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21/10/2025
15/10/2025

Die Würde des Patienten: Cannabis zwischen Medizin und Politik

Seit 2017 können Ärztinnen und Ärzte in Deutschland Cannabis medizinisch verschreiben. Das war ein wichtiger Schritt für viele schwerkranke Menschen. Doch die Realität sieht oft anders aus, als das Gesetz es vorsieht.

Was viele nicht wissen:
Patientinnen und Patienten suchen oft monatelang nach einem Arzt, der Cannabis verschreibt. Viele Praxen lehnen ab – aus Unsicherheit, weil es keine klaren Leitlinien gibt. In ländlichen Regionen kann der nächste verschreibungsbereite Arzt weit entfernt sein.

Was sich jetzt ändern soll:
Ab Oktober 2025 müssen Cannabis-Patienten viermal im Jahr persönlich zum Arzt – zusätzlich zu allen anderen Terminen. In einem überlasteten Gesundheitssystem mit monatelangen Wartezeiten kann das bedeuten: Kein Termin = keine Medikation.

Die Cannabis-Evaluierung vom September 2025 zeigt:
Die geplanten legalen Bezugswege (Cannabis Clubs) decken weniger als 0,1% des Bedarfs. Die medizinische Verschreibung ist für viele Menschen der einzige funktionierende legale Weg.

Unser Fazit:
Missbrauch muss verhindert werden – aber nicht auf Kosten von Menschen, die Cannabis verantwortungsvoll und unter ärztlicher Begleitung nutzen. Wir brauchen differenzierte Lösungen statt pauschaler Verbote.

https://deutsche-cannabis-akademie.de/kritiken/die-wuerde-des-patienten-cannabis-zwischen-medizin-und-politik/

Teilt gerne Eure Meinung, faktisch und wertschätzend.
Überlasst die Empörungskultur den anderen...

30/09/2025

Cannabis & Psychopharmaka: Was Sie über Wechselwirkungen wissen sollten!
Immer mehr Menschen nutzen medizinisches Cannabis – gleichzeitig nehmen viele Psychopharmaka wie Antidepressiva, Neuroleptika oder Schlafmittel ein. Doch wussten Sie, dass insbesondere CBD den Abbau dieser Medikamente im Körper verändern kann? Das kann zu verstärkten Nebenwirkungen oder gefährlichen Wirkspiegeln führen.

Unser neuer Artikel der Deutschen Cannabis Akademie erklärt:
✔️ Wie Cannabis den Medikamentenstoffwechsel beeinflusst
✔️ Warum Rauchstopp gefährlich sein kann (z. B. bei Clozapin)
✔️ Welche Kombinationen besonders kritisch sind
✔️ Was Patient:innen und Ärzt:innen unbedingt beachten sollten

Der zertifizierte Sachverständige für Cannabis-Medikation (DCA) Dennis Olliges hat den KonCanG-Bericht gründlich analysi...
09/09/2025

Der zertifizierte Sachverständige für Cannabis-Medikation (DCA) Dennis Olliges hat den KonCanG-Bericht gründlich analysiert.

Ergebnis:

"Auch beim medizinischen Cannabis ist die Bilanz enttäuschend: 94 Prozent der Apothekenkund:innen zahlen selbst, ohne Kassenrezept. Damit bleibt der Zugang abhängig vom Einkommen, schwerkranke Menschen und „Lifestyle-Patient:innen“ stehen in derselben Kostenfalle.

Eine faire Versorgung erfordert verbindliche Kostenübernahme bei klar definierten, schweren Indikationen, etwa Parkinson, MS oder chronischen Schmerzsyndromen. Bei unspezifischen Diagnosen wie Rückenschmerzen oder Schlafstörungen darf Cannabis nicht zum bequemen Lifestyle-Rezept werden. Nötig sind jedoch transparente, einheitliche Kriterien, um Ärzt:innen und Patient:innen vor endlosen Antragsverfahren und willkürlichen Ablehnungen zu schützen.

Die Daten des KonCanG-Berichts machen deutlich: Das Cannabisgesetz wirkt, aber nicht überall. Damit es mehr ist als ein halber Schritt, braucht es Nachbesserungen."

