30/04/2020
Vor einem Jahr hat sich die GLL aufgelöst –
Wir sind damals intern an einen Punkt gekommen wo wir der Meinung waren, es läge an uns. Jetzt fast ein Jahr später stellen wir fest, dies war eine Fehleinschätzung.
11 Monate nach unserer Auflösung und 6 Monate nach den letzten Wahlen hat sich nichts geändert. Es gibt keinen neuen AStA obwohl die Wahlprogramme alle gleich waren. Daher folgende Ankündigung:
Wenn bis zum 30.05.2020 nicht erkennbar ist, dass die Studierendenvertretung aka der AStA tatsächlich arbeitet kommen wir zurück!
Unseres Erachtens sind aktuell folgende Themen in den Mittelpunkt zu rücken:
Viele Studierenden haben ihre Jobs und auch damit ihre Existenzgrundlage verloren. Diesem Umstand muss die Studierendenvertretung solidarisch begegnen und die Vergabe von Kleinkrediten öffnen und entsprechend anpassen. Jedoch darf dieser Umstand nicht allein innerhalb der Studierendenschaft gelöst werden, so können die Kleinkredite nur als kurzfristige Lösung in Betracht gezogen werden. Es gilt mit anderen Studierendenschaften darauf hin zu arbeiten, dass eine einfach zu beantragende Finanzierungsmöglichkeit vom Land geschaffen wird. Die Universität selbst befindet sich im Minimalbetrieb, trotzdem erwarten wir ein kurzfristiges Stipendienprogramm für Studierende der Universität Siegen.
Außerdem muss geprüft werden, inwiefern Gelder, die an die Verkehrsbetriebe gezahlt wurden, zurückgefordert werden können, da die Verkehrsbetriebe ihren aktuellen Verpflichtungen nicht nachkommen. Es ist unaushaltbar, dass die VWS sich jeden Extrabus in der ESE-Woche bezahlen lässt und ihnen jetzt das Geld hinterher geworfen wird.
Wir verlangen eine transparente Aufstellung darüber was mit den Geldern passiert, die an das Studierendenwerk gezahlt worden sind und die eigentlich in die Subvention von Essen hätten fließen sollen. Was passiert mit dem Geld, ist es möglich es an die Studierenden zurückzuzahlen, kann man Studierenden in Wohnheimen deren Finanzierungsgrundlage verloren gegangen ist die Miete erlassen etc. Diese Fragen müssen geklärt und mit politischen Forderungen in die Öffentlichkeit getragen werden.
Die Krise ist für viele nicht nur eine finanzielle, sondern auch eine psychische Belastung. Der AStA sollte dringend eine Struktur schaffen, an die man sich unbürokratisch und mehrsprachig wenden kann, um diesen Belastungen und Problemen zu begegnen. Die Stellen sind da, das Geld auch, es muss nur umgesetzt werden. Es wäre denkbar die/alle Referent*innen zu schulen oder direkt Personen mit entsprechenden Qualifikationen einzustellen, wenn auch nur befristet auf 6 Monate.
Hinter allen diesen Fragen steht natürlich auch die Frage, was macht der AStA gerade? Die Frist für Härtefallanträge wurde verlängert und es gibt eine Online-Seminarreihe. Mehr ist nicht erkennbar, laut der Homepage des AStA hat der AStA-Rat seit Anfang Februar nicht mehr getagt. Diese Untätigkeit und oder Intransparenz ist nicht hinnehmbar und Wasser auf den Mühlen aller Kritiker der Verfassten Studierendenschaft. Es gilt gerade jetzt sich als emanzipatorische verstehende Kräfte hervorzutun und zu zeigen, dass die Bedürfnisse derer die man vertritt einem nicht egal sind und man bereit ist etwas zu tun, jenseits von Online-Seminaren, davon gab und gibt es wirklich genug.
Morgen ist 1. Mai – Solidarität muss praktisch werden!