Migrations-und Integrationsbeirat der Stadt Jena

Migrations-und Integrationsbeirat der Stadt Jena Der Migrations- und Integrationsbeirat der Stadt jena vertritt die
Interesse der in Jena lebenden Menschen mit Migrationshintergrund.

21/03/2023

👆Der heutige Dienstag, 21. März 2023, ist der Internationale Tag gegen Rassismus. 👆
Memet Kilic, Vorsitzender des , äußert sich zu diesem Anlass wie folgt: „Der Internationale Tag gegen Rassismus und dessen Begleitung durch die Internationalen Wochen gegen Rassismus sind sowohl Ausdruck und Mahnmal des anhaltenden Rassismus in Deutschland als auch Katalysator für dessen gesamtgesellschaftliche Bekämpfung."

Die für Antirassismus zuständige Vorständin des BZI, Didem L. Karabulut, betont darüber hinaus die Wichtigkeit der Integrationsbeiräte im Kampf gegen Rassismus: „‚Misch dich ein‘ lautet das Motto der diesjährigen Wochen gegen Rassismus. Als Integrationsbeiräte mischen wir uns ein! Wir kämpfen für eine Gesellschaft, deren Mitglieder sich auf Augenhöhe begegnen. Es reicht nicht, wenn nur diejenigen sich wehren, die von Rassismus betroffen sind, denn Rassismus ist keine Meinung oder Einstellung, sondern eine Straftat, die unserer Demokratie schadet und unser Zusammenleben nachhaltig vergiftet. Lasst uns deshalb alle gemeinsam Rassismus bekämpfen, indem wir mentale Grenzen einreißen!"🤩

Die ganze Pressemitteilung findet ihr auf unserer Webseite

09/11/2022

Gedenken an den Novemberpogrom 1938:
Am heutigen 9. November wird in Jena den Opfern der Reichspogromnacht sowie den Juden, Sinti und Roma, die von Jena aus deportiert wurden, gedacht.

▪ Ab 17:45 Uhr findet der Klang der Stolpersteine an verschiedenen Orten in Jena statt.
▪ Um 19:00 Uhr beginnt die Gedenkveranstaltung mit Kranzniederlegung auf dem Vorplatz des Westbahnhofes.

Zum kompletten Programm:
👉 https://klang-der-stolpersteine.de/wp/2022-2/

Mehrheitlich beschlossen: Der Antrag auf Ächtung des N* Wortes in Jena.Ein klares Signal! Die Fraktionen von FDP, GRÜNEN...
21/07/2022

Mehrheitlich beschlossen: Der Antrag auf Ächtung des N* Wortes in Jena.
Ein klares Signal! Die Fraktionen von FDP, GRÜNEN, SPD und DIE LINKEN folgten
der Anregung des Migrationsbeirates und stellten den Antrag im Stadrat.
Danke dafür!

Wer es trotzdem verwendet, muss mit einer Meldung bei der Beschwerdestelle und arbeitsrechtlichen Konsequenzen rechnen.

26/06/2022
19/06/2022

Am Freitag ist in Eisenberg das dritte Mohrenfest gestartet. Viele nennen es allerdings nur das M*Fest, weil sie das Attribut Mohr als diskriminierend empfinden - und alles andere als zeitgemäß.

17/06/2022

Aufruf: Eine Stadt für Alle? Gegen den rassistischen Konsens in Eisenberg und überall!

Kommt am 18. Juni 2022 von 14 Uhr bis 20 Uhr nach Eisenberg zur Kundgebung gegen das Eisenberger Stadtfest und seinen rassistischen Namen – für eine Umbenennung und für eine konsequente und kritische Aufarbeitung des kolonialen und rassistischen Erbes!

Im kleinen Eisenberg wirkt, wie in vielen deutschen Städten, das weit zurückreichende koloniale Erbe auf problematischste Weise nach: Als Wahrzeichen der Stadt gilt die Figur eines halbnackten Schwarzen Menschen in Federrock, mit Goldschmuck, der in exotisierender Darstellung auf einem Brunnen am Markt prangt. Nach diesem sog. „M.“, der essentieller Teil der Entstehungssage zum Stadtwappen ist, sind hier u.a. eine Apotheke, ein Hotel und eine Straße benannt. Leider wurde ein kritischer Umgang mit dieser Reproduktion rassistischer Klischees auch in der jüngeren Vergangenheit völlig außer Acht gelassen und aktiv verweigert.
Stattdessen wird seit 2019 das Stadtfest unter dem neu eingeführten Namen „M-Fest” veranstaltet. Obwohl bundesweit schon seit Jahren Debatten über die Umbenennung von öffentlichen Orten geführt werden, deren Namen fragwürdige/problematische Geschichtsbilder fortschreiben oder glorifizieren.
Auf dem Fest selbst wird die Diskriminierungskultur durch Theatervorführungen der besagten Entstehungssage des Stadtwappens weitergeführt. Als Schwarze Menschen verkleidete weiße Kinder spielen unbedarft nach, wie die namensgebende Sklavenfigur nach einer Verwechslung und anschließender Begnadigung durch den Feudalherren als Silhouette in tief schwarzer Färbung und mit großen roten Lippen den Weg auf das Stadtwappen findet.
2022 findet dieses Fest nun zum dritten Mal statt – trotz der immensen öffentlichen Kritik durch antirassistische Verbände (u. a. der Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland), die immer wieder den Dialog mit der Stadt gesucht haben und über Jahre auf Abstand gehalten wurden.
Eine Initiative von Menschen aus Eisenberg, dem Saale-Holzland-Kreis und anderen Orten in der Umgebung hat eine Gegenkundgebung geplant, die sich deutlich für die Umbenennung des Stadtfestes und für eine ernsthafte Aufarbeitung des Rassismus und des bestehenden Namen des Stadtfestes positioniert. Geplant sind Redebeiträge, Musik und Workshops.
Wir, das antirassistische Netzwerk Jena, rufen dazu auf, nach Eisenberg zu fahren, um sich gegen ein Stadtfest mit rassistischer Namensgebung zu stellen. Kommt vorbei am 18.Juni 2022 von 14 Uhr bis 20 Uhr! Gegen den rassistischen Konsens! In Eisenberg und überall!

