30/06/2026
+++ Ablehnung mit Scheuklappen – CDU und SPD verspielt eine historische Chance, verzichtet auf neue Arbeitsplätze, verzichtet auf Energieunabhängigkeit, verzichtet auf Strom für 10 Cent pro kWh - zu Lasten des Bürgers! +++
Mit den bestehenden Mehrheiten im Stadtrat hat sich die Stadt Lüdenscheid einen Wärmeplan gegeben, mit dem die künftige Versorgung der Stadt mit Wärme gewährleistet werden soll. Nach einer eigehenden Studie des Lüdenscheider Wärmeplans durch ein mit der AfD-Fraktion über private Verbindungen befreundetes Ingenieurbüro wurden am bestehenden Konzept zahlreiche Schwächen, Verbesserungsmöglichkeiten und sogar grundsätzliche Probleme bei der Umsetzbarkeit ausfindig gemacht.
Mit viel Aufwand und umfassend belegt hat die AfD-Fraktion in Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro einen Antrag zur Überarbeitung des Wärmeplans ausgearbeitet. Dieser Antrag stellt zentral auf Blockheizkraftwerke (BHKW) ab, die mit Holzhackschnitzeln betrieben werden sollen, also mit einer lokal, direkt vor Ort reichlich vorhandenen Ressource. Den Antrag können Sie weiter unten einsehen. �Dieser Ansatz würde eine ganze Reihe erheblicher Vorteile mit sich bringen - für die Bürger, für den Arbeitsmarkt, für die Rohstoffunabhängigkeit, für die Leitungs-Infrastruktur, ja, letztlich sogar für den Hochwasserschutz und für die Landschaftspflege! �Mit der Ablehnung unseres Antrags zur Überarbeitung des kommunalen Wärmeplans hat die Mehrheit im Ausschuss für Bau und Verkehr aus CDU und SPD jedoch auf in unseren Augen schier verantwortungslose und völlig visionslose Weise eine Chance vertan, die weit über die Frage der Wärmeversorgung hinausgeht. Es stellt sich die Grundfrage: Für wen in aller Welt machen diese Leute Politik - FÜR die Bürger oder GEGEN sie? Es ist erschreckend, sehen zu müssen, dass sich auch kommunal die gleichen Fragen stellen wie sie einem beim Betrachten der Bundespolitik in den Sinn kommen…
Der Antrag der AfD-Fraktion zielte explizit NICHT darauf ab, den bestehenden Wärmeplan ersatzlos zu verwerfen. Er forderte vielmehr eine technologieoffene Neubewertung aller zulässigen Möglichkeiten und einen nachvollziehbaren Vergleich der verschiedenen Versorgungswege. Genau das wäre verantwortungsvolle Kommunalpolitik gewesen!��Stattdessen wurde ein Konzept abgelehnt, das nach Auffassung der AfD-Fraktion erhebliche Vorteile miteinander verbunden hätte: eine stärkere Nutzung regionaler Ressourcen, damit mehr Versorgungssicherheit und geringere Abhängigkeit von internationalen Energie- und Rohstoffmärkten, aktiver Umweltschutz, weil keine Windräder mitten in den Wals gestellt und dazu autobahnähnliche Straßen gebaut werden und keine Solarparks auf landwirtschaftlichen Flächen errichtet werden, außerdem neue wirtschaftliche Impulse für unsere Region mit nicht zu vernachlässigendem Potenzial, Arbeitsplätze zu schaffen und das ganze auch noch mit unabhängiger, dezentraler, die Netze entlastender Stromerzeugung für 5-10 Cent pro Kilowattstunde!!! Dazu käme, dass auf die umfassenden und teuren Gebäudesanierungen (ca. 1000 EUR pro qm) weitestgehend verzichtet werden könnte, die mit dem aktuellen Wärmeplan mit massivem Wärmepumpen-Einsatz auf die Bürger zukommt. Und zu guter Letzt sei genannt, dass die Blockheizkraftwerke mit moderner Wärmetauscher-Technologie in den heißen Monaten sogar Kälte zur Raumklimatisierung produzieren könnten! Wobei damit noch nicht alle Vorteile dieses Ansatzes erwähnt sind!
Besonders fassungslos und sprachlos macht dabei die Begründung des Vertreters der CDU, Herrn Weiland, der sinngemäß allen Ernstes fragte, wer denn das Holz überhaupt aus dem Wald holen solle.
Gerade diese Frage offenbart das eigentliche Problem. Herr Weiland hat zwar ein bisschen was verstanden und doch rein gar nichts kapiert und man darf sich fragen, worauf und auf wessen Interessen dies zurückzuführen ist.
