Gemeinschaft für Naturschutz GfN, Gruppe Borchen

Gemeinschaft für Naturschutz GfN, Gruppe Borchen Aktivitäten und Informationen rund um Naturschutz in der Region Borchen

Monatsartikel Mai 2026Mähfreier Mai: Wenn Nichtstun zum Naturschutz wirdDer Rasen ist frisch gemäht, die Kanten sind sau...
01/05/2026

Monatsartikel Mai 2026

Mähfreier Mai:
Wenn Nichtstun zum Naturschutz wird
Der Rasen ist frisch gemäht, die Kanten sind sauber gezogen – und doch fehlt etwas: das Leben. Was für viele als gepflegter Garten gilt, ist für Insekten oft eine grüne Wüste. Genau hier setzt die Aktion „Mähfreier Mai“ an: Ein Monat lang den Rasenmäher stehen lassen – und damit aktiv etwas für Umwelt- und Artenschutz tun.
Warum gerade im Mai?
Der Mai ist für viele Insekten eine entscheidende Zeit. Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge sind jetzt auf Nahrungssuche und brauchen blühende Pflanzen, um Nektar und Pollen zu finden. Doch genau diese Pflanzen – etwa Löwenzahn, Klee oder Gänseblümchen – werden durch häufiges Mähen oft entfernt, bevor sie überhaupt blühen können.
Bleibt der Rasen hingegen ungemäht, entsteht innerhalb weniger Wochen eine kleine Blühwiese. Studien zeigen sogar, dass auf solchen Flächen deutlich mehr Pflanzen wachsen und sich ein Vielfaches an Insekten ansiedelt.
Mehr Natur – auch über den Mai hinaus
Der Verzicht auf das Mähen muss nicht mit dem Monatsende vorbei sein. Experten empfehlen, Rasenflächen auch im Sommer nur abschnittsweise zu mähen. So bleiben Rückzugsorte für Insekten erhalten, während gleichzeitig nutzbare Flächen bestehen bleiben.
Nebenbei bringt das „Nichtstun“ weitere Vorteile: Der Boden bleibt feuchter, der Rasen widerstandsfähiger gegen Hitze – und ganz nebenbei spart man Zeit, Energie und Lärm.
Ein Umdenken beginnt vor der eigenen Haustür
Auch in Borchen könnte der „Mähfreie Mai“ ein sichtbares Zeichen für mehr Umweltbewusstsein werden. Ob im eigenen Garten, auf öffentlichen Grünflächen oder am Straßenrand: Jeder ungemähte Quadratmeter zählt.
Denn manchmal ist der einfachste Beitrag zum Naturschutz genau der wirkungsvollste: den Rasenmäher stehen lassen – und der Natur wieder eine Chance geben.

Monatsartikel April der Naturschutzgruppe Borchen„Nistkästen? Warum das denn?“Diese Frage bekommen wir immer wieder gest...
03/04/2026

Monatsartikel April der Naturschutzgruppe Borchen

„Nistkästen? Warum das denn?“

Diese Frage bekommen wir immer wieder gestellt.
Ja, warum sind denn unsere heimischen Vögel in der heutigen Zeit überhaupt auf unsere Hilfe angewiesen? Es gibt verschiedene Gründe, den gefiederten Freunden zu helfen. Nein – jetzt nicht aufhören zu lesen – weitermachen. Wichtiges Thema!

Es werden immer mehr alte Bäume aus den Gärten und Landschaften entfernt. Zu groß
ist die Angst vor Verletzungen, Berücksichtigung der Verkehrssicherheit und zu viel Laub
und Dreck. Dabei sind gerade die alten, knorrigen und strukturreichen Bäume ökologisch
ungeheuer wertvoll.
Wenn in unserem ordentlichen und aufgeräumten Garten der Baum
anfängt, sein Alter zu zeigen und für viele dadurch nicht mehr wirklich als schön
empfunden wird, geht die Natur erst richtig steil nach oben. Bis zu 6000 Arten (Insekten, Pilze, Vögel…) finden diesen alten Baum oder das Totholz daran erst richtig gut. Er bietet
Lebensraum, Nahrung, Nistkammern, Unterschlupf, Nistmaterial und vieles mehr.
Junge Bäume, die oft als Ersatz gepflanzt werden, wachsen zwar schnell und speichern
auch CO2, kommen aber an ihre alten Kollegen bei weitem nicht ran. Da müssen erst
wieder ganz viele Jahre vergehen.

