03/05/2021
1. Mai heißt kämpfen!
Und genau deswegen sind wir gestern in ganz Bayern - zusammen mit der DKP - auf die Straße gegangen. Nicht, weil uns die aktuellen Pandemiezahlen nicht beunruhigen, sondern unter anderem auch genau deshalb. Der inkonsequente Umgang der Herrschenden mit diesem scheiß Virus, steht für alles, was im Kapitalismus schiefläuft und wogegen ArbeiterInnen schon seit fast 135 Jahren auf die Straße gehen.
In München, Regensburg, Nürnberg und Würzburg waren wir deshalb auf der Straße, um gegen ein System der Ausbeutung, Kriege, Unterdrückung und Armut zu demonstrieren und uns für eine gerechtere, für eine sozialistische Welt, stark zu machen.
Denn solange es Kapitalismus gibt, werden die Interessen der Kapitalisten über unsere Interessen gestellt: Die Pandemie zeigt, die Interessen der Konzerne sind wichtiger als unsere Gesundheit! Während unsere Kolleginnen und Kollegen in den Kranken- und Pflegeeinrichtung auf dem Zahnfleisch kriechen, läuft die Produktion von Autos fleißig weiter. Während tausende Existenzen gerade vernichtet werden, bekommt die Lufthansa Finanzspritzen in Milliardenhöhe, obwohl sie weiter Stellen abbaut. Während die deutschen Rüstungsausgaben ein Rekordhoch erreicht haben, gibt es immer noch kein Konzept für unsere Bildungseinrichtungen.
Unser Genosse in Nürnberg hat es bei seiner Rede gestern treffend formuliert: „Wir brauchen keine neuen Panzer, Gewehre und Bomben, sondern neue Krankenhäuser und mehr Pflegekräfte! Wir brauchen keine milliardenteuren Rettungspakete für Großkonzerne die in den Taschen von Aktionären verschwinden, sondern eine bessere Infrastruktur für unsere Schulen! Wir brauchen keine weiteren Einschränkungen der Persönlichen Freiheit, sondern einen harten Lockdown da, wo sich die Leute infizieren: Bei der Arbeit und auf dem Weg dahin!“
Sinnvolle Maßnahmen wurden nicht ergriffen, denn sie wären auf Kosten der Monopolkonzerne ergriffen worden und hätten wohlmöglich das wertvollste angegriffen, dass der Kapitalismus hat: Das Privateigentum.
Derweil wird die Pandemie weiter genutzt, um unsere Rechte weiter abzubauen. Nicht, wie es die Rechten behaupten, indem man als Gesellschaft aufeinander Acht gibt, indem man Masken tragen muss, sich impfen lässt oder Abstand hält: Sondern indem man die Befugnisse der Polizei weiter ausbaut und die Bundeswehr im Inneren einsetzt.
Sie behaupten, die Krise trifft uns alle gleich: Was sie verschweigen ist, dass es ihr System ist, dass die Krisen in regelmäßigen Abständen verursacht und einige Wenige als Gewinner aus dieser Krise hervorgehen werden, wie das immer der Fall ist. Während sie in ihren Villen die Seuche aussitzen können, dürfen wir uns weiter anstecken, müssen wir verzichten. Was kümmert einen das Schließen von Fitnessstudios, wenn man ein eigenes im Keller hat? Wieso sollte man in den Urlaub fahren, wenn der eigene Garten so groß ist, wie der Stadtpark?
Doch wir müssen uns das nicht gefallen lassen, wir können uns dagegen organisieren: Nicht nur am 1. Mai, nicht nur in dem wir auf Demonstrationen gehen. Sondern in dem wir uns austauschen, versuchen die Welt zu erkennen!
Fang heute damit an – schließ dich uns an, besuch unsere Gruppenabende! Schreib uns, wenn es dir auch reicht. Mach mit!
- Erklärung der SDAJ Bayern anlässlich der 1. Mai Proteste in Bayern