Denn genau darum geht es:
Während in Deutschland und auch in unserer Region durch Strukturwandel und wirtschaftliche Fehlentwicklungen immer mehr Arbeitsplätze verloren gehen, eröffnet eine regionale Wertschöpfungskette neue Beschäftigungsmöglichkeiten – bei der Landschaftspflege, der Aufbereitung von Restholz, der Logistik, dem Transport, der technischen Wartung, dem Anlagenbetrieb sowie im Maschinen- und Anlagenbau. Wertschöpfung entsteht dort, wo bislang ungenutzte Ressourcen sinnvoll eingesetzt werden.
Herr Weiland sollte also nicht nur Fragen, wer das Holz aus dem Wald holt. Da gibt es noch weitere Fragen: „Wer produziert die Holzhackschnitzel?“, „Wer transportiert die Hackschnitzel zu den BHKW-Standorten?“, „Wer baut die Blockheizkraftwerke auf?“, „Wer sichert die Wartung der Blockheizkraftwerke?“, „Wer kümmert sich um den lokalen Handel mit der Ressource Holz?“ , „Wer kümmert sich um die ganze die Abläufe begleitende Verwaltung und Abrechnung?“
Das sind viele Fragen, nicht wahr, Herr Weiland? Ja, richtig. Und das sind nicht nur viele Fragen, sondern das sind in allererster Linie VIELE ARBEITSPLÄTZE IN EINER LOKALEN WERTSCHÖPFUNGSKETTE, die Sie mit dieser Ablehnung im Ausschuss mit einem Federstrich unmöglich machen! Und das in einer Zeit, in der ein Unternehmen nach dem anderen schließt und Mitarbeiter, Familien, eine Stadt, eine Region, ein ganzes Land in Richtung einer schweren Krise schlittert! Diese Ablehnung ist mit schuld an dem wirtschaftlichen und sozialen Fiasko, welches sich abzeichnet, Herr Weiland, liebe CDU, liebe SPD!
Wer also ernsthaft fragt, wer „das Holz aus dem Wald holen soll“, beschreibt im selben Augenblick unbeabsichtigt genau die Arbeitsplätze, die der Ansatz der AfD-Fraktion schaffen würde! Wenn dieser Zusammenhang den betriebswirtschaftlichen und planerischen Horizont übersteigt, sollten einige Leute vielleicht besser ihre Sachen packen und nach Hause gehen. Wir haben keine Zeit mehr für ein derartiges Versagen!
Hinzu kommt, dass das Konzept der AfD ausdrücklich keinen zusätzlichen Holzeinschlag benötigt, sondern es lediglich um die Nutzung von Restholz, Landschaftspflegeholz und anderen nachwachsenden Biomasseressourcen geht. �Gleichzeitig könnten davon die Landschaftspflege profitieren. Durch die freier werdenden Talsohlen entlang der Bachläufe könnte die Bekämpfung des Riesenbärenklaus deutlich verbessert werden! Auch könnten entlang der frei werdenden Bachtäler zusätzliche Vertiefungen als Regenrückhaltebecken zum Hochwasserschutz geschaffen werden. �Aus einer bislang vielfach als Kostenfaktor betrachteten Aufgabe könnte also sogar Gewinn und massive Vorteile bringende regionale Wertschöpfung entstehen! Und dies auch noch verbunden mit niedrigeren Strompreisen für den Verbraucher!��
Die Ratsmehrheit aus CDU und SPD verweigert also, obwohl umfangreiche Daten und Darstellungen auf dem Tisch liegen, sehenden Auges die Umsetzung eines Konzepts, das dem Bürger, der Stadt, dem Arbeitsmarkt, der Umwelt, der Energieunabhängigkeit massive Vorteile bringt! Noch nicht mal für eine Prüfung zeigt man sich offen!��Währenddessen wird diese CDU und diese SPD jedoch nicht müde, die Bürger mit immer höheren Kosten für Energie, Sanierungen und kommunale Abgaben zu belasten!��
Und jetzt, werte Leserin, werter Leser, sagen Sie uns: Wie nennt man so etwas? ��Wer nicht einmal bereit ist, vorhandene regionale Potenziale mit belastbaren Zahlen zu prüfen und mit bestehenden Planungen zu vergleichen, entscheidet nicht technologieoffen, nicht im Interesse des Bürgers, sondern ideologisch und über die Interessen des Bürgers hinweg.
Die AfD-Fraktion ist sich jedoch sicher, dass sich der Wähler hieran erinnern und dies in Zukunft berücksichtigen wird.
Lüdenscheid braucht keine ideologisch geleiteten Entscheidungen, Lüdenscheid braucht wie auch schon bei unseren letzten Anträgen zum Themenkomplex „Digitalisierung“ den Mut, neue Wege zu prüfen – gerade dann, wenn sie den Bürgern niedrigere Kosten, mehr Versorgungssicherheit und neue Arbeitsplätze bieten.