07/06/2026
"Arbeitnehmer werden von Inflation aufgefressen
Abgesehen vom zugrunde liegenden Rollenbild bleibt die Frage, warum beispielsweise eine „Überversorgung“ eines Beamten-Paares nicht thematisiert wird. Grundsicherung und Alimentierung werden in den Verfassungsrang erhoben, so dass der produktive Teil der Volkswirtschaft die Kosten dafür übernehmen muss, unabhängig von der Wirtschaftslage.
Sollte die allgemeine Inflationsrate bei drei bis vier Prozent liegen, und sei es bedingt durch die Erhöhung von indirekten Steuern wie der CO₂-Abgabe, so werden diese beim Bürgergeldempfänger kompensiert; kurzfristig werden die höheren Heizkosten übernommen, langfristig die allgemeinen Sätze angepasst. Über das höchstrichterliche Konstrukt des 15-Prozent-Mindestabstands wird auch der öffentliche Dienst kompensiert.
Übrig bleiben die Arbeitnehmer, die nicht nur in Sachen Inflation im Regen stehen, sondern auch die Geldentwertung des nicht-produktiven Teils der Volkswirtschaft kompensieren „dürfen“ – zumeist durch Steuererhöhungen. Sollten sie sich das Geld über Lohnerhöhungen beim Arbeitgeber zurückholen, so drohen diesem Verluste und sogar die Insolvenz mit entsprechenden Folgen wiederum für die Beschäftigten. Ein Teufelskreis."
Fünf Millionen Bürgergeldempfänger und ein aufgeblähter öffentlicher Dienst sichern sich auf Kosten der Wirtschaft ab. Warum der Verteilungskonflikt nicht zwischen Arbeit und Kapital verläuft. Eine Analyse von Reiner Osibild.