherung der Fläche. Die Politiker im Ausschuss stimmten jedoch fast alle dafür, die Fläche zu schützen. Einzig die AfD lehnte diesen Schutz ab. Wenn der Rat diesem Beschluss zustimmt, darf künftig nichts mehr auf der Heilkenwiese errichtet werden, ohne dass die Politiker mitentscheiden können. Folglich haben auch die Anwohner und interessierte Bürger die Möglichkeit, auf dortige Planungen einzuwirken, indem sie uns oder die Mitglieder anderer demokratischer Parteien ansprechen oder selbst die entsprechenden Gremien besuchen und dort Bürgeranfragen stellen.