Mehr Informationen: http://ais-shk.de/demo/antira-eisenberg/

23/05/2022

Das Bundeszuwanderungs- und Integrationsrat Projekt KommPAktiv - Kommunal, politisch, aktiv ist im Online- Gespräch mit politischen Akteur: innen @ Lena Güngör, MdL DIE LINKE Thüringen DIE LINKE. Jena , José Paca, Vorsitzender des Ausländerbeirats Erfurt Landeshauptstadt Erfurt Kultur in Erfurt, Rea Mauersberger, Vorsitzende des Migrations-und Integrationsbeirat der Stadt Jena, Ayman Qasarwa, Vorsitzender Ausländerbeirat der Stadt Weimar und Miriam Kruppa, Thüringer Beauftragte für Integration, Migration und Flüchtlinge
Wann: Dienstag, 24. Mai 2022, 18.00 Uhr
Wo: https://us02web.zoom.us/j/89504517102
Moderation: Elisa Calzolarin, MigraNetz Thüringen e.V.

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15/05/2022

Rund 15 Prozent der Volljährigen in NRW dürfen bei der anstehenden Landtagswahl nicht wählen, weil sie nicht die deutsche Staatsbürgerschaft haben. Wie lange leben sie schon in Deutschland? Welchen Aufenthaltsstatus haben sie? Der MEDIENDIENST hat Zahlen und Fakten zusammengestellt.

24/04/2022

Wir gedenken des 29-Jährigen vietnamesischen Vertragsarbeiters Nguyễn Văn Tú, der heute vor 30 Jahren von einem 21-Jährigen Rechtsextremen in Berlin-Marzahn vor den Augen vieler Passant:innen ermordet wurde. Zuvor kam es zu einem Angriff deutscher Jugendlicher auf Vietnames:innen, die vor einem Supermarkt Verkaufsstände betrieben. Nguyễn Văn Tú stellte die Angreifer zur Rede – und wurde unvermittelt mit einem Butterflymesser attackiert.

Nguyễn Văn Tú kam 1987 als Vertragsarbeiter in die DDR und arbeitete zunächst im Gummikombinat im thüringischen Waltershausen. Einen Großteil seiner Einkünfte schickte er an seine Eltern und Geschwister in Vietnam. Für die meisten Vertragsarbeiter:innen war die Wiedervereinigung geprägt von einem Verlust von Beruf und Aufenthaltsstatus. Auch Nguyễn Văn Tú verlor 1990 seine Beschäftigung und Ende 1992 seine Aufenthaltsgenehmigung.

Gegenüber der Polizei sagte der Täter: „Also, ich fühl‘ mich der DVU zugehörig, weil es eine rechte Partei ist und weil se was gegen Ausländer noch tut, die Straftaten verüben.“ Das Gericht erkannte ein politisches Motiv und sprach von Selbstjustiz vor dem Hintergrund „fremdenfeindlicher“ Ressentiments. Das Gericht stellte fest, dass der Täter nur deshalb angriff, weil er sich daran störte, dass vietnamesische Händler:innen unversteuerte Zi******en verkaufte. Im Urteil hieß es dazu: „Selbstjustiz, vor dem Hintergrund nationalistischer Überheblichkeit gegen die fremde Rasse oder Nationalität der Händler […], sowie Wut und Empörung waren die Motive, die den Angeklagten veranlassten zuzustechen.“ Der Täter wurde wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu vier Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt.

Eine Gedenktafel wurde bereits kurz nach der Tat angebracht – jedoch wenige Wochen später zerstört. Seitdem kämpfen Engagierte für eine offizielle Gedenktafel und halten die Erinnerung an Nguyễn Văn Tú wach. Anfang 2021 wurde die Anbringung einer Gedenktafel beschlossen, nachdem der Vorschlag bei einer Abstimmung über den Bürger:innenhaushalt die meisten Stimmen erhielt. Nguyễn Văn Tú ist als Todesopfer rechter Gewalt staatlich anerkannt.

22/03/2022

Platzbenennung vollzogen! Im Rahmen des Internationalen Tag gegen Rassismus haben wir gemeinsam mit dem Jenaer Antira-Netzwerk den Anton Wilhelm Amo Platz im Zentrum von Jena vorerst symbolisch benannt. Damit es dabei nicht bleibt, unterstützen wir die Forderung des Migrations- und Integrationsbeirates nach einer offiziellen Benennung. Ihr fragt euch, wer Anton Wilhelm Amo eigentlich war? Decolonize Jena hat da was vorbereitet: Link in der Bio

Adresse

Löbdergraben 14A
Jena
07743

Öffnungszeiten

Dienstag 10:00 - 13:00
Donnerstag 10:00 - 13:00

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