20/03/2026
Die Schauspielerin Collien Fernandes hat öffentlich gemacht, was viele Frauen erleben: digitale Gewalt, Erniedrigung, das Ausgeliefertsein.
Und vielleicht ist genau das der Punkt, der am meisten umtreibt:
Wie viel davon bleibt eigentlich immer unsichtbar?
Wie viele Frauen erleben das – und tragen am Ende nicht nur die Folgen, sondern auch noch die Scham?
Diese Scham sitzt tief. Sie hält Menschen davon ab, zu sprechen. Und sie sorgt dafür, dass Täter viel zu lange unbehelligt bleiben.
Diese Scham gehört nicht zu den Frauen. Sie hat dort nie hingehört. Sie gehört zu den Tätern.
Zu denen, die Grenzen überschreiten. Zu denen, die glauben, sie könnten sich im Verborgenen alles erlauben.
Was mich wütend macht, ist diese Sicherheit der Täter.
Die Sicherheit, nicht entdeckt zu werden.
Nicht ernst genommen zu werden.
Diese Sicherheit ist kein Zufall. Sie ist das Ergebnis von Strukturen, die Täter schützen – und Betroffene allein lassen.
Es ist unsere Pflicht, diese Strukturen zu ändern.
Deshalb fordern wir:
Deepfakes durch KI und nicht-einvernehmliche Nacktbilder müssen strafbar werden
Plattformen müssen rechtswidrige Inhalte proaktiv stoppen
Denn digitale Gewalt ist reale Gewalt.
Wir müssen alles dafür tun, dass sich kein Täter mehr sicher fühlen kann.
Nicht im Netz. Nicht in Beziehungen. Nicht im Schutz der Unsichtbarkeit.
Das bedeutet bessere Gesetze.
Das bedeutet konsequentes Handeln.
Und das bedeutet eine Gesellschaft, die nicht mehr wegschaut.
Die Gesetze müssen härter werden. Diese Lücken müssen geschlossen werden!
Denn eine Vergewaltigung ist eine Vergewaltigung IST eine Vergewaltigung.