12/11/2013
Um Missverständnisse auszuräumen, wollen wir hier jetzt nach und nach eingegangene Fragen beantworten. Wenn ihr etwas von uns beantwortet wissen wollt, schickt uns eine Privatnachricht oder eine Email an fleisch-liste[at]web.de! Übrigens: immer mehr Leute fragen uns, wie sie bei uns mitmachen können. Sei auch du dabei: es ist auch DEINE Uni! Lass dich nicht bevormunden!
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Frage: "Habt ihr etwas gegen Vegetarier?"
Antwort: Nein, ganz sicher nicht. Das einzige, was wir gegen Vegetarier haben, sind gute Argumente. Wir wollen niemandem vorschreiben, was er essen soll: es ist gut, dass auch Vegetarier und Veganer in der Mensa ein Gericht angeboten bekommen. Es stimmt aber auch: nur etwa 7 Prozent der Hamburger Studenten ernähren sich überhaupt vegetarisch. Aber was ist mit den übrigen 93 Prozent? Müssen diese jetzt fortan auf Fleisch verzichten, weil für eine kleine Minderheit Sonderrechte gelten?
Wir fordern nicht mehr als dass Vegetarier uns die gleiche Toleranz entgegenbringen, wie wir ihnen auch. Leider lassen sich auch jetzt schon Zustände beobachten, die mehr an Tyrannei als an ein respektvolles Miteinander erinnern lassen: vegetarische Gerichte in der Mensa werden mit unseren Semestergebühren subventioniert, damit sie zu einem niedrigen Preis verkauft werden können. Geld, das woanders wieder reingeholt werden muss: so müssen wir mittlerweile zum Beispiel für einen Olympus-Teller mehr als 4 Euro zahlen (Hallo?!), während sich Vegetarier auf unsere Kosten für kleines Geld den Bauch vollschlagen können. Ist das etwa gerecht?
Wir, Hamburger Studenten aller Fachbereiche, wollen nicht länger tatenlos zuschauen, wie über unsere Köpfe hinweg entschieden wird. Überall lässt sich in der letzten Zeit beobachten, dass unsere Freiheit immer stärker eingeschränkt wird. Die EU befiehlt uns, welche Glühbirnen wir zu kaufen haben und welchen Krümmungsgrad unsere Gurken haben müssen. Die politisch korrekte Gesundheitsdiktatur verbietet uns das Rauchen in Kneipen. Und jetzt wird uns in der Uni auch noch sukzessive der Fleischkonsum verboten? Das wollen wir uns nicht gefallen lassen: Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf!
Ganz zu schweigen davon, dass durch den vegetarisch-veganen „Lifestyle“ zahlreiche Arbeitsplätze vernichtet werden: was ist zum Beispiel mit der Wurstbude zwischen WiWi- und Schweinemensa? Diese stieß diesen Sommer bei uns Studenten auf großes Interesse. Wo sonst kann zum Beispiel eine schmackhafte Krakauer mit Senf und Brötchen für weniger als zwei Euro verkostet werden? Sollen die dort ehrlich arbeitenden Familienväter künftig Hartz4 beantragen, weil ihnen politisch korrekt wegen einigen wenigen Vegetariern die Ausübung ihres Berufs verboten wird? Wir sagen ganz klar: NEIN!