Viele Probleme und komplexe Aufgabenstellungen für Gemeinden im ländlichen Raum
lassen sich nicht mehr allein auf lokaler Ebene lösen. Nach dem Motto „Gemeinsam sind wir stärker“ haben sich die Gemeinden Leinach,
Erlabrunn, Himmelstadt, Margetshöchheim, Retzstadt, Thüngersheim und die Märkte Zell
und Zellingen mit den Ortsteilen Retzbach und Duttenbrunn zur Allianz „Main-
Wein-Garten“ zusammengesc
hlossen. Gemeinsam haben sie ein „Integriertes ländliches
Entwicklungskonzept“ (ILEK) für die zukünftige Entwicklung der Region und zur besseren
Zusammenarbeit der Kommunen erarbeitet. Aufgabe des ILEK war die Erarbeitung von gemeinsamen Handlungsstrategien in
verschiedenen Bereichen („Handlungsfelder“) und die Entwicklung von
zukunftsorientierten und nachhaltigen Lösungsansätzen in interkommunaler Abstimmung
zur Stärkung der Region. Es sollten Einsparmöglichkeiten erschlossen und Projekte, die
die Gemeinden nicht alleine realisieren könnten, gemeindeübergreifend geplant werden. Im Zentrum stehen dabei die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen für die
Bewohner, der bessere Umgang mit den demographischen Veränderungen, die
Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit und die Steigerung der Attraktivität für Gäste und
Erholungssuchende. Wesentlicher Bestandteil der Integrierten Ländlichen Entwicklung ist der intensive
interkommunale Dialog, dem in den Sitzungen des Lenkungsausschusses eine Plattform
geboten wird. Im Lenkungsausschuss treffen sich regelmäßig die Bürgermeister der
beteiligten Gemeinden, die Arbeitskreisleiter, das Amt für Ländliche Entwicklung sowie
weitere Behörden und Stellen. Sämtliche Projektschritte und –ergebnisse werden
innerhalb des Lenkungsausschusses besprochen und abschließend gemeinsam
entschieden. Eine weitere wichtige Komponente ist eine intensive Beteiligung der Bürgerschaft. Bürgerinnen und Bürger sind dabei eingeladen, ihre Ideen in den Prozess einzubringen,
um das Profil der gemeinsamen Zukunft der Region zu schärfen.