Quelle:

Ein Projektbericht zum CanG zeigt: Erwachsene kaufen legal, Jugendliche nicht. Was beim CanG nachgebessert werden muss, liest du hier.

30/08/2025

Was bringt die Cannabis-Legalisierung wirklich? Die KonCanG-Studie liefert erste Antworten

Seit April 2024 ist Cannabis für Erwachsene in Deutschland unter bestimmten Bedingungen legal. Eine neue Studie zeigt jetzt: Die Mehrheit der Konsumierenden nutzt diese neuen legalen Wege aktiv.

88 % der befragten Erwachsenen beziehen ihr Cannabis inzwischen über Eigenanbau, Apotheken oder Anbauvereinigungen – ein großer Sprung im Vergleich zu den 23 % vor der Gesetzesänderung. Gleichzeitig sinkt der Anteil, der noch über Dealer*innen kauft, deutlich.

Aber es gibt auch Schattenseiten: Vor allem Jugendliche konsumieren häufiger synthetische Produkte wie HHC – oft im öffentlichen Raum. Das zeigt, wie wichtig Begleitmaßnahmen wie Aufklärung und Jugendschutz sind.

Die Botschaft: Legalisierung verändert den Markt – aber sie ersetzt nicht die Prävention.

30/08/2025

Neue Studie: Cannabis & Krebs bei jungen Erwachsenen

Forscher:innen aus den USA und Kanada haben Daten von 2000–2019 ausgewertet:

Brustkrebs (20–34 J.) und Hodenkrebs (15–39 J.) traten häufiger in Regionen mit Cannabis-Legalisierung auf.

Besonders auffällig: eine aggressive Form von Brustkrebs.

Der Anstieg verlief parallel zur steigenden THC-Stärke.

Wichtig: Die Studie zeigt Zusammenhänge, keine gesicherte Ursache. Viele Faktoren spielen beim Krebsrisiko eine Rolle.

Fazit: Cannabis hat medizinisches Potenzial – doch gerade für Jugendliche und junge Erwachsene müssen auch mögliche Risiken ernsthaft untersucht werden.
https://deutsche-cannabis-akademie.de/forschung/cannabis-und-krebs-was-aktuelle-studien-bei-jungen-erwachsenen-zeigen/?fbclid=IwY2xjawMfTnBleHRuA2FlbQIxMQABHkXiPGUgku29GqtuIW4m8ffhceCXqNac7y_LIr5XOJwP-b0Fu8_f38F4YjeG_aem_BDQ2rerniEyNok3dqQfvSQ

25/07/2025

Medizinisches Cannabis: Warum so viele schwer kranke Menschen trotzdem leer ausgehen
Der Marburger Bund warnt aktuell vor den Folgen der Cannabis-Teillegalisierung – dabei übersehen viele die andere Seite der Realität: Menschen, die medizinisches Cannabis dringend brauchen, haben oft keinen Zugang, obwohl es gesetzlich erlaubt ist.

Seit Jahren begleiten wir Patient:innen, die mit chronischen Schmerzen, Spastik oder anderen schweren Erkrankungen leben – und für die Cannabis eine echte Chance bedeutet. Doch der Weg zur Therapie ist in Deutschland ein Albtraum:

Wochenlange Wartezeiten auf Kassenentscheidungen
Widersprüche, Klagen, Gutachten
Ärzte, die aus Angst vor Regress gar nicht mehr verordnen
Genehmigungen, die keine echte Sicherheit bieten

Und das, obwohl laut Gesetz (SGB V) die Versorgung erlaubt ist – wenn keine wirksame Alternative vorhanden ist.

Gleichzeitig steigen die Cannabis-Importe um 170 %, aber die Kassen-Verschreibungen nur um 9 %. Das zeigt: Die Versorgung bricht nicht wegen Missbrauch zusammen – sondern wegen Hürden im System.

🧾 In meinem aktuellen Artikel auf der Webseite der Deutschen Cannabis Akademie erkläre ich, warum Patient:innen und Ärzt:innen zwischen Gesetz und Realität zerrieben werden – und was sich dringend ändern muss.

