Heiko Buchalik - Stark für Selm

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20/03/2026

🏛️ Ratssitzung Selm vom 19.03. – Das Wichtigste im Überblick

In der gestrigen Ratssitzung wurden mehrere wichtige Themen für unsere Stadt behandelt. Wir haben die wesentlichen Details für euch zusammengefasst:

🏘️ Kreisstraßenhäuser & Wohnungsbau
Zu Beginn informierte der Bürgermeister darüber, dass der Vertrag zur Übernahme der Kreisstraßenhäuser unterzeichnet wurde. Der Abriss soll voraussichtlich bis zum Ende der Ferien erfolgen. Die anschließende Bebauung ist geplant, steht aber unter dem zeitlichen Vorbehalt, dass Fördermittel rechtzeitig bereitgestellt werden.
Anmekrung: Wie bereits aus einer früheren Aussage des Landrats hervorgeht, sollen auf dem Gelände rund 74 bis 78 kleinere Wohnungen entstehen.

📉 Angespannte Haushaltslage
Ein zentraler Punkt war der Haushalt. Es wurde ein Defizit von –6,9 Millionen Euro festgestellt. Ziel ist es, dieses bis zum Jahr 2034 auszugleichen. Die endgültige Verabschiedung des Haushalts ist für den 9. Juli 2026 vorgesehen. Damit bleibt die finanzielle Lage der Stadt extrem angespannt.

🏫 Offener Ganztag (Investitionen von rund 15,9 Mio. Euro)
Hier haben wir als Fraktion einen klaren Änderungsantrag eingebracht. Unser Ziel war es, Transparenz bei der Finanzierung zu schaffen und das Land stärker in die Pflicht zu nehmen. Konkret wollten wir:

die Finanzierungslücke offenlegen
rechtliche Schritte anderer Kommunen unterstützen
das Land konsequent zur vollständigen Kostenübernahme auffordern
Leider wurde dieser Antrag durch Mehrheiten von CDU und SPD abgelehnt.

🚗 Verkehrsregelung im Borker Ortskern
Einen weiteren wichtigen Punkt konnten wir im Bereich der Anfragen verorten. Hier haben wir hier in Bezug auf das Durchfahrverbot in der Borker Innenstadt (Anlieger frei) kritisch nachgefragt:

Warum wird das als einfache Verwaltungsmaßnahme behandelt?

Warum erfolgt keine Beratung im zuständigen Fachausschuss?

Auf welcher Grundlage wird angenommen, dass reine Beschilderung den Verkehr reduziert?

Die Diskussion war deutlich und teilweise kontrovers. Dabei wurde auch aus anderer Fraktionen heraus Kritik an der Vorgehensweise der Verwaltung geäußert. Wir sind überzeugt, dass am Ende klar wurde: Solche Maßnahmen gehören politisch beraten und nicht isoliert umgesetzt.

📢 Unser Fazit:
Selm steht vor großen finanziellen und strukturellen Herausforderungen. Umso wichtiger ist es, Entscheidungen transparent, nachvollziehbar und gemeinsam mit Rat und Bürgern zu treffen.

Für euch
Stark für Selm
in der Fraktion FDP # Stark für Selm

+++ Verkehrsregelung im Borker Ortskern – meine persönliche Einschätzung +++Vorweg: Die folgende Einschätzung ist meine ...
09/03/2026

+++ Verkehrsregelung im Borker Ortskern – meine persönliche Einschätzung +++

Vorweg: Die folgende Einschätzung ist meine persönliche Meinung und spiegelt nicht zwingend die Position meiner Fraktion wider.

Die Stadt Selm hat angekündigt, den überörtlichen Durchgangsverkehr im Borker Ortskern künftig zu verbieten. Genau hierzu wurde ich einige Male befragt. Also ziel ist es, die Situation für die Anwohner an Hauptstraße, Waltroper Straße, Bahnhofstraße und weiteren Bereichen zu verbessern. Grundsätzlich kann ich dieses Anliegen gut nachvollziehen. Viele Menschen vor Ort berichten seit Jahren über eine hohe Verkehrsbelastung.