Warum jetzt also Nistkästen? Fehlen diese alten Bäume immer mehr, geraten auch die Vögel, Haselmäuse, Siebenschläfer und weitere Tiere in immer größere Not, da sie ihrem Bruttrieb ja nachgehen müssen. Es gibt für sie aber kaum noch natürliche Bruthöhlen und Nistmöglichkeiten. Leider fehlt es in den meisten Gärten und der sterilen Landwirtschaft auch an Insekten, um sich und die Brut zu ernähren. Aber das ist ein anderes Thema. Dafür gibt es einen extra Artikel – versprochen!

Viele Vögel überwintern in unseren Gefilden. Wenn es Nistmöglichkeiten gibt, dann haben sie den klaren Vorteil, dass sie im Vorfrühling schon Nistkästen auskundschaften, mit Nistmaterial bestücken oder einfach besetzten können. Nach dem Motto „wer zuerst kommt, bekommt die besten Plätze“.
Aber was ist mit den Vö**ln, die den Winter im Süden verbringen? Die kommen nach etlichen Kilometern endlich in ihrer Heimat an und finden entweder sterile Gärten ohne Baum und Strauch oder besetzte Nistkästen vor. Sie haben tatsächlich oft Pech gehabt. Daher ist es so wichtig, eine Anzahl von verschiedenen Kästen für die verschiedenen Vogelarten in unseren Gärten anzubieten. Dabei ist es von großer Bedeutung, wirklich geeignete Kästen aufzuhängen. Das Material und die Verarbeitung entscheiden über Erfolg und Nichterfolg der Brut (also keine Dekohäuschen aus Metall oder dünnem Holz). Ganz wichtig ist hier auch der so genannte „Spechtschutz“, damit Spechte, Krähen, Waschbären oder Katzen kein leichtes Spiel haben, das Gelege einfach als Snack aus den Kästen zu ziehen.

Wir haben z.B. bereits den Mallinckrodtpark mit ca. 40, den Klosterhof mit 20, den Friedhof Nord- und Kirchborchen mit ca. 30 unterschiedlichen und wirklich sinnvollen Nistkästen bestückt. Geplant sind noch weitere Aktionen z.B. bei der einen oder anderen
Streuobstwiese.

Wenn Sie Fragen haben, stehen wir Ihnen gerne beratend zur Seite. Auch suchen wir immer rüstige und interessierte Ruheständler oder auch jüngere Menschen, die uns handwerklich unterstützen möchten, oder die bereit sind, bei Reinigungsaktionen
mitzumachen. Keine Scheu – wir beißen nur selten. :-)

Wir bieten zudem auch immer wieder tolle Aktionen an und bauen mit Kindern und deren
Eltern/Großeltern oder mit der Jugendfeuerwehr Nistkästen, um Klein und Groß für dieses
wichtige Thema zu sensibilisieren.

Es gibt viel zu tun – helfen Sie mit!

Aktive Naturschützer sind herzlich willkommen. Wir freuen uns über jede Anfrage. Ansprechpartner der Gruppe Borchen sind:
Gerald Klocke, Silke Deiters, Gudrun Ponta
E-Mail: [email protected]. Website: www.gfnev.de

Monatsartikel März 26 der Naturschutzgruppe BorchenAlternativen zum klassischen RasenWer hat es nicht: das Rasenstück vo...
02/03/2026

Monatsartikel März 26 der Naturschutzgruppe Borchen

Alternativen zum klassischen Rasen

Wer hat es nicht: das Rasenstück vorm Haus, unter Bäumen, im Schatten gelegener Rasen usw. Er macht viel Arbeit, er muss gemäht, vertikutiert, gedüngt und gegossen werden, um einigermaßen schön auszusehen. Insbesondere das häufige Gießen des Rasens ist Sommers nicht mehr zeitgemäß. Welchen Nutzen hat solche Rasenfläche für die Tierwelt? Keinen rechten… Dabei gibt es viele Alternativen zum klassischen Rasen.

Als Alternative zum Rasengrün gibt es eine Vielzahl von Bodendeckern, die uns viel Arbeit im Garten ersparen. Sie sind genügsam, benötigen kaum Gießwasser, halten Hitze und Trockenheit gut aus und bieten Unterschlupf und Nahrung für viele Tiere wie zum Beispiel Hummeln, Wildbienen und Schmetterlinge.

