15/06/2026
Präzision statt Kraftaufwand
Wie hebt man schwere Lasten kontrolliert an, ohne Menschen zu gefährden? Genau darum ging es bei einer Ausbildung des Technischen Hilfswerks (THW) Hilpoltstein.
Im Mittelpunkt standen zwei Einsatzmittel. Der Hydraulikheber aus der Bergungsausstattung des Technischen Zuges und der Lkw-Ladekran der Fachgruppe Wassergefahren.
Für die Übung lag eine Puppe unter dem Gerätekraftwagen. Mit dem Hydraulikheber wurde das Fahrzeug kontrolliert angehoben, bis die Puppe sicher hervorgeholt werden konnte. Wichtig war dabei vor allem eines. Die Last musste während des gesamten Vorgangs gesichert und Stück für Stück unterbaut werden.
„Beim Bewegen von Lasten geht es nie darum, möglichst schnell möglichst viel Kraft einzusetzen. Entscheidend ist, dass jeder Handgriff sitzt, die Kommunikation klar ist und die Last zu jedem Zeitpunkt gesichert bleibt“, sagte Zugführer Sebastian Luft.
Auch der Ladekran kam zum Einsatz. Mit dem Greifer hoben die Einsatzkräfte unter anderem einen Pflasterstein vorsichtig an. Dabei zeigte sich, wie viel Gefühl und Abstimmung trotz schwerer Technik nötig sind. Der Greifer muss sicher fassen, die Kranbedienung feinfühlig arbeiten und die Einweisung klar kommunizieren.
Ob Hydraulikheber oder Ladekran. Technik hilft enorm. Sicher wird sie erst durch Ausbildung, Übung und ruhiges Arbeiten im Team.
Text: Liam Flohry
Fotos: Liam Flohry