Kunst im öffentlichen Raum in Frankenthal / Pfalz

Kunst im öffentlichen Raum in Frankenthal / Pfalz Kontaktinformationen, Karte und Wegbeschreibungen, Kontaktformulare, Öffnungszeiten, Dienstleistungen, Bewertungen, Fotos, Videos und Ankündigungen von Kunst im öffentlichen Raum in Frankenthal / Pfalz, Wahrzeichen und historische Stätten, Frankenthal.

Auf dieser Seite soll all das, was in Frankenthal im öffentlichen Raum künstlerisch ist, ob Plastik, Kunst am Bau, Malerei, "Bodennahes" oder Mosaike sowie Brunnen, vorgestellt und mit Infos zu den Künstlern nachvollziebar und erlebbar werden.

02/05/2026
KRIEGERDENKMAL auf dem JahnplatzAuf dem Gelände des Holzhofes der Stadt entstand in den 1920er Jahren die durch den Turn...
02/05/2026

KRIEGERDENKMAL auf dem Jahnplatz

Auf dem Gelände des Holzhofes der Stadt entstand in den 1920er Jahren die durch den Turnhallenbau und ein Denkmal geprägte Platzanlage im Anschluss an die Mahlastraße.

Das monumentale, nationalsozialistische Kriegerdenkmal auf dem Jahnplatz, welches 1936 eingeweiht wurde, ist als Stele mit zeittypisch stilisierten Reliefs ausgebildet. Zur Straße hin eine figürliche Darstellung von „Auszug, Kampf und Sieg“ von Georg Schubert, zum Platz hin das Thema „Opfergang“ von Walther Perron. Das Denkmal wurde zur Entstehungszeit den 653 gestorbenen Frankenthaler Soldaten des Ersten Weltkrieges gewidmet, nicht erfasst wurden jedoch die drei gestorbenen jüdischen Soldaten Leopold Gutmann, Richard Lurch und Max Schweitzer. An sie erinnert nun eine eigene Tafel.

Der Jahnplatz stellt zusammen mit seiner Bebauung ein städtebaulich wirksames, einzigartiges und bedeutendes Zeugnis der Frankenthaler Baukultur dar. Zum Ausdruck kommen im Hinblick auf die Sporthalle und das Kriegerdenkmal die konservativ-faschistischen Männlichkeitsideale des deutschen Nationalsozialismus, wie sie von Friedrich Ludwig Jahn bereits im 19. Jahrhundert vorbereitet wurden. Die deutsche Jugend beim Sport und Turnen zu stählen, um sie als siegreiche Kämpfer im Krieg einsetzen zu können, dies war Jahns Programm – damals im Hinblick auf die napoleonische Besetzung. Jahns Antisemitismus und Nationalismus sind hinreichend bekannt. Nicht zufällig stehen sich dann in den 1930er Jahren Jahnhalle und Kriegerdenkmal gegenüber. Den Bewohnern der umgebenden Wohnbebauung wird auf diese Weise vor Augen geführt, welchen Dienst und welche Opfer von ihnen in Vergangenheit und Zukunft für das Vaterland erwartet werden.

DIE KÜNSTLER

GEORG SCHUBERT

Georg Schubert, auch Georg Schubert-Blümling, wurde am 8. Mai 1899 in Landeshut/Schlesien und starb 1968 in Frankenthal.
Nach dem Kunststudium an der Kunst- und Gewerbeschule Breslau und an der Kunstgewerbeschule München ließ er sich 1929 in Frankenthal nieder und arbeitete Schubert am Wohnsitz seiner ersten Frau. Sein bildhauerisches Werk besteht vor allem aus Grabmälern, Gedenksteinen und Mahnmalen (1935 das Ehrenmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs in Grünheim-Asselheim, 1936 das Kriegerdenkmal in Frankenthal). Ebenfalls aus den 30er Jahren stammt die „Siegfried-Statue“ im Strandbad Frankenthal, 1954 fertigte er die Sandsteinreliefs am Rathaus.