Über eine Tatsache muss man sich im Klaren sein: die eingesetzten Bodendecker sind nicht vergleichbar trittfest wie der klassische Rasen. Häufig begangene Wege sollten daher mit Trittsteinen o.ä. bestückt werden.

Wie geht man am Besten vor:
die alte Rasenschicht muss als erstes komplett entfernt werden. Der nackte Boden muss vorbereitet werden. Schollen zerkleinern, glatt harken und eventuell vorher Sand gegen Staunässe einmischen. Pro Quadratmeter sollten 8-15 Bodendeckerpflanzen eingesetzt werden. Als Rasenersatz hat sich besonders der Kriechthymian bewährt. Er bildet einen dichten Teppich und durch sein dichtes Wurzelwerk kann kein Unkraut hindurchwachsen. Der Kriechthymian ist winterhart, mehrjährig, immergrün und zusätzlich ist er auch essbar.

Auch an anderen Stellen im Garten sind Polsterstauden wie z.B. Kriechwacholder, Sedum, kriechender Phlox, römische Kamille, Teppichverbene, Blaukissen, echter Quadel usw. sinnvoll. Sie dienen der Unkrautkontrolle und schützen den Boden bei Trockenheit und Starkregenfällen.

Vor dem Pflanzen sollte der Standort bedacht werden: sonnig, halbschattig und/oder schattig. Danach richtet sich die Auswahl der Stauden. Und das Wichtigste: die Tierwelt wird es Ihnen danken, da Sie mit der Pflanzung den Insekten und Schmetterlingen ausreichend Nahrung in Form von Pollen und Nektar anbieten.

Alle Informationen zur Naturschutzgruppe Borchen werden auch auf Facebook veröffentlicht. Ansprechpartner der Gruppe Borchen sind: Gerald Klocke, Silke Deiters, Gudrun Ponta. Die E-Mail-Adresse lautet: [email protected]. Die Internet-Präsenz findet man unter www.gfnev.de.

Monatsartikel Februar 2026Interessante Aktionspläne der Naturschutzgruppe Borchen für 2026.Die ehrenamtlich tätigen Mitg...
01/02/2026

Monatsartikel Februar 2026

Interessante Aktionspläne der Naturschutzgruppe Borchen für 2026.
Die ehrenamtlich tätigen Mitglieder der Naturschutzgruppe Borchen werden auch in diesem Jahr etliche Aktionen und Projekte in Borchen durchführen.

Die Borchener Jugendfeuerwehr hat Nistkästen gebaut, die im Januar auf Friedhöfen, im Mallinckrodtpark und an verschiedenen Plätzen in allen fünf Ortsteilen aufgehängt wurden.

Im Februar/März wird zum dritten Mal der Krötenzaun vom Kreis Paderborn aufgebaut und von uns bis April betreut. Das bedeutet genau, dass die Sammeleimer morgens und abends geleert, die Tiere gezählt werden und gefahrlos zum Wasser kommen.

Im März findet die Säuberung der Ziegenweide des Steinbruchhangs am Ranzenberg statt. Am 21.03.2026 werden wir wieder bei der Flurreinigung der Gemeinde Borchen in Kirchborchen dabei sein.

Wie im letzten Jahr stehen im Frühjahr auf allen Friedhöfen wieder Behälter, um abzugebende Blumenzwiebeln aufnehmen zu können. Die Blumenzwiebeln werden dann zeitnah auf Gemeindeflächen wieder eingepflanzt.

Im Frühjahr geht es auch wieder im Mitmachgarten los. Treffpunkt ist das Gewächshaus im Mallinckrodtpark. Dort befindet sich auch eine Infotafel mit Öffnungszeiten und aktuellen Projekten. Wer Lust hat, in geselliger Runde Gartenwissen auszutauschen und bei der einen oder anderen Aktion mitzumachen, ist herzlich willkommen.

Letztes Jahr begannen wir, die Bushaltestellen gegen Vogelschlag mit Vogelsilhouetten zu bekleben. Im Ortsteil Etteln werden die Bushaltestellen mit den Kindern der OGS zusammen gestaltet.
Juni ist der geplante Monat eines Sommerfestes für alle Borchener Bürger sowie interessierte Mitmenschen am Mitmachgarten geplant. Weitere Informationen werden frühzeitig bekanntgegeben.
Am 13.-14. Juni nimmt unsere Gruppe am Tag der Gärten wieder mit einem Infostand teil.

