23/08/2023
Das Bundeskabinett berät heute über das sogenannte „Selbstbestimmungsgesetz“.
"Das Selbstbestimmungsgesetz ist die Krönung einer besorgniserregenden gesellschaftspolitischen Agenda, mit möglicherweise schweren Folgen für unser Zusammenleben".
Die Realität ähnlicher Gesetze anderer Länder deutet auf etliche Fälle von Missbrauch hin, trotz entsprechender Regelungen.
Das Gesetz entpathologisiert hilfsbedürftige Menschen und bagatellisiert deren Situation. Die Befürworter instrumentalisieren und banalisieren diese hochempfindliche Thematik.
Befördert wird dies insbesondere durch die geplante Abschaffung der Gutachtenpflicht. Der Gesetzentwurf öffnet Tür und Tor für die Auslebung paraphiler Neigungen, denen man bisher mit den Gutachten zuvorkam.
Wir erlebten in den letzten zehn Jahren eine Vervierzigfachung vermeintlicher Fälle von Geschlechterdysphorie bei jungen Mädchen.
Diese Entwicklung unterhinterfragt zu normalisieren ist ethisch unverantwortlich und hat unvorstellbare Folgen für kommende und heranwachsende Generationen.
Die emotional aufgeladene Debatte, in der verschiedene Seiten das Leid von Menschen gegeneinander ausspielen, verurteilen wir. Ziel muss der vorurteilsfreie und nüchterne Umgang mit Geschlechtsdysphorie und den damit verbundenen Themen sowie eine Beratung und Behandlung ohne Erniedrigung für Betroffene sein, die aber wirksam vor Missbrauch oder Fehldiagnosen schützt.
Daher können wir das Gesetz in seiner jetzigen Form nicht freien Gewissens unterstützen.
Die Jungen FREIEN WÄHLER Niedersachsen sprechen sich entschieden gegen die aktuelle Fassung des Gesetzes aus, wir sehen das Wohl unserer Kinder und Mitmenschen gefährdet.