01/06/2026
Ein Personalthema spaltet Florstadt erneut!!
Und viele Bürger stellen sich inzwischen die Frage: Wann hört das endlich auf?
Seit Jahren erleben wir die gleichen Muster. Statt gemeinsam Lösungen für die Herausforderungen unserer Stadt zu entwickeln, wird jede Gelegenheit genutzt, um politische Gegner anzugreifen. Dabei geht es längst nicht mehr um Sachpolitik oder um die Interessen der Bürgerinnen und Bürger. Es geht um Macht, persönliche Rechnungen und verletzten Stolz.
Besonders erschreckend finden wir den Widerspruch zwischen den öffentlichen Aussagen und dem tatsächlichen Verhalten. Einerseits heißt es: „Nicht toleriert werden Beleidigungen, persönliche Angriffe, Hass und Hetze.“ Andererseits wurde der Vergleich der aktuellen Vorgänge mit „stalinschen Säuberungen“ öffentlich verbreitet, und das ausgerechnet von unserem ehemaliger (Ehren-)Bürgermeister. Wer solche historischen Vergleiche bemüht, sollte sich bewusst sein, welche Wirkung diese Worte haben. Wenn ein ehemaliger (Ehren-)Bürgermeister öffentlich Vergleiche zieht, dann ist eine Grenze überschritten. Wer gleichzeitig von Respekt, Anstand und politischer Kultur spricht, sollte sich fragen, ob solche Aussagen dazu beitragen, Florstadt zusammenzuführen – oder ob bewusst weiter Öl ins Feuer gegossen wird.
Genauso respektlos ist es, wenn Stadtverordnete während einer Sitzung aufstehen, einem Zuschauer einen Ballon abnehmen und den Saal verlassen! Ist das ein angemessenes Verhalten?
Noch absurder wird es, wenn Personalangelegenheiten, die längst von Anwälten und zuständigen Stellen bearbeitet werden, für politische Mobilisierung genutzt werden. Ehrenamtliche Stadtverordnete werden ausgebuht, Bürger gegeneinander aufgebracht und die Stimmung in der Stadt weiter vergiftet. Wem dient das eigentlich? Sicher nicht Florstadt.
Man fühlt sich dabei manchmal an Donald Trump nach seiner Wahlniederlage erinnert. Statt das Ergebnis zu akzeptieren und konstruktiv mitzuarbeiten, wurde permanent Stimmung gemacht, Zweifel gesät und die Gesellschaft weiter polarisiert. Natürlich sind die Dimensionen nicht vergleichbar. Das politische Muster jedoch wirkt erschreckend ähnlich: Wenn man die politische Mehrheit nicht hat, wird versucht, durch ständige Konflikte, Empörung und Skandalisierung Einfluss zurückzugewinnen.
Dabei haben die Bürgerinnen und Bürger längst andere Sorgen. Sie wollen keine Dauerfehde. Sie wollen keine politischen Grabenkämpfe. Sie wollen, dass ihre Stadt funktioniert. Sie wollen praktische und schnelle Lösungen. Sie wollen, dass Vereine, Nachbarschaften und Familien nicht ständig in politische Lager gedrängt werden.
Wer heute von Dialog, Respekt und demokratischer Kultur spricht, sollte diese Werte auch leben. Respekt zeigt sich nicht in Pressemitteilungen oder Kommentaren in sozialen Netzwerken. Respekt zeigt sich im Verhalten. Im Umgang mit politischen Gegnern. Im Umgang mit Bürgern. Und vor allem darin, ob man bereit ist, unterschiedliche Meinungen zu akzeptieren.
Deshalb die einfache Bitte: Hört auf, Florstadt weiter zu spalten. Hört auf, jeden Konflikt politisch auszuschlachten. Hört auf, Menschen gegeneinander aufzubringen.
Arbeitet endlich miteinander statt gegeneinander. Nicht für persönliche Interessen, nicht für politische Eitelkeiten und nicht für den nächsten Schlagabtausch auf Facebook – sondern für die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt.
Denn Florstadt braucht keine weitere Eskalation. Florstadt braucht Vernunft, Respekt und Zusammenarbeit.
Abschließend möchten wir als FREIE WÄHLER Florstadt deutlich machen:
Wir werden uns auch künftig sachlich, verantwortungsvoll und neutral verhalten. Personalangelegenheiten sind kein Gegenstand öffentlicher politischer Auseinandersetzungen. Sie gehören in die zuständigen Gremien, insbesondere in den Magistrat, und sind dort mit der erforderlichen Vertraulichkeit und Professionalität zu behandeln.
Wir werden uns daher weder an öffentlichen Spekulationen noch an Vorverurteilungen beteiligen. Gleichzeitig vertrauen wir darauf, dass mögliche rechtliche Fragestellungen von den zuständigen Stellen, Anwälten und Juristen geprüft und – falls erforderlich – auf dem vorgesehenen Rechtsweg geklärt werden.
Unser Fokus liegt nicht auf persönlichen Auseinandersetzungen, sondern auf der Zukunft unserer Stadt. Wir möchten Brücken bauen statt Gräben vertiefen und weiterhin konstruktiv für die Bürgerinnen und Bürger Florstadts arbeiten.
Denn am Ende geht es nicht um einzelne Personen. Es geht um Florstadt.