13/01/2026
Haushaltsdiskussion:
Wir in Norderstedt / Freie Wähler begrüßen
konstante Personaldecke in der Verwaltung
Die Verwaltung der Stadt Norderstedt ist mit vielen wichtigen Aufgaben betraut, die oft auf
Gesetzen beruhen, die in Land und Bund gemacht werden. Beispielhaft seien hier Berufsfeu-
erwehr in Städten mit über 80.000 Einwohnern, Vorhaltung von Kindergärten, umzusetzende
Wohngeldreform, Anforderungen an die IT oder an das Betriebsamt genannt. Dies hat in der
Verwaltung der Stadt Norderstedt zu einem Stellenplan mit einem Umfang von 1450 Vollzeit-
stellen geführt.
Verständlich, dass da der Ruf nach Einsparungen von Stellen laut wird und mancher sich
denkt, dass hier erhebliche Effizienzpotentiale zu heben sind. Die Fraktion WiN/FW hat sich
mit diesem Thema auseinandergesetzt und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass die Mitar-
beiterzahl wegen des Wachstums der Stadt von 78.000 Bewohnenden im Jahr 2016 auf aktu-
ell 86.500 und der oben genannten zusätzlichen Aufgaben nachvollziehbar gestiegen ist.
„Wir begrüßen es sehr, dass die Verwaltung für den Entwurf des Haushalts 2026/2027 nun
sogar eine Einsparung von 3,4 Vollzeitstellen anstrebt“ sagt Sonja Gebert, stellvertretende
Fraktionsvorsitzende von WiN/FW, „und das obwohl mit weiter steigenden Bevölkerungs-
zahlen und damit einhergehenden weiteren Aufgaben zu rechnen ist.“
Die Verwaltung will, bei Berücksichtigung des Haushalts- und Haushaltskonsolidierungserlas-
ses des Landes, mit Maßnahmen wie
• keine automatische Nachbesetzung von Stellen sondern kritische Prüfung freiwerdender
Stellen, Nutzung organisatorischer Spielräume und effizientere Aufgabengestaltung,
• konsequente Streichung von nicht notwendigen oder refinanzierten Stellen,
• Abbau und Vermeidung von Doppelstrukturen, um die Organisation zu verschlanken,
• Weiterentwicklung von Digitalisierung und Prozessoptimierung sowie Einsatz von KI für
Routineprozesse,
die Stellenanzahl zukünftig nicht weiter wachsen oder sogar kleiner werden lassen und dabei
die Leistungsfähigkeit der Stadtverwaltung erhalten.
WiN/FW unterstützt die Stadtverwaltung bei dieser Zielsetzung, wird sich zukünftig die Per-
sonalplanung in den Ausschüssen genau ansehen aber beteiligt sich nicht an pauschalen Forderungen nach Personaleinsparungen.