Trotzdem lohnt sich ein genauer Blick auf die gewählte Maßnahme.

Die Regelung basiert im Wesentlichen auf einer Beschilderung „Anlieger frei“. Damit soll verhindert werden, dass Autofahrer den Ortskern als Abkürzung nutzen. In der Praxis stellt sich jedoch eine zentrale Frage: Wie soll diese Regelung kontrolliert werden? Ob jemand tatsächlich ein Anliegen im Ortskern hat oder lediglich durchfährt, lässt sich nur schwer überprüfen. Ohne regelmäßige Kontrollen besteht daher die Gefahr, dass ein Teil des Durchgangsverkehrs weiterhin durch den Ortskern fährt.

Ein weiterer Punkt betrifft das Verfahren. Der Rat der Stadt Selm hat im November 2025 beschlossen, dass Maßnahmen zur Verkehrslenkung im Rahmen eines Verkehrslenkungskonzeptes entwickelt werden sollen. Die daraus abgeleiteten Einzelmaßnahmen sollten zunächst im zuständigen Ausschuss beraten und anschließend im Rat beschlossen werden. Zudem ist im Rahmen dieses Prozesses eine Bürgerbeteiligung vorgesehen.

Aus meiner Sicht handelt es sich bei der aktuellen Regelung ebenfalls um eine Form der Verkehrslenkung, da der Verkehr gezielt aus dem Ortskern herausgeführt und über andere Straßen, insbesondere über die B236, geleitet werden soll. Gerade deshalb hätte ich es für sinnvoll gehalten, diese Maßnahme zunächst im zuständigen Ausschuss zu beraten und politisch einzuordnen.

Am Ende geht es nicht nur um gute Absichten, sondern um wirksame Lösungen. Wenn wir den Verkehr im Ortskern wirklich reduzieren wollen, brauchen wir Maßnahmen, die nachvollziehbar geplant sind, politisch transparent diskutiert werden und deren Wirkung am Ende auch überprüfbar ist.

So sehe ich den Sachverhalt.

Heiko Buchalik
Stark für Selm

07/03/2026

Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Mobilität, Umwelt- und Klimaschutz hat am 05.03.2026 getagt – das waren die beherrschenden Themen:

Im Bereich Offener Ganztag wurde einstimmig ein Grundlagenbeschluss für bauliche Erweiterungen an der Ludgerischule und an der Grundschule „Auf den Äckern“ in Bork gefasst, damit künftig ausreichend Plätze für Kinder zur Verfügung stehen.

Der Bürgermeister hat außerdem eine Verwaltungsmaßnahme bekanntgegeben: Im Ortskern Bork (von der Waltroper Straße bis „Auf der Schlucht“) wird testweise eine Durchfahrtsbeschränkung eingeführt, um den Durchgangsverkehr zu reduzieren und den Kernbereich zu entlasten. Navigationsdienste wurden aufgefordert, den Ortskern in ihren Routen zu umfahren und mehrere Straßen für LKW zu sperren

Für Euch
Dennis von Stark für Selm

26/02/2026

In eigener Sache – es geht um Klarheit

In der aktuellen Berichterstattung zur Grundsteuer wird unsere Fraktion wiederholt lediglich als „FDP“ bezeichnet.

Das ist unvollständig.

Unsere Fraktion im Rat der Stadt Selm heißt
„FDP # Stark für Selm“.

Sie besteht aus der FDP und der Wählergemeinschaft STARK FÜR SELM. Der Zusatz ist kein Wahlkampfspruch und keine Fußnote, sondern Teil der offiziellen Fraktionsbezeichnung im Rat.