Bitte folgenden Termin unbedingt merken: 11.10.2026. Dann ist zum vierten Mal unsere Staudenbörse, wieder am Gewächshaus im Mallinckrodtpark. Hier können Pflanzen abgegeben, getauscht oder gegen eine Spende mitgenommen werden. Dazu gibt es Kaffee und Waffeln.
Nachdem von uns in den letzten beiden Jahren schon mehrere tausend Krokuszwiebeln gepflanzt wurden, startet die Aktion auch in diesem Herbst. Ebenfalls im Herbst beginnt unsere Putzaktion der Nistkästen, um den Vö**ln im Frühjahr wieder saubere Brutmöglichkeiten zu geben.

Ansprechpartner der Gruppe Borchen sind: Gerald Klocke, Silke Deiters, Gudrun Ponta - E-Mail: [email protected], Website: www.gfnev.de

Aus aktuellem Anlass - Igelhilfe Jetzt noch einen Igel gesichtet? Da der Herbst sehr mild war, kommt es jetzt immer noch...
12/12/2025

Aus aktuellem Anlass - Igelhilfe

Jetzt noch einen Igel gesichtet?

Da der Herbst sehr mild war, kommt es jetzt immer noch vor, dass Igel unterwegs sind.

Diese brauchen Hilfe, da sie es nicht geschafft haben sich Winterspeck anzufuttern. Essbares werden sie jetzt nichts mehr viel finden und somit den Winter nicht überleben.

Wenn sie in dieser Jahreszeit noch Igel draußen sehen, sei es abends oder tagsüber, bitte Folgendes beachten:
Sofortmaßnahme:

Sichern in einer hohen Kiste, mit ins Warme nehmen bei 18-20 Grad, ein Handtuch zum Einkuscheln, Igelhilfe kontaktieren.
Danke!

Telefon Igelhilfe:
Daniela 0176 11930672
Andrea 0176 23959814

Monatsartikel Dezember 2025Warum Salz zum Streuen so schädlich ist — und wie man es vermeiden kannSalz hat den Vorteil, ...
08/12/2025

Monatsartikel Dezember 2025

Warum Salz zum Streuen so schädlich ist — und wie man es vermeiden kann
Salz hat den Vorteil, Eis schnell zum Schmelzen zu bringen — aber seine Nachteile sind schwerwiegend. Das Salz sickert über Boden und Oberflächen ins Erdreich, belastet Pflanzen und Grundwasser und kann Bäumen und anderen Pflanzen im Frühling und Sommer stark zusetzen. Tiere leiden ebenfalls: Salz auf Gehwegen kann ihre Pfoten reizen, und verschlucktes salzhaltiges Wasser kann zu gesundheitlichen Problemen führen. Außerdem beschädigt Salz Metall: Fahrzeuge, Brücken und andere Bauwerke rosten schneller.
In Borchen müssen die Anwohner selbst dafür sorgen, dass der Gehweg vor ihrem Haus sicher ist. Die Gemeinde räumt nur die wichtigsten Straßen. Für private Wege gilt meistens: Salz darf man nicht verwenden, außer in besonderen Notfällen (Treppen, starke Steigungen, Brücken). Stattdessen soll man Materialien wie Sand oder Splitt benutzen. Wenn jemand auf einem nicht geräumten Gehweg ausrutscht, kann der Hausbesitzer verantwortlich gemacht werden.
Alternative Möglichkeiten bei Eis und Schnee
• Statt Salz: Sand, Splitt, Kies, Sägespäne oder Granulat — je nach Angebot, möglichst mit Umweltzeichen, z. B. „Blauer Engel“.
• Schnee mit Schippe oder Besen entfernen, bevor sich eine dicke Eisschicht bildet — oft reicht das schon.
• Bei Eis: Nur gezielt streuen — z. B. Eingänge, Stufen, besonders glatte Stellen — nicht großflächig. Kombination aus mechanischer Entfernung + abstumpfendem Material spart Salz und schont Umwelt und Geldbeutel.
Salz mag im Winter als schnelle Lösung erscheinen — doch es richtet große Schäden an Natur, Tieren und Gebäuden an. In Gemeinden wie Borchen liegt die Räum- und Streupflicht oft bei den Anwohnern, die dabei nicht auf Salz zurückgreifen sollten. Umweltfreundliche Alternativen sind verfügbar und meist ausreichend — mit geringem Aufwand. Wer umsichtig handelt, schützt Umwelt und Mitmenschen gleichermaßen.