Kann Cannabis das Herz belasten? Neue Studien sagen: Ja – vielleicht.Zwei neue Untersuchungen zeigen: Wer regelmäßig Can...
15/07/2025

Kann Cannabis das Herz belasten? Neue Studien sagen: Ja – vielleicht.
Zwei neue Untersuchungen zeigen: Wer regelmäßig Cannabis konsumiert – ob geraucht oder als Edible – könnte ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall oder Gefäßprobleme haben. Besonders gefährdet sind Menschen mit Vorerkrankungen oder hohem Konsum.

Auch bei jungen, gesunden Konsumierenden zeigen sich erste Anzeichen für veränderte Gefäßfunktionen – das kann langfristig zum Problem werden.

‼️ Wichtig: Diese Studien beweisen nicht, dass Cannabis automatisch das Herz schädigt. Aber sie zeigen, dass der Konsum nicht harmlos ist, vor allem nicht bei regelmäßigem oder unkontrolliertem Gebrauch.

Unser Tipp für Patient*innen
Bei bestehenden Risiken oder Beschwerden sollte eine ärztliche Einschätzung eingeholt und Cannabiskonsum offen kommuniziert werden.

IKK classic & Hilfsmittelversorgung: Auch medizinische Vaporizer betroffenAktuell bestehen keine gültigen Versorgungsver...
09/07/2025

IKK classic & Hilfsmittelversorgung: Auch medizinische Vaporizer betroffen

Aktuell bestehen keine gültigen Versorgungsverträge zwischen vielen Apotheken und der IKK classic im Bereich Hilfsmittel. Das kann unter anderem ärztlich verordnete medizinische Vaporizer wie den Mighty Medic oder Volcano Medic betreffen, die als Medizinprodukte zugelassen sind.

Optionen für IKK-Versicherte im Überblick:

1. Apotheken mit Einzelvertrag nutzen
Über die Vertragspartnersuche der IKK classic lassen sich Apotheken oder Sanitätshäuser finden, die weiterhin direkt mit der Kasse abrechnen können.

2. Privat zahlen & Erstattung beantragen
Es besteht die Möglichkeit, Hilfsmittel privat zu erwerben und die Rechnung bei der Krankenkasse einzureichen. Eine Rückerstattung ist jedoch nicht garantiert.

3. Kostenübernahme vorab beantragen
Vor dem Kauf kann ein schriftlicher Antrag auf Kostenübernahme bei der IKK classic gestellt werden. Eine Genehmigung erfolgt im Einzelfall.

4. Abgabe gegen Zuzahlung oder Verweis an andere Stellen
Einige Apotheken verzichten bewusst auf Einzelverträge aufgrund wirtschaftlicher Nachteile und können gesetzlich nicht verpflichtet werden, Hilfsmittel ohne Vertrag zulasten der Kasse abzugeben.

Die Situation bleibt dynamisch. Es lohnt sich, bei Verordnung von Hilfsmitteln (z. B. medizinischen Vaporizern) rechtzeitig nachzufragen.

Wer Erfahrungen oder Hinweise teilen möchte, kann das gern in den Kommentaren tun.

07/07/2025

Ein Wochenende voller spannender Vorträge, bei glücklicherweise ganz annehmbaren Temperaturen, liegt hinter uns. Unseren Teilnehmern qualmen sicher noch die Köpfe. Jetzt wird für die Prüfung gelernt, die Lerngruppe hat sich schon formiert.

Wir danken ganz herzlich unseren Dozenten des zweiten Teils, Alexander Daske, Marko Blisse, Julia Groß von MeerHanf in Greifswald, Søren von Horsten, Melanie Hermann, Thorsten Hetfeld, Stefan Kruse und Henning Wilts für die spannenden Inhalte.

Es ist immer wieder bewundernswert, wie sie es schaffen, Inhalte kompetent und verständlich zu vermitteln.
Hier nochmal ein besonders großer Dank für die Zeit und Geduld alle Fragen zu beantworten und bei manchmal auch etwas längeren und intensiven Diskussionen in dem Beginn Vortragszeiten so flexibel zu sein.

Vielen Dank auch an Dr. Christiane Neubaur, die unsere Ausbildung als Gastteilnehmerin besuchte und mit Ihren Fragen und Ergänzungen zum Erfolg beigetragen hat.

Wir freuen uns schon auf unsere neuen zertifizierten Sachverständigen für Cannabis – Medikation.

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