04/04/2026
Pressemitteilung
Bismarckturm Lützschena im Zeichen von Geschichte, Gemeinschaft und Brückenbau
111 Jahre Bismarckturm – 211. Geburtstag Otto von Bismarck
Lützschena, 1. April 2026
Rund 200 interessierte Gäste aus allen Teilen Deutschlands versammelten sich am 1. April 2026 am Bismarckturm in Lützschena, um gleich zwei bedeutende Jubiläen zu feiern: den 111. Geburtstag des Bismarckturms sowie den 211. Geburtstag Otto von Bismarcks. Selbst aus dem Ausland war die Verbundenheit zu diesem besonderen Ort spürbar – ein Gast war eigens aus Mallorca angereist.
Die Veranstaltung stand ganz im Zeichen des Brückenbauens zwischen den Menschen. In einer Zeit, in der gesellschaftlicher Zusammenhalt wichtiger denn je erscheint, setzte der Abend ein bewusstes Zeichen für Begegnung, Austausch und gemeinsames Erinnern.
Ein besonderer Höhepunkt waren die Grußworte von Wolf-Dietrich Rost, Mitglied des Sächsischen Landtages. In seiner Ansprache betonte er die große Bedeutung des Ehrenamtes. Ohne die zahlreichen engagierten Ehrenamtlichen wäre es nicht möglich, solche Veranstaltungen durchzuführen. Ihr Einsatz sei ein unverzichtbarer Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens.
Der ehemalige Genthiner, Stephan Weinholz, erster Vorsitzender des Bismarckturm-Vereins Lützschena-Stahmeln e.V., dankte in seiner Rede allen ehrenamtlichen Mitgliedern sowie insbesondere den Gästen. Zugleich machte er deutlich, dass Engagement nicht einseitig von Vereinen getragen werden könne. Auch Stadt, Kommune und zuständige Ämter seien gefordert, sich stärker einzubringen und ihrer Verantwortung für den Erhalt von Baudenkmälern gerecht zu werden.
Er unterstrich zudem die Bedeutung des Ortes als Treffpunkt für alle Menschen: ein Raum, in dem Begegnung, Respekt und gemeinsames Feiern im Mittelpunkt stehen.
Als Gastredner des Abends wurde Alexander von Bismarck, der aus der Altmark angereist war, herzlich empfangen. In seiner persönlichen und bewegenden Rede berichtete er von seiner Lebensgeschichte: Aufgewachsen in Schleswig-Holstein, wurde er einst gefragt, ob er zu den Wurzeln seiner Familie zurückkehren würde – eine Frage, die er spontan bejahte, ohne zu ahnen, dass sich dieser Wunsch später erfüllen sollte. Vor rund 35 Jahren wurde die Rückkehr in die familiäre Heimat für ihn Realität.
Daraus leitete er eine zentrale Botschaft ab: Brücken zu bauen – zwischen Menschen, Regionen und Kulturen. Was im Kleinen beginne, müsse auch im Großen möglich sein.
Nach dem offiziellen Teil klang die Veranstaltung in stimmungsvoller Atmosphäre aus. Gemeinsam wurde das Lied „Kein schöner Land“ angestimmt, bevor die Gäste die Gelegenheit nutzten, miteinander ins Gespräch zu kommen, den Bismarckturm zu bestaunen und die Vereinsarbeit näher kennenzulernen.
Alexander von Bismarck, Wolf-Dietrich Rost und Stephan Weinholz standen dabei für zahlreiche Fragen zur Verfügung. Auch ein gemeinsames Pressefoto sowie ein großes Gruppenbild mit vielen Besucherinnen und Besuchern konnten umgesetzt werden.
Für das leibliche Wohl war ebenfalls gesorgt, sodass sich eine offene und herzliche Atmosphäre entwickelte, die von allen Beteiligten als sehr gelungen wahrgenommen wurde.
Den feierlichen Abschluss bildete das Entzünden der Flamme auf dem Bismarckturm. Das Areal erstrahlte hell in den Nachthimmel und bot einen beeindruckenden, beinahe magischen Anblick. Für viele Gäste war dieser Moment der emotionale Höhepunkt des Abends.
Der Bismarckturm-Verein Lützschena-Stahmeln e.V. bedankt sich bei allen Gästen, Unterstützern und Helfern, die diesen besonderen Abend möglich gemacht haben.