Artikel November 25 der Naturschutzgruppe BorchenSpinnen in unserer RegionEine kleine EinführungDer Herbst hält Einzug i...
02/11/2025

Artikel November 25 der Naturschutzgruppe Borchen

Spinnen in unserer Region
Eine kleine Einführung

Der Herbst hält Einzug ins Land. Die Zeit, dass manche Spinnen zum Überwintern Häuser aufsuchen. Ließ der Altweibersommer noch winzige Spinnchen bestaunen, wie sie sich an glitzernden Fäden vom Wind forttragen ließen, haben manche Mitmenschen nun andere Gefühle dazu.

Anlass, sich etwas der hiesigen Spinnen zu erinnern, deren Vorläufer vor ca. 500 Millionen Jahren schon Teil des Ökosystems Erde waren. Beinahe auf Schritt und Tritt begegnen uns einige der 1000 Spinnenarten Deutschlands, nur bemerken wir sie meist nicht. Spinnen meiden unsere Gesellschaft und leben eher versteckt in Natur und häuslichem Umfeld. Wer denkt schon daran, dass die vermeintlich ekligen Tiere zur Pflanzenbestäubung beitragen und ökologisch wichtige Regulatoren sind. Daneben sind Spinnen in vielen Aspekten des Lebens von wachsender Bedeutung – ihr Potenzial in Medizin, Industrie und deren Nachhaltigkeitsbestreben. Besseres Verständnis biologischer Eigenschaften liefert immer neue wissenschaftliche Erkenntnisse, z.B. Spinnseide bei der medizinischen Wundversorgung.

Spinnentiere, ob 2 mm oder 10 cm, (somit auch Weberknechte, Milben und Skorpione), haben 8 Beine, Insekten nur 6.
Ihr zweigeteilter Körper besitzt vorn angesetzt 8 Laufbeine, 2 Tastbeine, 2 Giftklauen und 8, oft unterschiedlich große, Augen. Durch einen dünnen Stiel verbunden, trägt der empfindliche Hinterleib bauchseits Atmungs- und Genitalorgane sowie Spinndrüsenpaare, die endlose Spinnfäden produzieren. Gelenke verleihen höchste Beweglichkeit. Feinste, bis stachelige Tasthärchen dienen der Orientierung. Schlicht braun oder poppig bunt, grafisch präzise Zeichnung oder Camouflage. Spinnen sind in jeder Hinsicht vielfältig.

Die Männchen, meist viel kleiner, langbeiniger und schlanker als Weibchen, haben Tastbeinenden mit knubbelig verdickten Speicherorganen, die für die überaus komplizierten, teils tödlich endenden Begattungsrituale Spermien beinhalten.
Bis über 100 Eier legen Spinnen in Seidenkokons ab. Ihre Lebenserwartung variiert je nach Art und Biologie von wenigen Monaten über mehrere Jahre. Spinnenähnliche, federleichte Gebilde in Winkeln und Gespinsten, sind abgestreifte Haut der lebenslang wachsenden Tiere.

Hierzulande denkt man beim Thema Spinne meistens an die Haus-Winkel- oder Kellerspinne als Schrecken der Hausbewohner und die große Zitterspinne, die unsere Behausungen überall erobert hat. Die Winkelspinne, sicher kein Kuschelideal, fängt uns aber Fliegen und Schadinsekten weg. Ist keine Beute mehr da, wandert sie ab. Sie meidet uns, wo es geht, kann uns nicht beißen und überlebt in trockenem Milieu nicht lange. Zitterspinnen fühlen sich in jedem Haus wohl, wo sie, immer Fäden mit sich ziehend, nachts Jagd auf alles machen, was sich findet. Selbst viel größere Spinnen wie z.B. Winkelspinnen erbeutet sie.

Die Arten teilen sich unterschiedliche Lebensräume. Beuteschema sind Insekten und Spinnen. So lauern z.B. Gartenkreuzspinnen in täglich erneuerten kunstvollen Radnetzen über dem Boden, oder Baldachinspinnen, deren Netze horizontal gespannt, teils kreuz und quer, scheinbar ohne jede Ordnung, in Büschen angelegt sind. Trichternetze werden am Boden gesponnen, Wohn- und Lauerröhren gewebt, selbst Gespinstdeckel, unter denen Tapezierspinnen warten.