WALTHER PERRON

Walter Perron wurde 1895 geboren, von ihm gibt es viele Kunstwerke in Frankenthal. Perron genoss seine künstlerische Ausbildung in Mannheim, Frankfurt und München. Seit 1924 war er als freischaffender Künstler in Frankenthal aktiv, es entstanden gemalte und plastische Werke.
1970 stirbt er im Alter von 74 Jahren.

(Fotos: Müller - Mai 2026)

DIE LIEGENDE in der Grünanlage am Wormser TorDie „Die Liegende“ in der Rudolf-Graupner-Anlage ist anlässlich der Einweih...
12/04/2026

DIE LIEGENDE in der Grünanlage am Wormser Tor

Die „Die Liegende“ in der Rudolf-Graupner-Anlage ist anlässlich der Einweihung der Fußgängerzone im Jahr 1977 dort aufgestellt worden, sie wurde aus weißem Sandstein geschaffen von dem Ludwigshafener Künstler Alfred Kiel.
(Rudolf Graupner, nach dem die Anlage 1973 nach seinem Tod benannt wurde, war Stifter des "Wassergartens" am Wormser Tor, in dem einst in einigen Becken Wasser floss.)

Anderen Informationen zufolge wurde sie bereits 1975 wie weitere Plastiken anderer Künstler in öffentlichen Anlagen der Innenstadt aufgestellt, als 1975 die Bundesgartenschau in Mannheim stattfand. Zudem hatte am 31. Mai 1975 in Frankenthal der Verband des Deutschen Steinmetz-, Stein- und Holzbildhauerhandwerke getagt, im Hotel fanden außerdem zwei Ausstellungen satt: "Plastiken und Zulieferindustrie".

DER KÜNSTLER

Alfred Kiel wird am 7. September 1933 in Wiesbaden geboren, 1948 beginnt er eine Steinmetzlehre. Nach der Gesellenprüfung besucht er die Werk- und Kunstschule Wiesbaden. 1954 hat er eine erste Ausstellung in der Landesbibliothek Wiesbaden, 1962 verlegt er seine Steinmetz- und Bildhauerei nach Ludwigshafen.
1971 findet in der Frankenthaler Straße 70 die Eröffnung der Galerie "Die Stiege" statt (sie zog später um in die Luipoldstraße 69 in eine ehemalige Schmiedewerkstatt). Alljährlich fand eine Ausstellung zum 2. Advent statt und gewährte einen Überblick über die Tätigkeit und Vielfalt des Künstlers: Ungewöhnliche Maltechniken, malerische Studien, Eindrücke aus Studienfahrten, neuartige Gestaltung und Thematik in der Malerei und Bildhauerei.

(Fotos: Müller / Februar 2026)

SCHILLERBRUNNEN an der SchillerschuleEin Brunnen mit einem Schiller-Relief steht an der Mauer der Schillerschule in der ...
18/03/2026

SCHILLERBRUNNEN an der Schillerschule

Ein Brunnen mit einem Schiller-Relief steht an der Mauer der Schillerschule in der Mörscher Straße - der verdeckt von parkenden Autos eher ein Schattendasein fristet.
Er wurde 1922 errichtet, nach jahrelangen Querelen und Standortdiskussionen – die Sandsteinstele sollte an einen (abgeblichen) Frankenthal-Besuch des jungen Dichters in der damaligen Glockengießerei Schrader erinnern. Der Dichter war nach seiner Flucht nach Mannheim 1782 für mehrerre Wochen inkognito in Oggersheim. Es ist daher denkbar, dass er in dieser Zeit auch die benachbarte kurpfälzische „Fabriquenstadt"
Frankenthal besuchte. Belege dafür gibt es allerdings nicht.

