11/03/2026
Einige Aussagen zur Stadtratswahl in Nittenau in der Mittelbayerischen Zeitung vom 10. März verdienen eine kurze Einordnung.
In dem Artikel äußert sich unter anderem der CSU-Listenführer Albert Meierhofer mit der Aussage, er „schäme sich für die Nittenauer, dass sie so viel braun gewählt haben“. Zudem stellt er die Behauptung auf, die gewählten AfD-Kandidaten hätten „noch nie etwas für das Gemeinwohl getan“.
Diese Aussagen betreffen letztlich auch viele Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt, die am 8. März eine andere Wahlentscheidung getroffen haben.
Die Wählerinnen und Wähler in Nittenau haben am 8. März ein klares Ergebnis abgegeben. Zwei unserer Kandidaten haben dabei sogar mehr Stimmen erhalten als Herr Meierhofer. Offenbar entscheiden die Bürger nicht nach vermeintlichen Ehrenamtsbilanzen oder öffentlichen Belehrungen über „Gemeinwohl“, sondern nach ihrem eigenen Eindruck. Dass sich unsere neu gewählten Stadtratsmitglieder durchaus ehrenamtlich engagieren – nicht immer unmittelbar für die Stadt Nittenau und ohne daraus großes Aufheben zu machen –, darf an dieser Stelle dennoch erwähnt werden.
Zum Thema Ehrenamt möchten wir auch einen persönlichen Punkt ansprechen: Unser Kandidat Danny Lukas hatte sich am 04.02.2025 für eine ehrenamtliche Tätigkeit in der Sicherheitswacht für die Stadt Nittenau beworben. Zuvor war von Seiten der Polizeistation Burglengenfeld noch darum gebeten worden, die Unterlagen zeitnah einzureichen. Nur wenige Tage später, am 10.02.2025, folgte jedoch eine Absage – ohne jede Begründung.
Der Versuch, sich ehrenamtlich für die Sicherheit unserer Stadt einzubringen, blieb damit erfolglos, obwohl die Sicherheitswacht Anfang Dezember 2025 offiziell eingeführt wurde.
Die Entscheidung der Wählerinnen und Wähler verdient Respekt – unabhängig davon, wie man persönlich zu einzelnen Parteien steht. Wir werden das uns entgegengebrachte Vertrauen ernst nehmen und unsere Arbeit im Stadtrat künftig mit Nachdruck und Verantwortungsbewusstsein für Nittenau einbringen.