Gerade bei einem Thema wie der Grundsteuer, bei dem wir eine klare und eigenständige Position vertreten haben, ist eine korrekte Benennung keine Nebensache. Wer politische Verantwortung trägt, sollte auch eindeutig benannt werden.

Wir haben die Redaktion daher um Klärung gebeten und darum, die vollständige Fraktionsbezeichnung künftig zu verwenden sowie bestehende Berichte entsprechend zu prüfen.

Transparenz beginnt bei der richtigen Bezeichnung.

+++ Bericht aus der gestrigen Ratssitzung – so habe(n) ich / wir es wahrgenommen +++In der gestrigen Ratssitzung stand d...
20/02/2026

+++ Bericht aus der gestrigen Ratssitzung – so habe(n) ich / wir es wahrgenommen +++

In der gestrigen Ratssitzung stand die Festsetzung der Hebesätze für die Grundsteuer und die Gewerbesteuer im Mittelpunkt. Am Ende konnten wir die 990 Prozent bei der Grundsteuer B nicht verhindern. SPD und CDU haben sich mit ihrer Mehrheit durchgesetzt und die Erhöhung in dieser Form beschlossen.

Zu Beginn der Beratung wurde ausführlich dargelegt, weshalb diese Steueranpassung aus Sicht der Verwaltung notwendig sei. Die schwierige Haushaltslage ist bekannt. Auch wir bestreiten nicht, dass Konsolidierungsmaßnahmen erforderlich sind. Entscheidend ist jedoch die Frage, wie diese Maßnahmen ausgestaltet werden und wie ausgewogen die Lasten verteilt werden.

Im weiteren Verlauf wurde unser Änderungsantrag diskutiert. Ziel war es, die Entwicklung der Hebesatzsteigerungen seit 2012 in den Blick zu nehmen und die Belastung privater Haushalte nicht weiter einseitig zu erhöhen. Seitens der CDU wurde eingewandt, unser Antrag vermittle ein falsches Bild, da Unternehmen absolut betrachtet höhere Steuerbeträge zahlen würden. Das haben wir nie bestritten. Unsere Argumentation bezog sich ausdrücklich auf die Entwicklung der prozentualen Hebesatzsteigerungen und auf die Frage, wer in den vergangenen Jahren die Hauptlast getragen hat. Hier zeigt sich über Jahre hinweg eine deutliche Verschiebung zulasten privater Haushalte.

Weiter wurde vorgetragen, Unternehmen könnten bei einer stärkeren Erhöhung abwandern. Zudem wurde auf ihr Engagement bei Stadtfesten und Veranstaltungen verwiesen. Dieses Engagement erkennen wir ausdrücklich an. Dennoch dürfen steuerpolitische Entscheidungen nicht von Sponsoringüberlegungen abhängig gemacht werden. Maßstab müssen Leistungsfähigkeit, Fairness und langfristige Stabilität sein.

Besonders irritierend empfanden wir die Wortbeiträge der SPD. Uns wurde vorgeworfen, unfair zu handeln, weil wir unsere politische Position öffentlich vertreten. Darüber hinaus wurde die Mehrbelastung mit einem Vergleich aus einem Gesellschaftsspiel relativiert. Es gehe lediglich um 1 Euro bis 3,59 Euro im Monat. Für uns ist die Aussage, eine Belastung sei gering, keine tragfähige Begründung für eine Steuererhöhung. Entscheidend ist die Gesamtentwicklung.

Ein Rentner zahlt die Grundsteuer aus bereits versteuertem Einkommen. Gleiches gilt für Arbeitnehmer. Beide tragen die Belastung aus ihrem Nettoeinkommen, ohne vergleichbare steuerliche Anrechnungsmöglichkeiten. Unternehmen können hingegen die Gewerbesteuer nach § 35 EStG teilweise auf die Einkommensteuer anrechnen, was private Haushalte nicht können. Zudem bemisst sich die Gewerbesteuer am Gewinn und kann durch betriebliche Ausgaben beeinflusst werden. Diese strukturellen Unterschiede müssen bei der Bewertung berücksichtigt werden.