In der Denkmaltopographie der Stadt ist der Brunnen mit dem Relief beschrieben als „schlichte, gesockelte und übergiebelte Stele mit bronzener Profildarstellung des Dichters Friedrich Schiller (1759 - 1805). Der Brunnensäule vorgestellt ist ein kleines Becken. Errichtet in Andenken an Schil-
lers Besuche in Frankenthal vom nahen Oggersheim aus".

Schon 1905 war überlegt worden, ein Schillerdenkmal in Frankenthal zu errichten - in diesem Jahr wurden anlässlich des 100. Todestages deutschlandweit Schillerfeiern abgehalten. So auch am 9. Mai 1905 in Frankenthal. Ein Ausschuss wurde gebildet, Geld wurde gesammelt. Es kam zu einer erhitzten Debatte über den Standort.
Bei der Initiierung des Projektes war der Standort vor dem Speyerer Tor genannt worden, dann kam der der Stadt projektierte Stadtpark ins Spiel. Nun aber bevorzugte das
Komitee die Aufstellung in der Westlichen Ringstraße, in der Baumreihe vor dem Reallehrinstitut, gegenüber der Volksbank. Und auch der Paradeplatz (Röntgenplatz) kam als Option hinzu.

Die Schillerschule, wo heute der Brunnen steht, wurde erst 1921 so benannt. Die Errichtung der Einfriedung, in der der Brunnen heute steht, entstand in den Jahren 1912/13 mit damals noch übergiebeltem Friedhofstor mit viertelkreisförmiger Sitzbank, einem Pavillon sowie den Mauern entlang der Mörscher- und nördlichen Lindenstraße.

Im Juni 1922 schließlich wurde in dieser Umfassungsmauer der Schillerschulhauses dann der Schillerbrunnen errichtet. Der
endgültige Entwurf hierzu stammte vom Stadtbauamt. Mit der Ausführung der Steinarbeiten wurde Bildhauer Schramm aus
Leistadt beauftragt.

DER KÜNSTLER

Das auf der Sandsteinstele angebrachte Relief, Kopf des jungen
Schiller, wurde von Akademieprofessor Bernhard Bleeker aus München geschaffen. Im gleichen Jahr (1922) wurde ein ebenfalls von Bleeker geschaffener Gedenkstein zu Ehren Johannes Klein, Mitbegründer der Firma KSB, auf dem Hauptfriedhof errichtet.

Für den Entwurf des Brunnens war Hans Schwegerle,
Bildhauer und Medailleur aus München, zuständig.

Josef Bernhard Maria Bleeker (* 26. Juli 1881 in Münster; † 11. März 1968 in München) zählte zu den Hauptvertretern der sogenannten Münchener Bildhauerschule. Er war Bildhauer, Medailleur, Maler und Entwurfszeichner für Glasmalerei. Bernhard Bleeker war, wie viele seiner Bildhauerkollegen an der Schwelle zum 20. Jahrhundert, vom Stilerbe des 19. Jahrhunderts beeinflusst.
Als Professor an der Münchner Kunstakademie fand er im Dritten Reich starke Beachtung und Wertschätzung und war an nationalsozialistischen Großprojekten und Wettbewerben beteiligt. Bleeker stand mit seiner Gestaltungsweise in keinem Widerspruch zur Kunstauffassung der Nationalsozialisten und war somit geeignet, mitzubauen am Fundament der neuen „Staatskunst“, wenngleich seinen Werken nur selten der Charakter spezifisch nationalsozialistischer Ideologie innewohnte. In den Jahren nach 1945 wurde es still um ihn: Bleeker war als entnazifizierte Person des kulturellen öffentlichen Lebens in Ungnade gefallen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Bernhard_Bleeker

Hans Schwegerle (* 2. Mai 1882 in Lübeck; † 3. September 1950 in München) war ein deutscher Bildhauer und Medailleur.

https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Schwegerle

(Fotos: Müller/Grabdenkmal: Wikipedia free/Altera levatur)

