04/07/2026
Wer ist der Mann, der künftig die Geschicke Ahnatals lenken möchte? Was treibt ihn an, was hat ihn geprägt und warum fühlt er sich in Ahnatal zu Hause?
In unserer 👉dreiteiligen Interviewserie lernen Sie den CDU-Bürgermeisterkandidaten Holger Michel Schritt für Schritt kennen. In der 👉ersten Folge geht es um die persönliche Seite: um Heimat, Familie, Leidenschaften und die Frage, was den Menschen hinter dem Politiker ausmacht.
In den kommenden Teilen sprechen wir dann über seine berufliche Erfahrung, seine Kompetenzen und schließlich über seine Ideen und Ziele für die Zukunft Ahnatals.
❓️Herr Michel, stellen Sie sich einmal den Menschen vor, die Sie noch nicht kennen: Wer sind Sie in drei Sätzen?
Ich bin ein mittfünfziger Verwaltungsbeamter mit politischen Ambitionen. Ich bin beruflich und privat pflichtbewusst und gerne bereit, Verantwortung zu übernehmen. Ich bin Vater zweier erwachsener Kinder und Opa.
❓️Wenn Menschen Sie beschreiben müssten – welche Eigenschaften passen am besten zu Ihnen?
bodenständig, zielstrebig, hartnäckig, verbindlich, pflichtbewusst und entscheidungsfreudig
❓️Was hat Sie auf Ihrem Weg besonders geprägt?
Natürlich, wie bei jedem Menschen, die Kindheit. Ich habe viel Zeit in einem kleinen Dorf im Vogelsbergkreis verbracht, aus dem meine Mutter stammt. Das hat mich zum Dorfkind gemacht. Mehrere Ferienaufenthalte in Jugoslawien und in Frankreich haben meinen musikalischen und kulinarischen Geschmack beeinflusst. Persönlichkeiten im Verlauf meiner beruflichen Laufbahn und im Studium, wie mein erster Chef und „alte Verwaltungshasen“ an deren Erfahrungen ich teilhaben durfte, sind mir Vorbild.
❓️Sie leben heute in Ahnatal. Was bedeutet Heimat für Sie persönlich?
Kurz: Der Ort an dem ich lebe. Ahnatal mit seiner Lage zwischen Wald, Dörnberg und Stahlberg und die dörflichen Strukturen Heckershausens und Weimars entsprechen dem, was ich seit frühester Kindheit kenne. So sehr unterscheidet sich Nordhessen nicht vom nördlichen Rand Mittelhessens, woher ich stamme - weder landschaftlich, noch die Dörfer in ihren Strukturen. Ich bin kein Stadtmensch, deshalb macht es mir Ahnatal leicht, mich „zu Hause“ zu fühlen.
❓️Was schätzen Sie an Ahnatal ganz besonders?
Die Natur – den Wald, die Hügel und die weitläufigen Felder –, die Stille – im direkten Vergleich zu Neustadt ist es in Ahnatal sehr ruhig –, das Vereinsleben – zahlreiche Vereinsaktionen und Feste an denen ich auch teilnehmen konnte, haben mich beeindruckt –, die gute Grundversorgung und die Nähe zu Kassel für alles andere.
❓️Wenn gerade keine Termine anstehen und die Arbeit Pause hat – wie verbringen Sie Ihre Freizeit?
Ich verbringe meine Freizeit fast ausschließlich in Ahnatal, am Kammerberg, mit meiner Freundin, ihren Kindern und ihrem Dackel. Wir sind viel unterwegs, oft in der Natur. In der Zeit dazwischen sehe ich meine Eltern, meine Kinder und meinen Enkel. Außerdem muss ich mich aktuell noch um mein Haus und den Garten kümmern, so dass ich für andere Beschäftigungen, wie z. B. die Reparatur von alten Computern oder Geocaching aktuell nur sehr wenig Zeit finde.
❓️Sie engagieren sich seit vielen Jahren ehrenamtlich. Was gibt Ihnen dieses Engagement?
Mein Engagement als Gästeführer verfolge ich seit über 20 Jahren, weil es mir viel Spaß bereitet, Gästen meine Heimatstadt und ihre Sehenswürdigkeiten zu zeigen. In den Vorstand des Tierheimvereines Marburg-Cappel bin ich vor rd.10 Jahren durch meine dienstliche Tätigkeit gelangt, aber das Tierheim ist mir persönlich sehr wichtig. Es liegt mir am Herzen, daher fiel es mir seinerzeit leicht, diese Aufgabe anzunehmen.
❓️Was kann Ihnen im Alltag richtig gute Laune machen?
Wenn ein Plan funktioniert.
❓️Viele kennen Sie auch als Liebhaber historischer Computer. Woher kommt diese Leidenschaft?
Das ist ganz schwer in Worte zu fassen. Es hat wohl mit dem Gefühl zu tun, welches die Geräte bei mir auslösen. Sie erinnern mich an meine Kindheit und mein Jugendlichenalter, als ich viel zu viel Zeit vor diesen Geräten verbracht habe. Die Technik zu verstehen, zu beherrschen und die Möglichkeit, mir heute Geräte anschaffen zu können, die meine Freunde zu Hause hatten oder die wir allenfalls im Kaufhaus ansehen konnten, sind Teil dieser Faszination.
❓️Zum Schluss noch eine persönliche Frage: Was sollten die Menschen über Holger Michel wissen, das in keinem Lebenslauf steht?
Ich besuche gerne die Länder auf dem Balkan und spreche ein wenig Bosnisch/Kroatisch/Serbisch. Meine Lieblingsband – Dubioza Kolektiv – kommt aus Bosnien, mein Lieblingsbasketballclub – Roter Stern – ist aus Belgrad. Beim Fußball schlägt mein Herz für die Frankfurter Eintracht. Ich liebe bosnischen Kaffee. Zum Einkaufen spezieller Lebensmittel fahre ich gelegentlich nach Frankreich und nach Offenbach.
In der nächsten Folge unserer Interviewserie sprechen wir mit Holger Michel über seinen beruflichen Werdegang, seine Erfahrungen in der Verwaltung und die Kompetenzen, die er als Bürgermeister in Ahnatal einbringen möchte.