13/06/2026
+++ Steinhuder Meer: 4 Personen im Wasser +++
Gestern wurden wir zum Ostenmeer alarmiert. Dort war ein Katamaran gesichtet worden, der mehrfach gekentert sein sollte.
Bei unserem Eintreffen trieb der Katamaran bereits auf der Seite liegend tief im Naturschutzgebiet. Ein Kamerad im Wasserrettungsanzug machte sich umgehend durch das flache Wasser auf den Weg zu den beiden Personen, die sich noch im Wasser befanden.
Die beiden Segler berichteten, dass aufgrund eines technischen Defekts ein Weitersegeln nach dem ersten Kentern nicht mehr möglich gewesen sei. Dadurch trieben sie immer weiter ab.
Gemeinsam gelang es, den Katamaran aus dem sehr flachen Bereich zu unserem Rettungsboot zu ziehen. Anschließend schleppten wir das Boot zu seinem Heimathafen und begleiteten die beiden Segler dort wohlauf, jedoch leicht erschöpft, bis zum Steg.
Auf dem Rückweg fiel uns nur wenige hundert Meter entfernt ein weiteres gekentertes Segelboot auf. Nach einer kurzen Erkundung und einem Gespräch mit den beiden Seglern stellte sich heraus, dass diese gezielt Kenterübungen durchführten. Aufgrund der Wetterlage und der exponierten Position baten wir sie, die Übungen zu einem späteren Zeitpunkt fortzusetzen, um weitere Notrufe und unnötige Einsätze zu vermeiden. Uns ist bewusst, dass solche Übungen zur seglerischen Ausbildung dazugehören – die Sicherheit aller Beteiligten sollte dabei jedoch stets im Vordergrund stehen.
🚨 Hinweis: Gerade bei wechselhaftem Wetter werden gekenterte Boote häufig von aufmerksamen Passanten gemeldet. Wer bewusst Übungen durchführt, sollte daher die Wetterbedingungen sorgfältig abwägen und möglichst Bereiche wählen, in denen keine Verwechslung mit einer tatsächlichen Notlage zu erwarten ist.