ROTKÄPPCHENBRUNNEN von Rudolf HennDer Brunnen „Rotkäppchen und der Wolf“ aus Sandstein seht im Lauterecker Vierel auf de...
01/03/2026

ROTKÄPPCHENBRUNNEN von Rudolf Henn

Der Brunnen „Rotkäppchen und der Wolf“ aus Sandstein seht im Lauterecker Vierel auf dem „Vier Ulmen Platz“. Die Siedlung entstand nach dem Ersten Weltkrieg, es wurden Reihenhäuser und einige Mehrfamilienhäuser gebaut. Am westlichen Ende mündet die Siedlung in eine asymmetrische, angerartige Platzanlage mit dem Namen „Bei den vier Ulmen“. Der Vier-Ulmen-Platz ist als Denkmalzone ausgewiesen.

Der Brunnen wurde nach 1922 aufgestellt. Er hat einen achteckigen Trog, in dessen Zentrum ein quadratischer Sandsteinpfeiler mit einer Skulpturengruppe steht. Diese zeigt ein kleines Mädchen neben einem Wolf. Der Rotkäppchenbrunnen war lange dem Frankenthaler Bildhauer Georg Schubert zugeschrieben worden, bis er in jüngerer Zeit als Werk des Kaiserslauterer Bildhauers Rudolf Henn identifiziert wurde.

Die Brunnenanlage konnte 2012 dank eines Bürgerprojekts umfassend saniert werden, finanziert durch Spenden von rund 50.000 Euro. Mit erneuerter Wassertechnik und einer neu gestalteten Grünanlage wurde der Brunnen am 19. Mai 2017 im Rahmen eines Festakts wieder in Betrieb genommen.

DER KÜNSTLER

Rudolf Henn (auch Rudolph Henn; * 1. Juli 1880 in Olsbrücken, Pfalz; † 7. Juli 1955 in New York City, Vereinigte Staaten) war ein deutsch-amerikanischer Bildhauer.
Henn studierte zunächst an der Baugewerkschule Kaiserslautern und ab 1901 figurale Bildhauerei an der Münchner Kunstakademie. 1907 begleitete er als Modelleur eine ethnografische Expedition nach Niederländisch-Ostindien. Nach seinem Studium war er ab 1908 freischaffend in München tätig. 1915 wurde er als Soldat eingezogen. Nach dem Ersten Weltkrieg ließ Henn sich in Kaiserslautern in der zum Freistaat Bayern gehörenden Rheinpfalz nieder, wo nach seiner Heirat zwei Töchter geboren wurden. 1929, am Beginn der Weltwirtschaftskrise, wanderte die Familie in die Vereinigten Staaten nach New York City aus.

Neben großformatigen Denkmälern und Brunnen im öffentlichen Raum, die Henn in Stein und Metallguss ausführte, gehören auch kleinformatige Bronzeskulpturen zu seinem Werk.

(Fotos: Müller/Februar 2026)

ST.-JOSEPHSSTATUE von Johann Matthäus van den BrandenDie Sandsteinskulptur steht im Innenhof der St. Ludwig-Kirche in de...
25/02/2026

ST.-JOSEPHSSTATUE von Johann Matthäus van den Branden

Die Sandsteinskulptur steht im Innenhof der St. Ludwig-Kirche in der Wormser Straße 41. Etwas verloren, dem Zerfall überlassen, hinter einem weiß-roten-Baustellen-Absperrband.

Sie wurde im 18. Jahrhundert, im Jahr 1779, geschaffen von Johann Matthäus van den Branden (* 1716 in Heidelberg; † 1788 in Mannheim).

Der Stadt gestiftet hat sie damals Joseph Fontanesi (*1710; † 10. Mai 1795 in Mannheim). Er war war ein kurpfälzischer bzw. kurpfalz-bayerischer Hofbeamter und Förderer der Stadt Frankenthal.