Wer die Entwicklung seit 2012 betrachtet, erkennt eine erhebliche Steigerung der Hebesätze. Hinzu kommt die Neubewertung der Grundsteuermessbeträge. Gerade viele Eigentümer älterer Zechenhäuser in Selm haben bereits deutliche Mehrbelastungen erfahren. Gleichzeitig steigen Renten und Löhne nicht in einem Umfang, der solche Entwicklungen automatisch ausgleicht. CO₂-Abgabe, steigende Heizkosten und höhere Energiepreise verschärfen die Situation zusätzlich.

Ein weiterer Punkt wird aus unserer Sicht zu wenig beachtet: Diese Steuererhöhung war ursprünglich erst für 2027 als Absichtserklärung im Haushaltssicherungskonzept vorgesehen. Damals ging man von einem Effekt von rund 2,55 Millionen Euro aus. Inzwischen bewegt sich das Defizit in Richtung 9 Millionen Euro. Das zeigt, dass die strukturelle Problematik deutlich größer ist. Die Frage, ob wir in einigen Jahren erneut über weitere Erhöhungen sprechen müssen, ist daher keineswegs unrealistisch.

Positiv aufgenommen haben wir, dass die Grünen und die UWG das Kernproblem ebenfalls benannt haben. Auch dort wurde deutlich, dass es nicht nur um absolute Beträge geht, sondern um die langfristige Entwicklung der Hebesätze und um eine ausgewogene Lastenverteilung.

Auch die AfD hat erkennen lassen, dass sie den strukturellen Kern der Problematik verstanden hat. Gleichwohl folgte sie am Ende dem Weg, dem Bürgermeister einen Vertrauensvorschuss zu geben, und stimmte den 990 Prozent zu.

Unsere Position richtet sich nicht gegen Unternehmen. Sie richtet sich gegen eine aus unserer Sicht unausgewogene Entwicklung der Hebesatzsteigerungen. Ehrlich gesagt hätten wir nie gedacht, einmal eine aus unserer Sicht sozial ausgewogene Argumentation gerade gegenüber Parteien verteidigen zu müssen, die „sozial“ oder „christlich“ im Namen tragen. Politik sollte sich nicht an Bezeichnungen messen lassen, sondern an ihren konkreten Entscheidungen.

Das Verständnis von politischer Auseinandersetzung, das in der Debatte deutlich wurde, bereitet uns Sorge.

Der Fraktionsvorsitzende der SPD hat uns in der Sitzung vorgeworfen, unfair zu handeln, weil wir unsere Position öffentlich vertreten. Kritik an politischen Argumenten ist legitim. Dafür ist eine Ratssitzung da. Kritik an der bloßen öffentlichen Vertretung einer Position hingegen wirft Fragen zum Verständnis von politischem Wettbewerb auf.

Demokratie lebt vom politischen Pluralismus. Unterschiedliche Meinungen müssen öffentlich vertreten und kontrovers diskutiert werden können. Mehrheiten entscheiden, Minderheiten kontrollieren und kritisieren. Opposition ist kein Störgeräusch, sondern ein unverzichtbarer Bestandteil demokratischer Kontrolle.

Wer Kritik an Mehrheitsentscheidungen bereits als unfair empfindet, sollte sich ernsthaft fragen, welches Verständnis von demokratischer Auseinandersetzung dahintersteht. Transparenz und Widerspruch sind kein Problem der Demokratie. Sie sind ihre Stärke.

Wenn Kritik nur dann willkommen ist, wenn sie die eigene Linie unterstützt, dann wird aus politischem Wettbewerb bloße Zustimmungskultur. Genau das kann nicht unser Anspruch sein.

HB

Bild: KI-generiert

19/02/2026

990 Prozent bei der Grundsteuer B konnten wir leider nicht verhindern. SPD und CDU haben sich durchgesetzt und sich dabei erneut für eine geringere Belastung der Unternehmen ausgesprochen.

