17/05/2026
Der 17. Mai ist der internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter-, Trans und Asexuellenfeindlichkeit. Er erinnert daran, dass Respekt und gleiche Rechte nie selbstverständlich sind.
Warum dieser Tag? 🏳️🌈
Die Weltgesundheitsorganisation hat am 17. Mai 1990 Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel gestrichen — ein wichtiger Schritt hin zu mehr Gleichberechtigung und gesellschaftlicher Akzeptanz.
Für mich ist dieser Tag nicht nur ein Aktionstag, ich habe selber auch einen Bezug, deshalb berührt mich dieses Thema nicht nur politisch, sondern auch ganz persönlich. Ich wünsche mir eine Gesellschaft, in der niemand sich erklären oder rechtfertigen muss. Und ich finde: Das sollte auch in einer Stadt wie Nordhorn selbstverständlich sein.
Trotzdem erleben Menschen noch immer Ausgrenzung – manchmal offen, manchmal zwischen den Zeilen. Gerade deshalb braucht es klare Haltung. Wegsehen hilft niemandem und Schweigen auch nicht.
Erschrocken bin ich über die vielen negativen Kommentare, u.a. unter dem Beitrag der Stadt Nordhorn zu diesem Thema und den gehissten Fahnen vor dem Rathaus.
Wenn ich Bürgermeister werde, möchte ich eine Stadt mitgestalten, in der Vielfalt sichtbar ist und ernst genommen wird. Dazu gehören für mich konkrete Zeichen: weiterhin die Regenbogenfahne am Rathaus am 17. Mai, eine feste Ansprechperson in der Verwaltung und ein klares Bekenntnis, dass Diskriminierung hier keinen Platz hat.
Ein Bürgermeister verwaltet nicht nur. Er prägt auch, wie eine Stadt miteinander umgeht. Wer dieses Amt trägt, kann zeigen, was Zusammenhalt bedeutet – durch Entscheidungen, aber auch durch Haltung im Alltag.
Und ja, der 17. Mai ist für mich auch immer ein Tag, an dem das Handy ein bisschen häufiger klingelt als sonst. Vielleicht ein schöner Zufall, dass ein Datum, das für Sichtbarkeit steht, mich jedes Jahr auch ganz persönlich begleitet.
***r *