19/06/2026
Gewalt gegen Frauen erfordert entschlossenes Handeln. Darüber gibt es keinen Streit.
Die Behauptung, die Ablehnung des Antrags zur Aufstockung der Stunden der externen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten bedeute mangelndes Engagement für den Schutz von Frauen, weisen wir entschieden zurück.
Die SPD Mörfelden-Walldorf setzt sich seit Jahren aktiv für Frauenrechte, Gleichstellung und den Schutz von Frauen ein – durch unser Engagement im Frauennetzwerk, die Arbeitsgemeinschaft „Frauen für MöWa“ und den kontinuierlichen Austausch mit Fachberatungsstellen und Hilfsorganisationen.
Unsere Ablehnung beruhte auf einer anderen fachlichen Einschätzung. Die externe Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte leistet wichtige Vernetzungs-, Vermittlungs- und Unterstützungsarbeit. Wir sind jedoch der Auffassung, dass zusätzliche Mittel vorrangig dort eingesetzt werden sollten, wo Betroffene unmittelbare, spezialisierte und kurzfristig verfügbare Hilfe erhalten – etwa in Beratungsstellen, Interventionsangeboten und Schutzeinrichtungen.
Unterschiedliche politische Auffassungen über den besten Weg dürfen nicht dazu führen, das Engagement anderer zu diffamieren. Wir setzen uns seit Jahren ehrenamtlich und mit großem persönlichen Einsatz für Frauenrechte und den Schutz vor Gewalt ein.
In der Sache müssen wir zusammenstehen. Gewalt gegen Frauen darf nicht für parteipolitische Auseinandersetzungen oder Schuldzuweisungen in sozialen Medien genutzt werden. Unser gemeinsames Ziel muss sein, Betroffene bestmöglich zu unterstützen und Gewalt wirksam zu verhindern. Dafür stehen wir als SPD und die Koalition weiterhin zur Verfügung.
Du bist von Gewalt betroffen oder bedroht? – ganz gleich, ob die Gewalterfahrung in der Vergangenheit oder Gegenwart liegt. Dann wähle die Nummer des Hilfetelefons "Gewalt gegen Frauen" 116 016. Das Beratungsangebot erfolgt anonym, kostenfrei, in 18 Fremdsprachen, in Leichter Sprache und ist zudem 24 Stunden erreichbar. Hilfe erfolgt ebenfalls über E-Mail und Chat-Beratung.