Bei den Mehrkosten für die Bürger wurde argumentiert, es gehe lediglich um 1 € bis 3,59 € pro Monat, das sei kaum spürbar. Für Unternehmen hingegen wurde eine stärkere Erhöhung als unzumutbar dargestellt.

Ich berichte morgen ausführlicher.

15/02/2026

Familienzeit NRW - Urlaub für Familien in NRW 2026 Dieses Angebot ist für alle Familien in Nordrhein-Westfalen mit niedrigem Einkommen gedacht. Es richtet sich u.a. auch an Familien mit pflegebedürftigen Kindern oder Kindern mit Handicaps, an Alleinerziehende sowie an kinderreiche Familien, d

15/02/2026

🍎 Wochenmarkt in Selm: Frische Ideen für bessere Zeiten! 🛒

Unser Wochenmarkt ist ein wichtiges Herzstück unserer Stadt – er sorgt für frische Nahversorgung und belebt unsere Innenstadt. Doch wir wissen: Wer werktags arbeitet, hat aktuell kaum eine Chance, dort einzukaufen.

Wir von FDP # Stark für Selm wollen das ändern! 🚀

Wir haben einen offiziellen Prüfantrag für die Ratssitzung am 19.02.2026 gestellt, um den Wochenmarkt attraktiver und erreichbarer für alle Generationen zu machen.

✨ Unsere Vision für den Markt:

Bessere Zeiten für Berufstätige: Die Verwaltung soll prüfen, ob der Markt künftig alternativ am späten Freitagnachmittag oder Samstagvormittag stattfinden kann.

Treffpunkt der Generationen: Durch bessere Erreichbarkeit fördern wir den sozialen Austausch zwischen Jung und Alt.

Mehr Leben in der Stadt: Ein gut besuchter Markt steigert die Aufenthaltsqualität und stärkt unseren lokalen Einzelhandel sowie die Gastronomie.

Attraktiv für Händler: Höhere Besucherzahlen machen den Standort wirtschaftlich attraktiver und sichern bestehende Stände.

🔍 Wie geht es konkret weiter?

Stimmt der Rat dem Antrag zu, dann wird die Verwaltung die rechtlichen Voraussetzungen prüfen, Auswirkungen auf Anwohner und die Rückmeldungen der Marktbeschicker betrachten. Dabei bewusst auf erfolgreiche Vorbilder in der Nachbarschaft wie Olfen oder Münster schauen und einen entsprechenden Bericht anfertigen. Der zuständige Ausschuss wird auf Basis dieses Berichts eine Empfehlung an den Rat formulieren.

💬 Was haltet ihr von der Idee? Würdet ihr den Markt am Freitagnachmittag oder Samstagmorgen öfter besuchen? Welcher Tag wäre euer Favorit?

15/02/2026

Stoppt die Steuer-Schieflage: Faire Lastenverteilung für Selm! ⚖️🏠

Seit Jahren beobachten wir eine bedenkliche Entwicklung in unserer Stadt: Die Hauptlast der Hebesatzsteigerungen wurde fast ausschließlich von den privaten Haushalten getragen. Während die Grundsteuer B seit 2012 um massive 125 % in die Höhe geschraubt wurde, blieb die Gewerbesteuer mit einem Plus von nur rund 11 % nahezu unangetastet.

Diese massive Schieflage in der Steuerhistorie wollen wir jetzt stoppen! 🛑

Die Fraktion FDP # Stark für Selm legt zur kommenden Ratssitzung einen klaren Änderungsantrag vor. Wir bekennen uns zur Haushaltsverantwortung, aber wir fordern Gerechtigkeit:

✅ Bürger spürbar entlasten: Wir wollen den Hebesatz der Grundsteuer B auf 950 v.H. begrenzen – statt der von der Verwaltung vorgeschlagenen 990 v.H.

