Projektbereich Eine Welt

Projektbereich Eine Welt Projektbereich „Eine Welt” an der Uni Paderborn. Was geht uns die Globalisierung an? Eine Zusammenarbeit soll die Selbstbestimmung fördern.

Wir engagieren uns für eine Welt, die gerechter und friedlicher ist, als die, mit der wir uns heute auseinandersetzen müssen. Der Projektbereich „Eine Welt” ist mit der Ausländischen Studierenden Vertretung (ASV) und dem Frauenprojektbereich einer der ältesten Projektbereiche an der Uni Paderborn. Ende der siebziger wurde die Problematik der Armut in den ehemaligen Kolonien noch unter dem Begriff

„Unterentwicklung der Dritten Welt“ gefasst; Dementsprechend hieß der Projektbereich in der Zeit „Dritte Welt”. Damals war es noch etwas bunter an der „Gesamthochschule-Paderborn“, die jetzt Universität heißt obwohl es viel verschulter zugeht als zur damaligen Zeit. Heute heißt der Projektbereich „Eine Welt“, weil wir uns für eine Welt engagieren, die gerechter und friedlicher ist, als die, mit der wir uns heute auseinandersetzen müssen. Wir meinen, dass es notwendig ist, damit auch an der Uni Paderborn anzufangen. Dass es bunter war, bedeutete auch, dass es viel mehr politisch aktive Studierende gab. Die Notwendigkeit einer Diskussion die im globalen Maßstab denkt und vor Ort an der Uni handelt, ist seit dem eher größer geworden. Die Zeit der Studierenden, sich solchen wichtigen Themen zu widmen, ist dagegen geringer geworden. Gerade deshalb ist es wichtig, dass der Projektbereich „Eine Welt“ an der Uni Paderborn versucht, das Interesse der Studierenden auf das zu wecken, was hinter dem Horizont ihrer unmittelbaren Erfahrungen liegt. Dazu gehört es, einmal den Blick darauf zu lenken was Ökonomisierung der Bildung weltweit bedeutet: Es gibt zum Beispiel immer weniger Studierende, die aus Afrika nach Paderborn kommen, da sie sich das Studium beim besten Willen hier nicht mehr leisten können! Wir halten das für eine Verarmung nicht nur der Unilandschaft und haben darauf in verschiedenen Diskussionen mehrfach aufmerksam gemacht. Doch gerade die ProfessorInnen im Senat, die für die Studiengebühren stimmten – die zum Glück bald als kurzer Irrläufer in der Geschichte ad acta gelegt werden – konnten oder wollten diesen Sachverhalt nicht einmal verstehen. Allein das zeigt, dass die politische Bildung, die der Projektbereich „Eine Welt“ sich zur Aufgabe gemacht hat, bitter notwendig ist. Zu unseren Schwerpunkten gehört auch die Verteidigung von Menschenrechten wie zum Beispiel der Widerstand gegen den Abschiebeknast in Büren oder die Ausbeutung von Ländern der sogenannten „dritten Welt“. Dabei bilden folgenden Prämissen die inhaltliche Ausrichtung des Projektbereiches:

Emanzipatorische Perspektive: Gemeinsam mit sozialen Bewegungen weltweit suchen wir nach emanzipatorischen Handlungsperspektiven für eine Welt ohne entwürdigende Lebensbedingungen, ohne Armut, Sexismus, Rassismus, Antisemitismus, Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen und andere Formen struktureller Gewalt. Solidarität statt Almosen: Unsere Idee von Respekt und Solidarität ist politisch, nicht karitativ. Dies bedeutet auch, dass wir nicht für Andere sprechen. Der Projektbereich "Eine Welt" an der Universität Paderborn sorgt dafür, dass kritische Stimmen aus dem globalen Süden mehr Gehör finden. Widerstand von unten: Im Widerstand gegen weltweite Abhängigkeiten und Ausbeu-tungsverhältnisse setzt der Projektbereich "Eine Welt" an der Universität Paderborn auf Gegenmacht von unten. Nicht Teilhabe an Macht, sondern deren Kritik und Kontrolle steht für den Projektbereich "Eine Welt" im Vordergrund politischen Engagements. In den letzten Jahren haben wir in diesem Sinne zusammen mit anderen Initiativen und Fachschaften einmal im Jahr sehr erfolgreich eine „Antidiskriminierungswoche“ durchgeführt. Mit Videos, Ausstellungen und Veranstaltungen haben wir Diskriminierungen, die es auch an der Uni gibt aufgezeigt und problematisiert. Eine solche Veranstaltung werden wir im Sommersemester wieder durchführen. Neben der politischen Bildung, die wir durch Diskussionsveranstaltungen, Filmen und anderen Kulturveranstaltungen realisieren, unterstützen wir daher auch den fairen Handel. Wenn es unsere Kapazitäten zulassen, sind wir im Sommersemester 2011 auch wieder mit einem Infostand im Mensafoyer zu finden. Wer Interesse am Projektbereich gefunden hat, kann Kontakt über die Webseite des ASTAs zu uns aufnehmen, beim ASTA nach uns fragen oder uns Mittwochs zwischen 13:00 und 14:00 Uhr im Raum ME U.630 besuchen.

Adresse

WarburgerStr. 100
Paderborn
33098

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