Auf dem Sockel der Statue steht eine Inschrift:
HEILIGER IOSEPH
STADT PATRON
BITTE FUR UN[S]
ANNO 1779

DER KÜNSTLER

Johann Matthäus van den Branden (* 1716 in Heidelberg; † 1788 in Mannheim) war Hofbildhauer und Hofstuckateur in der Kurpfalz. Er war der Sohn von Peter van den Branden.

Er hat viele Denkmäler für den öffentlichen Raum geschaffen, so auch den Sockel für den Mannheimer Marktplatzbrunnen. Für das Nationaltheater Mannheim fertigte van den Branden das Relief und die Urnen und Figuren auf den drei Balkonen. Für die Orangerie des Schwetzinger Schlosses schuf er mehrere Vasen.

Holzschnitzarbeiten tätigte van den Branden im Mannheimer Schloss (Bibliothek und Malereikabinett), in der St.-Sebastian-Kirche (kurfürstliches Oratorium), in der Kapuzinerkirche (die Figuren des Hochaltars befinden sich heute in der katholischen Pfarrkirche St. Afra, Neckargerach) und in der Jesuitenkirche (u. a. Beichtstühle und Kanzeldeckel). Er schuf auch das Epitaph von Josepha von Heydeck, der Geliebten von Kurfürst Karl Theodor, in der Kapelle von Burg Zwingenberg.

Im Auftrag von Joseph Fontanesi entstand durch ihn für die Stadt Frankenthal die St. Josephsstatue.

(Fotos: Müller/ Ein Foto von 1920 (Wikipedia gemeinfrei) zeigt in Mannheim die Theaterfassade mit Allegorien des Schauspiels und der Musik)

BÜSTE VON PHILIPP KARCHER von Ernst HischenDie Bronzebüste steht unter den Arakden am Congressforum, sie zeigt den damal...
13/02/2026

BÜSTE VON PHILIPP KARCHER von Ernst Hischen

Die Bronzebüste steht unter den Arakden am Congressforum, sie zeigt den damalige Direktor der Zuckerfabrik, Kommerzienrat Philipp Karcher. Unter seiner Leitung wurde die Zuckerfabrik (und Keimzelle der Südzucker AG) nicht nur eine der größten in Deutschland, sondern er schuf für seine Arbeiter Wohnungen, Pensionskassen, Schulen und einen Kindergarten - in dem heute das Kunsthaus untergebracht ist. Aus Dankbarkeit stifteten ihm die Mitarbeiter zehn Jahre nach seinem frühen Tod dieses Denkmal. Die Büste ruht auf einem Marmor-Sockel und hat die Inschrift "PHILIPP KARCHER 1858 - 1894"

Philipp Heinrich Karcher wurde am 1. August 1837 in Kaiserslauterngeboren, er starb am 10. Januar 1894 in Frankenthal.

Nach ihm wurde die Philipp-Karcher-Straße in der Nähe der Zuckerfabrik benannt, der Mina-Karcher-Platz (nach der Ehefrau) ist in der Nähe der Zuckerfabrik. Das "Philipp-Karcher-Haus" ist seit 2007 Kunsthaus Frankenthal, im historischen Gebäude des Kindergartens der Zuckerfabrik.

DER KÜNSTLER

Ernst Hischen ist ein deutscher Bildhauer, der von 1886-1901 in Berlin tätig war. Die Portraitbüste von Philipp Karcher wurde 1902 bei der H. Gladenbeck & Sohn AG, Berlin-Friedrichshagen gegossen.

(Fotos: Müller)

STELE von Mario LangeDie Stele aus gefundenem Material steht vor dem Kunsthaus in der Mina-Karcher-Straße, sie stammt vo...
13/02/2026

STELE von Mario Lange

Die Stele aus gefundenem Material steht vor dem Kunsthaus in der Mina-Karcher-Straße, sie stammt von dem Künstler Mario Lange. Wann sie aufgestellt wurde, ist der Platte an dem Kunstwerk zu entnehmen: Im Jahr 2010.