✅ Wirtschaft fair beteiligen: Eine moderate Anpassung der Gewerbesteuer auf 520 v.H. sorgt für einen gerechten Ausgleich.

✅ Haushalt bleibt stabil: Unser Vorschlag ist solide gegenfinanziert und weicht nur minimal vom Entwurf der Verwaltung ab. Die Handlungsfähigkeit der Stadt bleibt voll erhalten!

Eure Meinung zählt: Findet ihr auch, dass die Lasten in Selm fairer zwischen Bürgern und Unternehmen verteilt werden müssen? Diskutiert mit uns in den Kommentaren! 👇

Grundsteuer 2026 – Donnerstag wird entschieden.Ich hatte angekündigt, noch ein paar Worte dazu zu schreiben. Es sind meh...
14/02/2026

Grundsteuer 2026 – Donnerstag wird entschieden.

Ich hatte angekündigt, noch ein paar Worte dazu zu schreiben. Es sind mehr geworden. Weil es eben nicht um eine Kleinigkeit geht.

Zuerst das Entscheidende:
Die Rückkehr zu einheitlichen Hebesätzen bei der Grundsteuer B ist m.E. richtig. Nach aktuellen Gerichtsurteilen gegen differenzierte Modelle brauchen wir Rechtssicherheit. Alles andere wäre ein Spiel mit Klagerisiken und möglichen Einnahmeausfällen. Erst das Fundament sichern. Dann über Zahlen sprechen.
Aber:
Dass wir jetzt über Steuererhöhungen sprechen, ist kein Zufall.

Die im Haushaltssicherungskonzept im letzten Jahr vorgesehenen Anpassungen wurden von politischen Entscheidungsträgern zwar als reine Absichtserklärungen dargestellt. Wer jedoch die Haushaltsentwicklung der letzten Jahre ernst genommen hat, wusste: Das wird Realität.

Die Schieflage ist nicht nur Ergebnis äußerer Faktoren. Sie ist auch Folge politischer Prioritäten der vergangenen Jahre. Ich verweise hier auch gern auf Haushaltsrede vom letzten Jahr.

In die Konsolidierungsgespräche sind wir u.a. auch als Fraktion FDP # Stark für Selm immer mit einer klaren Haltung gegangen:
Haushaltsdisziplin einhalten, Ausgaben prüfen, Prioritäten setzen.

Steuern erhöhen darf niemals der erste Reflex sein.

Gleichzeitig ist klar: Ohne Konsolidierung verlieren wir Handlungsfähigkeit. Das will niemand.

Aber dem vorliegenden Verwaltungsvorschlag können wir so nicht zustimmen. Warum?

Weil wir die Zahlen aufgearbeitet haben. Und die sprechen eine klare Sprache:

Seit 2012 ist die Grundsteuer B um 125 Prozent gestiegen.
Die Gewerbesteuer im gleichen Zeitraum um rund 11 Prozent.

Das ist keine ausgewogene Entwicklung.
Die Hauptlast der Hebesatzsteigerungen lag bei den Bürgern.

Deshalb haben wir einen Änderungsantrag zum Vorschlag der Verwaltung eingereicht:

950 statt 990 bei der Grundsteuer B.
520 statt 515 bei der Gewerbesteuer.
Grundsteuer A unverändert.

Das Konsolidierungsziel bleibt nahezu vollständig erhalten. Die Abweichung beträgt gerade einmal 0,12 Prozent des Gesamtvolumens.

Ist das die Lösung aller Probleme? Nein.
Ist es ein Signal für Fairness? Ja.

Ich weiß, dass die Mehrheiten im Rat andere Entscheidungen treffen. Das respektiere ich.

Aber jeder, der mich kennt, weiß:
Ich mache das nicht aus Gewohnheit,
nicht aus Parteitaktik, sondern für Selm und die Bürger.
Und dabei bleibe ich.

Viele Grüße

Adresse

Selm
59379

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