16/09/2026
Im Februar distanzierte sich ▶️ Leif-Erik Holm
noch ÖFFENTLICH von
▶️ Ulrich Siegmund:
👉falsche Signale,
👉problematische Außenwirkung,
👉ein „zu radikaler Ton“.
Sieben Monate später soll ausgerechnet Siegmund Holms Wahlkampf in Mecklenburg-Vorpommern verstärken.
Was hat sich geändert –
▶️ Siegmund oder Holms Bedarf an Stimmen?
Holm kritisierte Anfang des Jahres nicht irgendein Detail.
Er ging ausdrücklich auf Abstand zu Siegmunds politischer Inszenierung.
Das
▶️„Sieg-Mund!“-
Skandieren bei einer Veranstaltung nannte er ein „falsches Signal“.
▶️ Zur Verwandtenaffäre um Siegmund erklärte Holm, er selbst habe in einer vergleichbaren Situation auf eine Beschäftigung verzichtet, gerade weil sie öffentlich problematisch wirken könne
Seine grundsätzliche Forderung damals:
▶️ Die AfD müsse ihren teilweise „zu radikalen Ton“ ändern.
Heute sieht die Lage offenbar anders aus.
Die AfD liegt in Mecklenburg-Vorpommern bei rund 36 bis 38 Prozent.
Er MUSS seinen Schweriner Wahlkreis gewinnen.
▶️ Ausgerechnet dort soll nun Ulrich Siegmund beim großen AfD-Wahlkampfabschluss auftreten.
Der Mann also, dessen Stil Holm noch vor wenigen Monaten kritisierte.
Warum?
Weil Siegmund inzwischen gemäßigter auftritt?
Oder weil sein Wahlkampf in Sachsen-Anhalt erfolgreich war und
▶️ politische Bedenken plötzlich weniger wichtig werden, wenn sich damit Stimmen mobilisieren lassen?
▶️ Auch Siegmunds Rolle wirft Fragen auf.
▶️ Nach dem Wahlsieg in Sachsen-Anhalt sprach er von einem „Regierungsauftrag“.
Er will Ministerpräsident werden und erklärte selbst, in den kommenden Tagen und Wochen eine stabile Mehrheit organisieren zu wollen.
Sein eigener Satz vom
7. September:
▶️ „Wenn ich ein Thema aufmache, dann mache ich es auch zu Ende.“
Nur führt ihn sein Weg wenige Tage später nicht ausschließlich durch Sachsen-Anhalt,
▶️ sondern auf Wahlkampfbühnen in Mecklenburg-Vorpommern.
Der NDR beschreibt die Strategie offen:
▶️ Die AfD wolle den „Schwung aus Sachsen-Anhalt mitnehmen“.
▶️ Siegmund ist für mehrere Auftritte angekündigt.
Parteifreunde dürfen einander selbstverständlich im Wahlkampf unterstützen.
Aber dann müssen sich beide Fragen gefallen lassen
Holm:
▶️ Warum braucht ein Ministerpräsidenten-
kandidat, dessen Partei bei annähernd 40 Prozent liegt, ausgerechnet den Politiker als Wahlkampfverstärker,
👉von dessen Stil er sich noch im Februar distanziert hat?
Siegmund:
▶️ Wie ernst ist der selbst ausgerufene „Regierungsauftrag“ in Sachsen-Anhalt, wenn er in der entscheidenden Phase gleichzeitig als Wahlkampfzugpferd durch Mecklenburg-Vorpommern tourt?
Siegmund hat bewiesen, dass er Aufmerksamkeit in Stimmen verwandeln kann.
Holm scheint diese Fähigkeit jetzt gebrauchen zu können/zu benötigen.
▶️ Ob Siegmund Stimmen auch in Regierungsverantwortung verwandeln kann, muss sich allerdings erst noch zeigen.
▶️ In Sachsen-Anhalt.
▶️ Nicht in Schwerin.