DER KÜNSTLER

Der Bildhauer und Maler Mario Lange lebt und arbeitet in Bochum, in Bochum Hamme hat er sein Atelier.
Zum Schaffensbereich von Mario Lange gehören große fragile Objekte aus Porzellan und bizarre Installationen in “Guckkästen”.
In "urban sculpturing Projekts" fügt er Gefundenes, auch Holz, zu Objekten zusammen.

(Fotos: Müller)

"ESEL" von Margot Stempel-LebertDie Plastik der Landauer Künstlerin Margot Stempel-Lebert, der sogenannte Dukatenesel, s...
09/02/2026

"ESEL" von Margot Stempel-Lebert

Die Plastik der Landauer Künstlerin Margot Stempel-Lebert, der sogenannte Dukatenesel, steht seit Oktober 1986 in der Fußgängerzone / Bahnhofstraße. Nicht weit entfernt steht auch ihre "Ziege", die im September 1983 dort platziert wurde.

Die Eisenplastik der Künstlerin, die 1923 geboren wurde und 2009 gestorben ist, reiht sich ein in eine große Anzahl von Werken, die sie geschaffen hat.
Für ihre Skulpturen hat sie hat sie Fundstücke vom Schrottplatz gesammelt, beim Schweißen die Nähte deutlich sichtbar gelassen. Ebenso die Tropfen geschmolzenen Metalls, die wie Narben und Geschwüre die oft schrundige, rostige Oberfläche überziehen. Die technischen Fertigkeiten hatte sie sich selbst erarbeitet in der Landauer Schlosserei von Emil Forler.
Als im Alter eine Augenkrankheit und die körperliche Kraft das punktgenaue Schweißen nicht mehr zuließen, hatte sich Stempel-Lebert darauf verlegt, alte Eichenbalken zu Figuren zu arbeiten mit einer an primitive Kunst erinnernden Formsprache.
Sie hatte sich aber auch an anderen Materialien und Techniken ausprobiert, so gibt es etwa auch Fassadenbilder in Sgraffito-Technik, Aquarelle aus Urlauben und Emaille-Arbeiten.

DIE KÜNSTLERIN

Die in Landau geborene Tochter des aus Heuchelheim stammenden Kunstmalers Fritz Lebert ging mit Hilfe eines Stipendiums 1942 als 20-Jährige an die Akademie der Bildenden Künste in München und war zuletzt Meisterschülerin von Josef Henselmann, bei dem auch Michael Croissant, Otto Kallenbach und Gernot Rumpf lernten. Sie hatte ein Studentenzimmer bei dem Philosophieprofessor Kurt Huber bezogen, der im Mittelpunkt der Widerstandsgruppe „Die Weiße Rose“ stand. Sie wurde ebenfalls vernommen, blieb aber unbehelligt.
Als Resultat der Kriegswirren und der verpflichtenden Scheinwerfereinsätze an der Flak machte sie erst 1952 ihren Abschluss und ging, bevor sie nach Landau zurückkehrte, an die von Oskar Kokoschka gegründete Salzburger Sommerakademie. Die Begegnung mit dem Italiener Giacomo Manzù dort hat sie wohl stark geprägt. Schon bald nach ihrer Rückkehr in die Pfalz erhielt Stempel-Lebert als noch unbekannte Künstlerin schon größere Aufträge für den öffentlichen Raum.
Eine sehr frühe Arbeit von 1957 sind die beiden Bronzetüren an der Pirminiuskapelle des Klosters Hornbach. Stempel-Lebert hat beim Wiederaufbau der Alexanderkirche in Zweibrücken mitgewirkt, als Wettbewerbssiegerin ein Ehrenmal für die Gefallenen in Flemlingen geschaffen, die Apostelsäule in der Landauer Johanneskirche und in Rockenhausen eine „Dreiergruppe“, für die ihr 1982 der Daniel-Henry-Kahnweiler-Preis für Plastik verliehen wurde.