In Fangfäden geraten, hat ein Beutetier kaum Chance auf Flucht. Es wird durch Giftbisse gelähmt oder erst eingesponnen und dann getötet. Rasend schnell spinnt z.B. die farbenfrohe Wespenspinne ihre Beute im Netz ein. Häuser sind Jagdgrund kleiner Spinnchen. Spinnseide, hauchdünn, vielmals stabiler als Stahl, ist sehr dehnbar und reißfest. Enorm vielseitig, kann sie klebrig zum Fang, Rahmen für Netze, Absturzsicherung, Wohnröhre oder schützender Eierkokon sein. Alte Spinnseide wird wieder gefressen.

Jagdspinnen wie die Wolfspinnen und die Springspinnen mit ihrem exzellenten Sehvermögen halten es da ganz anders. Sie jagen ohne Netz aktiv ihre Beute. Aber auch sie haben immer einen Sicherungsfaden, mit dem sie sich an den Untergrund heften. Man kann nie wissen.

Krabbenspinnen hingegen lauern reglos unter ausgewählten Blüten, deren Farbe sie zur Tarnung annehmen können. Insekten werden beim Landen blitzschnell gepackt. Speispinnen, 5 mm klein, schleudern eine klebrige Substanz zielgenau auf ihre Beute und machen sie bewegungsunfähig. Letztlich lebt und jagt eine Spinnenart sogar unter Wasser in einer luftgefüllten Gespinstglocke.
In Deutschland gibt es nur eine Spinnenart, den Ammendornfinger im südlichen Schwarzwald, dessen Gift Krankheitssymptome auslösen kann. Meist verschwinden Beschwerden nach wenigen Tagen wieder.

Bitte fangen Sie Spinnen in der Wohnung ein und lassen sie draußen in ihren Lebensraum frei, wie auch es auch alte Keller, Schuppen oder Lager sind. Die Natur dankt es.

Vogelschlag an GlasflächenHeute, 24.9.25  flog ein Eisvogel vor den Augen einer Gruppe Menschen gegen eine große Scheibe...
24/09/2025

Vogelschlag an Glasflächen

Heute, 24.9.25 flog ein Eisvogel vor den Augen einer Gruppe Menschen gegen eine große Scheibe des Begegnungszentrums „Jung trifft Alt“ am Mallinckrodthof in Nordborchen und wurde getötet. Bei dem Eisvogel ist besonders tragisch, dass er zu einer immer seltener werdenden Art in Deutschland gehört, weil seine Brut- und Lebensräume rapide abnehmen.

An Bushaltestellen oder an Gebäuden mit größeren Fensterfronten kommen immer wieder Vögel, die gegen die Scheiben geflogen sind, so zu Tode. Staatliche Vogelschutzwarten gehen mittlerweile davon aus, dass rund 5 Prozent der in Deutschland lebenden Vögel jedes Jahr dem tödlichen Vogelschlag zum Opfer fallen. Das sind geschätzt 100 Millionen Vögel/Jahr.

Die Gruppe Borchen der Gemeinschaft für Naturschutz im Bürener Land e.V., möchte den Vorfall zum Anlass nehmen, nochmals zu appellieren, aktiv Sorge für den Schutz vor Vogelschlag zu tragen. Es lohnt sich und ist für unsere Gemeinde, die sich zu Umwelt- und Naturschutz bekennt, doppelt wichtig. (Der Wasserverband Obere Lippe WOL, hat durch Renaturierungsmaßnahmen 2024 an Alme und Altenau für gute Chancen gesorgt, den Eisvogel Populationen im Borchener Umland ihren Lebensraum zu erhalten).

Lesen Sie dazu gerne den ganzen Artikel „Vogelschlag an Bushaltehäusern verhindern“ vom Juni 2025 auf den Facebook Seiten „Borchen aktuell“ bzw. „Gemeinschaft für Naturschutz GfN, Gruppe Borchen“ und der Plattform „Crossiety“.

Ihre Gemeinschaft für Naturschutz GfN, Gruppe Borchen

Zusatztermin Igelhaus bauen für Kinder
23/09/2025

Zusatztermin Igelhaus bauen für Kinder

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Kirchborchen
33178

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