08/10/2026
Welche Maßstäbe gelten?
An der Fassade des linken Jugendzentrums Gerberstraße 1 befindet sich ein Mordaufruf gegen
einen demokratisch gewählten Politiker „Kill Höcke“.
Das Gebäude gehört dem Gerberstraße 1 e.V. Der Verein erhält gegenwärtig städtische Förderung für
seine Jugendarbeit über den Jugendförderplan der Stadt Weimar.
Umso befremdlicher ist dieser Zustand angesichts des eigenen pädagogischen Anspruchs. Gerberstraße 1 e. V. und das Team Jugendarbeit Weimar beteiligte sich 2021 an einem Projekt über
politische GraƯiti. Dabei wurden ausdrücklich auch Parolen thematisiert, die zu Gewalt auƯordern.
Gleichzeitig finden sich am Haus politische Schmierereien mit dem Bekenntnis zur „ ZONA
ANTIFASCHISTA“, „FCK AFD“ und „FOLLOW YOUR LEADER“
Wie Glaubwürdig ist in diesem Zusammenhang die kritische Auseinandersetzung mit derartigen
Botschaften in der Jugendarbeit und gleichzeitiger Duldung solcher Parolen an der eigenen Fassade.
Wir stellen daher die Frage an die Verantwortlichen des Teams Jugendarbeit der Stadt Weimar, wird
hier wissentlich oder fahrlässig ein extremistischer Schutzraum finanziert.
Gerade angesichts rückläufiger Mittel für die Jugendarbeit verdient die Vergabe öƯentlicher Gelder besondere Aufmerksamkeit. Entscheidend sollte sein, ob geförderte Projekte tatsächlich dem Wohl
junger Menschen dienen und ihrem pädagogischen Auftrag gerecht werden.
Wir als AfD Stadtratsfraktion wollen eine sachliche politische Auseinandersetzung. Unterschiedliche
Überzeugungen gehören zur Demokratie. Gewaltaufrufe haben darin keinen Platz. Diesen Grundsatz
müssen auch öƯentlich geförderte Jugendträger glaubwürdig vertreten.
Dem Verein Gerberstraße 1 e.V. empfehlen wir zur Beseitigung dieser Schmierereien das
Förderprogramm der Stadt Weimar, zu beantragen über den Kommunalservice.
AfD Fraktion im Stadtrat Weimar
Brigitte Stahl