(Fotos: Müller)

LÄUFER MIT STAFFELHOLZ von Fritz FleerAm 28. Juni 1985 wurde der Metznerpark, die neu gestaltete Parkanlage auf dem Gelä...
05/02/2026

LÄUFER MIT STAFFELHOLZ von Fritz Fleer

Am 28. Juni 1985 wurde der Metznerpark, die neu gestaltete Parkanlage auf dem Gelände des ehemaligen Krankenhauses am Foltzring, eingeweiht. Mittelpunkt des Parks war die Brunnenanlage mit einer von dem Hamburger Bildhauer Fritz Fleer geschaffenen Bronzestatue eines Staffelläufers, die an den Frankenthaler Adolf Metzner erinnert - einen der erfolgreichsten deutschen 400-Meter-Läufer in Europa. Heute steht der Brunnen an einer anderen Stelle des Parks als bei der Einweihung, heute steht sie an der Schmiedgasse.

Adolf Metzner, 1910 in Frankenthal geboren, war einer der erfolgreichsten Sportler seiner Heimatstadt, Arzt und großzügiger Mäzen. Während seiner aktiven Zeit als Leichtathlet wurde er mehrere Male Deutscher Meister und Europameis-
ter und war zweimal Olympiateilnehmer. Nach seinem Tod wurde aus einem Großteil seines Vermögens eine Stiftung eingerichtet, deren Erträge für kulturelle und soziale Projekte in Frankenthal verwendet werden sollten und verwendet werden.

Sein Name geriet in die Schlagzeilen, als durch Nachfor-
schungen des Fördervereins für jüdisches Gedenken bekannt wurde, dass er wärrend der NS-Zeit Mitglied der SS und der NSDAP war. Die Veröffentlichung von Metzners SS- und
NSDAP-Mitgliedschaft hatte zu einer äußerst kontroversen und emotional geführten Debatte in der Stadt geführt, es gab zwei öffentlichen Veranstaltungen des Fördervereins.

Das Frankenthaler Stdtarchiv hat die Biografie Metzners aufgearbeitet, sie sit zu finden unter https://www.frankenthal.de/stadt-frankenthal/de/kultur/?q=metzner

DER KÜNSTLER

Fritz Franz Max Fleer wurde am 21. November 1921 in Berlin geboren, er starb am 6. Juni 1997 in Hamburg. Er studierte von 1946–1950 an der Hamburger Landeskunstschule, der späteren Hochschule für Bildende Künste Hamburg (HFBK) als Schüler von Gerhard Marcks und Meisterschüler von Edwin Scharff. In den Jahren 1948 bis 1952 betrieb Fleer gemeinsam mit Heinz Pisulla in Hamburg eine Bronzegusswerkstatt. Die erste Ausstellung seiner Arbeiten fand 1950 statt. 1952 wurde seine Bronzeplastik „Junger Athlet“ als deutscher Beitrag bei der Olympia-Kunstausstellung in Helsinki gezeigt.
Einen Namen machte er sich ab 1950 als freischaffender Künstler mit vielen Arbeiten im öffentlichen Raum und weiteren Aufträgen zur Kunst am Bau. 1966 erhielt er den Edwin-Scharff-Preis der Freien und Hansestadt Hamburg. Viele seiner Bronzeplastiken zeigen Männer und Frauen als stilisierte und reduzierte Archetypen, die formal streng und klar gestaltet sind. Fritz Fleer starb am 6. Juni 1997 in Hamburg. Seit 2022 wird das frühere Wohn- und Atelierhaus des Künstlers, erbaut 1962 durch den Architekten Otto Andersen, zum Kunsthaus Fleer umgebaut.

(Fotos: Müller)

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Frankenthal
67227

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