05/06/2015
Gemeinsame Verantwortung für die Parkinsel statt schnelle Forderung nach Sonderbeiträgen
„Das Festival des Deutschen Films ist für Ludwigshafen und weit darüber hinaus eine tolle Kulturveranstaltung, auf das sich viele Menschen jedes Jahr freuen und bei dem sie schöne Tage und Abende auf der Parkinsel verbringen. Die Parkinsel ist mit ihrem Stadtpark ein wichtiges Naherholungsgebiet für alle Menschen in der Stadt und muss besonders geschützt werden. Wir sind der Überzeugung, dass wir, wie in der Vergangenheit auch, beides miteinander in Einklang bringen können, um auch in Zukunft viel Freude am Festival und am Stadtpark zu haben.“ stellt der Vorsitzende der CDU Ludwigshafen-Mitte und Stadtrat aus der Südlichen Innenstadt, Dr. Christian Beilmann, die Grundlage seiner Partei zur Diskussion über eine geforderte Sonderabgabe auf Festivaltickets dar.
„Wir müssen immer wieder aufs neue schauen, wie wir die Abläufe rund um das Festival besser gestalten können, um die Parkinsel bestmöglich zu schützen. Das heißt auch insbesondere, die Zeit des Aufbaus und der Wiederherstellung der Wiesen so kurz wie möglich zu halten. Eine Sonderabgabe ist sicher hierfür nicht die richtige Lösung“ führt Beilmann aus. Den Ruf nach einer solchen Abgabe sieht er sogar als gefährlich an. So möchte Beilmann verhindern, dass man sich aus der gemeinsamen Verantwortung für die Parkinsel quasi freikaufen könne, weil man ja einen Beitrag leiste. Auch schade diese Diskussion dem Festival im Speziellen, aber auch dem gesamten Gefüge an Kultur- und Sportveranstaltungen in der Stadt. So stellt er die Frage, warum eine einzelne Veranstaltung zu einem Sonderbeitrag genötigt werden solle und alle anderen Veranstaltungen wie bisher abgehalten werden können. „Wir sollten nicht das bewährte System mit punktuellen Eingriffen in Frage stellen“ ermahnt Beilmann mit Blick auf die ganze Stadt und die vielen, oft kleinen Veranstaltungen, die durch ähnliche Forderungen gefährdet wären.
In Richtung der Sozialdemokraten, die die Forderung nach dem sogenannten „Parkinsel-Soli“ öffentlichkeitswirksam unterstützen, wünscht sich Beilmann, „dass diese Thematik nicht einseitig angegangen wird und dass so tolle Veranstaltungen wie das Filmfestival nicht in erster Linie als Verursacher von Schäden gesehen werden.“