29/05/2026
𝗙𝗿𝗶𝘁𝘇 𝗚𝗮𝘀𝘁𝗮𝗴𝗲𝗿: 𝗘𝗶𝗻 𝘄𝗮𝗵𝗿𝗲𝗿 𝗦𝗲𝗴𝗲𝗻 𝗳ü𝗿 𝗱𝗶𝗲 𝗚𝗲𝗺𝗲𝗶𝗻𝗱𝗲 𝗜𝗻𝘇𝗲𝗹𝗹
Anlässlich seines 100. Geburtstags am 15. Mai 2026 blickt Inzell auf das Lebenswerk von Fritz Gastager zurück, der in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre und dessen Wirken der Gemeinde bis heute unendlichen Segen bringt. Der visionäre Unternehmer startete 1954 mit einem kleinen Reisebüro und entwickelte es mit Fleiß und Mut zum weltgrößten Anbieter für Weltreisen.
Von diesem kometenhaften Aufstieg profitierte vor allem seine Heimat. Gastager kurbelte den Inzeller Tourismus massiv an – zunächst durch eine erfolgreiche Zimmervermittlung für das Ruhrgebiet, später durch den Bau des legendären Alpenhotels Gastager mit der Frillenseeklause, die zum gesellschaftlichen Mittelpunkt für Einheimische und Urlauber wurde. Für sein unermüdliches Engagement, das Inzell weltbekannt machte, zeichnete ihn die Gemeinde 1987 mit dem Goldenen Ehrenring aus und benannte später eine Straße nach ihm.
Doch Gastager war nicht nur wirtschaftlich ein Glücksfall, sondern vor allem ein Mann mit großem Herzen. Trotz seines Welterfolgs verlor er die Inzeller nie aus den Augen und war stets ein großzügiger Förderer der Ortsvereine. Sein größtes Vermächtnis ist die „Fritz und Brigitta Gastager-Stiftung“. Da das Ehepaar die Stiftung als Alleinerbin einsetzte, wuchs das Stiftungsvermögen auf rund 14 Millionen Euro an. Diese Millionen sichern den lokalen Vereinen und bedürftigen Bürgern dauerhafte Unterstützung – ein unendlicher Segen für Inzell, weit über Gastagers Tod im Jahr 1998 hinaus.
So gebührt einem einzigartigen Menschen, der vor 100 Jahren geboren wurde, ein ehrendes Gedenken.
𝗚𝗲𝗺𝗲𝗶𝗻𝗱𝗲 𝗜𝗻𝘇𝗲𝗹𝗹
© Fotos: Helmuth Wegscheider